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Die Clubs der National League kämpfen mit tiefen Zuschauerzahlen

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Die Zuschauerzahlen in den Schweizer Eishockey-Stadien sind bisher deutlich tiefer als vor zwei Jahren. Völlig überraschend kommt das nicht. Die Ausnahmen sind Gottéron, Ajoie und Ambri.

Das Emmental. Heimat von Jeremias Gotthelf und seinen Dramen, berühmt für seinen Käse und selbst ernanntes «Hockey Country». Und dann das: Am Dienstagabend bleiben in der schmucken Ilfishalle in Langnau gegen Zug viele Sitze leer. 4240 Fans wollen den Auftritt der SCL Tigers sehen, obwohl man am Wochenende davor dem ungeschlagenen Leader Biel die erste Niederlage zugefügt hat und der Meister zu Gast ist.

Im Schnitt pilgerten in diesem September 1131 Zuschauer weniger zu den vier Heimspielen der Tigers als im gleichen Zeitraum vor zwei Jahren – und damit vor Corona. Das ist eine Einbusse von 20 Prozent. Die Emmentaler stehen damit nicht alleine da. 10 der 13 Clubs in der National League weisen einen tieferen Zuschauerschnitt auf als im September 2019. Sorgen machen sich die Verantwortlichen in Langnau dennoch keine.

Eine Kombination von Faktoren

«Für mich ist das Glas klar halb voll», betont der Präsident Peter Jakob. Sein Verein budgetierte mit einem Zuschauerschnitt von 4200, nun liegt man knapp darüber. Der Unternehmer sieht das Covid-Zertifikat positiv, auch wenn es sicher den einen oder anderen – vor allem Ungeimpften – vom Besuch abhält. Am wichtigsten ist Jakob die Sicherheit. Er sei sehr zuversichtlich, dass es nicht zu einer weiteren Schliessung der Stadien kommen werde. «Die Situation scheint jetzt recht stabil zu sein. Darüber sind wir froh.»

Etwas speziell ist die Lage in Zug und in Rapperswil-Jona. Gegenüber der «Zuger Zeitung» zeigte sich EVZ-Geschäftsführer Patrick Lengwiler vor einer Woche etwas enttäuscht über den Zuschaueraufmarsch. Zwar lief der Verkauf von Saisonabonnementen mit fast 6000 sehr gut, doch an den Match-Tagen kommen leicht weniger (minus 5 Prozent) Leute ins Stadion als vor zwei Jahren – trotz Meister-Euphorie.

Bei den Lakers, die in der letzten Saison überraschend die Playoff-Halbfinals erreicht hatten, beträgt der Rückgang happige 25 Prozent. Am Dienstag gegen den Aufsteiger Ajoie verloren sich nur gerade 2647 Besucher – Saisonkartenbesitzer eingerechnet – in der Arena am oberen Zürichsee.

Sportliche Gründe stehen also wohl nicht im Vordergrund beim Besucherschwund. Von Langnau bis Zug und von Rapperswil bis Bern sieht man eine Kombination von Gründen. Da sind die Ungeimpften, die auf einen Besuch verzichten, obwohl viele der Clubs eine Testmöglichkeit direkt vor dem Stadion anbieten. Ältere Anhänger, die vielleicht einer Risikogruppe angehören und trotz Impfung vorsichtig sind. Veränderte Gewohnheiten mit Menschen, die eher zu Hause bleiben und grössere Menschenansammlungen zurzeit noch meiden.

Viele Menschen fühlen sich – gerade angesichts des zuletzt warmen Wetters – im Freien wohler als in einer Halle. Davon profitieren deshalb Fussballclubs, während die Hockeyaner wohl noch etwas Geduld brauchen. Aus heiterem Himmel kommt diese Entwicklung für die Clubverantwortlichen nicht.

Mit weniger Zuschauern budgetiert

«Wir haben mit deutlich weniger Zuschauern budgetiert»» erklärt Rolf Bachmann, CEO des Zuschauer-Krösus SC Bern, der in den ersten fünf Saisonspielen ein Minus von 2666 Besuchern pro Match verzeichnet. Das hatte sich bereits bei den Saisonabonnementen abgezeichnet, deren Verkauf zuvor bei 13’000 Exemplaren gedeckelt war. Nun wurden rund 12’000 verkauft. «Das ist besser als erwartet», sagt Bachmann, stellt aber wie seine Kollegen fest: «Der Verkauf von Einzeltickets verläuft schleppend.» Die Menschen überlegen sich einen Match-Besuch offensichtlich besser und entscheiden weniger spontan.

Die Ausnahmen von der Regel

Die Ausreisser nach oben sind im Übrigen allesamt Ausnahmesituationen geschuldet. Ambri-Piotta (plus 23 Prozent) profitiert von der Euphorie um das neue Stadion in der Leventina. Freiburg-Gottéron (plus 11,6 Prozent) war vor zwei Jahren mitten im Umbau des Stadions und weist heute eine deutlich grössere Kapazität auf, und Ajoie (plus 116 Prozent) spielte damals noch eine Liga tiefer.

Auch beim grössten «Verlierer» Lausanne (minus 36 Prozent) ist das Stadion ein wichtiger Faktor. Die Waadtländer bezogen im September vor zwei Jahren ihre neue Heimstätte und verzeichneten in diesen ersten Spielen sehr hohe Zuschauerzahlen.

Jammern will sowieso keiner. Zu präsent ist die trostlose letzte Saison, als fast komplett ohne Fans gespielt werden musste. Stellvertretend sagt der Langnauer Peter Jakob: «Ich denke, der Profisport hat keinen Grund zu klagen. Wir wurden und werden sehr gut unterstützt von den Fans, Gönnern, Sponsoren und durch staatliche Gelder.»

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