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Die politischen Karten werden heute neu gemischt

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Vier von sieben amtierenden Staatsratsmitgliedern treten wieder an, insgesamt 19 Interessierte buhlen um Sitze in der Freiburger Kantonsregierung. Auch das Rennen um die 110 Sitze im Grossen Rat verspricht in einigen Bezirken interessant zu werden. Die FN berichten heute live über die Wahlen.

Spannend sind Wahlen immer. Schliesslich geht es um die Bestellung von Regierungen und Parlamenten. Doch dieses Jahr sind sie es im Kanton Freiburg ganz besonders, da sowohl bei den Wahlen für den Staatsrat als auch bei jenen für den Grossen Rat bedeutende Veränderungen möglich sind.

Reise nach Jerusalem

Gleich drei verdiente Mitglieder haben beschlossen, ihren Regierungsstuhl freizugeben: Georges Godel (Mitte) und Anne-Claude Demierre (SP) nach 15 Jahren sowie Maurice Ropraz (FDP) nach zehn Jahren im Staatsrat. Dass nur noch vier der sieben Regierungsmitglieder wieder antreten, macht frischen Kräften offenbar Hoffnung, rangeln doch nicht weniger als 19 Kandidatinnen und Kandidaten auf total neun Listen um die Sitze.

Die vier Bisherigen dürfen zwar traditionell auf eine Wiederwahl hoffen, doch die 15 ebenfalls Hoffenden werden ihnen im ersten Wahlgang viele Stimmen streitig machen. Zweite Wahlgänge sind bei Staatsratswahlen ohnehin üblich – es ist selten, dass das absolute Mehr der Stimmen auf Anhieb für alle Sitze erreicht wird. Aufgrund der grossen Konkurrenz beim diesjährigen Wahlkampf ist ein zweiter Wahlgang am 28. November fast sicher. Und bei der starken Aufsplitterung der Stimmen ist es sogar denkbar, dass es im zweiten Rennen noch immer um alle sieben Sitze geht – also kein einziger schon im ersten Wahlgang besetzt werden kann.

Übrigens: Im zweiten Wahlgang dürfen um jeden noch freien Sitz je zwei Personen streiten – also bis zu 14 Kandidierende. Zudem zählt dann nur noch das relative Mehr: Wer die meisten Stimmen hat, macht das Rennen.

Grössere Verwerfungen rechnerisch möglich

Für die Wahlen für den Grossen Rat stellen sich 664 Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung, 238 Frauen und 426 Männer kämpfen um die 110 Sitze – ein Rekordwert. Gewählt wird wie gewohnt in acht Wahlkreisen. Mit Ausnahme des zweigeteilten Wahlbezirks Saane – die Stadt Freiburg bilden einen eigenen – sind die Bezirke des Kantons die Grundeinheit. 

In grossen Bezirken sind die grünen Parteien traditionell stark. Sie haben in den letzten Jahren aufgrund der Klimakrise generell zugelegt. Die Grünen treten dieses Jahr erstmals in allen acht Wahlkreisen des Kantons an, die grünliberale Konkurrenz in sieben. Das Abschneiden der beiden Parteien wird diese Wahlen wohl prägen – wie stark sich der grüne Erdrutsch auf nationaler Ebene von 2019 auf kantonaler Ebene wiederholt, ist allerdings unklar. Die Sieger von 2019 schnitten in anderen kantonalen Wahlen in den letzten zwei Jahren unterschiedlich ab.

Grosse und kleine Wahlkreise

Entsprechend ihrer Grösse erhalten die Wahlbezirke Sitze zugeteilt. Der kleinste – der Bezirk Vivisbach – bringt es auf sieben Sitze. Der grösste, Saane-Land, stellt aktuell 23 Delegierte im Kantonsparlament. Je grösser ein Wahlkreis ist, desto weniger Stimmenanteil muss eine Partei für einen Sitzgewinn erreichen. Je kleiner ein Wahlkreis umgekehrt ist, desto grösser müssen die Veränderungen beim Wähleranteil sein, um Sitzverschiebungen auszulösen. Bedeutende Sitzverschiebungen sind deshalb rechnerisch vor allem in den grösseren Bezirken möglich. 

Der Seebezirk hat 13, die Stadt Freiburg ebenfalls 13, der Sensebezirk 15 Sitze zugute.

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