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Die Künstler ins rechte Licht gesetzt

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Wenn das Licht im Zuschauerraum ausgeht, dann weiss die Truppe auf der Bühne, dass es für sie losgeht. Ab sofort gehört die Bühne der «Tonne» Laupen den Musikern und Schauspielern des Murtner Cabarets Scherzgrenze. Die Zuschauer schauen gebannt auf das Ensemble und lachen schon bald herzhaft über dessen Scherze. Die Lautstärke des Lachens werde in der Einheit «Megalach» gemessen, informiert Regisseur Marcel Reber das Publikum. Der Rekord liege bei etwas über 80.

Einer in der Truppe geht bald einmal vergessen: Karl Ott an der Technik. Er steht hinten im Raum am Lichtpult. Mit einem Tischlämplein ist sein Arbeitsplatz spärlich beleuchtet. «Ich fahre das Zuschauerlicht herunter; das ist ihr Zeichen», sagt Ott. Dann folgt durch das ganze Programm hindurch ein Wechselspiel zwischen Techniker und Ensemble. Mal ist es Ott, der mit einem Lichtbild den Schauspielern ihren Einsatz vorgibt, mal sind es die Schauspieler, die mit einem Stichwort ihn steuern. Und wenn es sein muss, hilft er dem Künstler «wieder auf die Schiene zu kommen», wie Ott sagt.

Lichtbilder programmiert

Karl Ott aus Muntelier ist Teil des Cabarets Scherzgrenze. Er kennt ihr Programm in- und auswendig. Dieses Jahr sogar noch ein bisschen besser, weil die Truppe mit «Querschnipsel» eine Art «Best of» auf die Bühne bringt. Die Nummern kennt er aus den sechs Jahren, seit denen er für Licht und Ton verantwortlich ist.

Dennoch hat Karl Ott am Regiepult stets ein Skript vor sich. Jeder Satz, jede Pointe hat er vor Augen, und da, wo er ein neues Lichtbild auf die Bühne bringen muss, hat er mit Kugelschreiber seinen Einsatz vermerkt. «Hier ist es ein Schoggi-Job», so Ott. Erstens kennt er die «Tonne» in Laupen gut, weil das Murtner Cabaret jedes Jahr da auftritt. Die technische Ausrüstung gehört zwar dem Laupener Kleintheater, aber vor der Vorstellung montiert Ott eigenhändig die zwölf Scheinwerfer. Dann kommt hinzu, dass beim diesjährigen Programm Karl Ott nur eine Tonsequenz einspielen muss: die Stimme des verstorbenen Dorfkönigs Aeschlimann aus dem Jenseits.

Ott hat in der «Tonne» zwölf Regler; einen für jeden Scheinwerfer. Mit diesen mischt er für jede Nummer eine Lichtstimmung. Diese kann er dann programmieren: Während des Programms muss er nur noch den entsprechenden Knopf von 1 bis 24 drücken, und die Lichtstimmung passt.

«Ich lese das Text-Buch und mache mir meine Gedanken, mit welchem Licht es am besten aussieht», so Ott. «Dann kommt der Regisseur und sagt, was er sich am liebsten wünscht. Meine Aufgabe ist es, das umzusetzen.»

Keller und Freilicht

Zu seinem Job als Techniker kam Karl Ott vor sechs Jahren. Seine Lebenspartnerin spielt im Ensemble mit, und als einmal die Technikerin ausfiel, hiess es: «Karl, das kannst du doch auch.» Der Kaufmann hatte zwar keine entsprechende Vorbildung, aber es hat ihn gepackt.

Mittlerweile macht Karl Ott auch die Technik für Veranstaltungen im Beaulieu Murten, für Gastspiele des Murtner Kellertheaters, und er war auch bei den Freilichttheatern «Hintercher» und «Falli-Hölli» im Einsatz. Dies sei schon etwas komplizierter gewesen, mit der technischen Ausrüstung des Stadttheaters Bern und dem Einsatz von Kopfmikrofonen bei den Schauspielern.

Einen «special effect» gibt Ott den Zuschauern der «Tonne» noch mit auf den Heimweg. Mit Leuchtschrift beim Regiepult zeigt er den Lachwert dieser Vorstellung an: 99,9 Megalach.

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