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Die Kämpfe im Gazastreifen lösen eine schwere humanitäre Krise aus

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GAZA/GENF Die israelische Armee drang am Dienstag noch tiefer in den Gazastreifen vor. Kampfverbände erreichten die Stadt Chan Junis im Süden. Die Luftwaffe flog nach Angaben eines Armeesprechers mehr als 50 Einsätze.

Seit Beginn der israelischen Angriffe vor elf Tagen wurden laut palästinensischen Rettungskräften mehr als 600 Palästinenser getötet und mehr als 2900 verletzt.

Schwierige Lage für die Zivilbevölkerung

Bei Angriffen auf drei Schulen der Uno, die als Flüchtlingslager genutzt wurden, kamen nach palästinensischen Angaben über 50 Menschen ums Leben. Getroffen wurden Schulen im Flüchtlingslager Schati in der Nähe von Gaza, in Chan Junis im Süden des Gazastreifens sowie im nördlich gelegenen Dschabalija.

Die Zahl ziviler Opfer stieg nach Angaben eines norwegischen Arztes stark an. «Wir amputieren am laufenden Band», sagte Mads Gilbert, der in einem Spital in der Stadt Gaza arbeitet, in einem Telefongespräch mit deutschen Tageszeitungen. Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sprach von einer «absoluten» humanitären Krise. Immer mehr Zivilisten würden bei der Offensive getötet oder sässen in der Falle.

«Ich habe nicht ausreichend Worte, um zu sagen, wie besorgt und beunruhigt das IKRK wegen der Krise im Gazastreifen ist», sagte der IKRK-Direktor für operative Einsätze, Pierre Krähenbühl. Die Nacht auf den Dienstag sei nach Berichten von IKRK-Helfern vor Ort die «schrecklichste bisher» gewesen, sagte Krähenbühl. Es sei im Moment absolut unerlässlich, dass die Konfliktparteien alles tun, damit Zivilisten nicht in die Schusslinie geraten. Diesen fehle es an allem. Aed Yaghi von der Palestinian Medical Relief Society verglich die Lage in Gaza mit einem Käfig: «Es gibt keinen Strom, kein Gas zum Kochen und Hunderttausende haben kein Trinkwasser.» Für Brot müsse man vier bis fünf Stunden Schlange stehen.

Weitere Raketen auf Israel

Militante Palästinenser feuerten am Dienstag 27 Raketen auf Israel ab. Eine davon schlug in Gadera ein, einem Ort nur 28 Kilometer von Tel Aviv entfernt. Israel beklagte den Tod von fünf Soldaten. Vier davon kamen durch eigene Truppen ums Leben. sda

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