Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die grösste Kirchgemeinde des Landes

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Herzlich willkommen in der neuen Kirchgemeinde Zürich» ist ab 1. Januar im öffentlichen Raum der Stadt Zürich und der Gemeinde Ober­eng­stringen zu lesen – auf Plakaten in Trams und Bussen, auf Postkarten und Flyern, mit speziellen Bannern an Kirchgemeindehäusern und nicht zuletzt mit einer festlichen Beflaggung der Kirchen.

Diese Begrüssung richtet sich allerdings an Leute, die schon hier sind: Die 80 000 reformierten Christinnen und Christen der Stadt und ihrer Nachbargemeinde. Formell gehörten sie bis Ende des letzten Jahres den 32 Kirchgemeinden in der Stadt Zürich und den zwei in Oberenstringen an. Nun haben sie sich unter dem Namen Reformierter Stadtverband zu einer einzigen Kirchgemeinde zusammenge­schlossen.

Unter dem erwähnten Motto zeigen die Plakate zwei Primarschüler beim Spielen, Konfirmanden während des Unterrichts, eine Gruppe Jugendlicher draussen, einen jungen Mann am Handy, ein Ehepaar vor einem Schaufenster und eine Mutter mit ihrem Baby. Es sind Mitglieder der neuen Kirchgemeinde, die begrüsst werden, aber auch selber begrüssen. Die Schwarzweiss-Bilder stammen vom Fotografen Alonso Smith.

Zum Start des Zwingli-Jahres

Diese Begrüssungsaktion wird von allen Kirchenkreisen in der Stadt Zürich und Oberengstringen tatkräftig unterstützt. Die Verantwortlichen der neuen Kirchgemeinde wollen damit vor allem darauf hinweisen, dass es sich bei diesem einzigartigen Zusammenschluss nicht in erster Linie um einen komplizierten und aufwendigen administrativen Vorgang handelt, sondern vielmehr um das Zusammenkommen von rund 80 000 reformierten Kirchenmitgliedern.

Die Umorganisation der zahlreichen Kirchenkreise und bislang selbstständigen Kirchgemeinden zu einer übergreifenden Einheit wurde bewusst auf den Jahresbeginn 2019 gelegt: Es war auch der 1. Ja­nuar, im Jahr 1519, als der spätere Zürcher Reformator seine Stelle als Leutpriester am Grossmünster von Zürich angetreten hat. Genau 500 Jahre nach dem Amtsantritt von Huldrych Zwingli am Zürcher Grossmünster entsteht auf diese Weise in der Reformationsstadt an der Limmat die grösste Kirchgemeinde der Schweiz.

Ökumenischer Gottesdienst

2019 wird in Zürich denn auch als Zwingli-Jahr gefeiert, beispielsweise mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Grossmünster, Ausstellungen und einem Film. Ab dem 17. Januar ist zudem der Kinofilm «Zwingli» zu sehen. Der ökumenische Festgottesdienst im Grossmünster geht am 20.  Januar um 15 Uhr über die Bühne, unter dem Motto «Gottes Wort – Licht auf unserem Weg». Die Predigt halten Kirchenratspräsident Michel Müller sowie Generalvikar Josef Annen. Ausserdem wirken Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen, verschiedene Kirchenchöre sowie Stimmen aus verschiedenen Generationen mit.

Anschliessend an den Gottesdienst finden ein Mittelalter-Mushafen, eine Vorstellung der Neuausgabe der Zürcher Bibel sowie Einblicke in neue Zwingli-Filme statt. Abgerundet werden die Festivitäten mit einer Inbetriebnahme der Druckerpresse der Froschauer-Bibelseiten sowie einem offenen Singen. Die Druckerpresse wird dann vom 17.  bis zum 25.  Januar im Grossmünster in Betrieb sein.

Und die Katholiken?

In der katholischen Kirche in der Stadt Zürich sind übrigens 23 katholische Kirchgemeinden sowie die Missione Cattolica di Lingua Italiana unter dem Dachverband «Katholisch Stadt Zürich» zusammengeschlossen.

kath.ch

Hintergrund

Zwingli, der Zürcher Reformator

Huldrych Zwingli wurde am 1. Januar 1484 in Wildhaus im Toggenburg geboren, wo noch heute sein Elternhaus zu besichtigen ist. 1518 wählten ihn die Chorherren vom Grossmünster zum neuen Leutpriester. Zwingli brach daraufhin mit der Tradition der vorgeschriebenen Sonntagslesungen und begann, das ganze Matthäusevangelium auszulegen. Zum Bruch mit der katholischen Tradition kam es, als mit einem öffentlichen Wurstessen in seiner Gegenwart das Fastengebot übertreten wurde. 1525 wurde schliesslich in Zürich die katholische Messe abgeschafft, Zwingli starb 1531 im Zweiten Kappeler Krieg.

jcg

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema