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Die Rechtsfakultät der Uni Freiburg fühlt sich vom Rektorat brüskiert

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Die Wahl eines neuen Professors an der juristischen Fakultät Freiburg sorgte in den vergangenen Wochen universitätsintern für Streit. Grund: Das Rektorat erteilte dem Vorschlag der Fakultät eine Abfuhr und zog den zweitplatzierten Kandidaten vor. Dieses Vorgehen entspricht nicht dem Usus. Normalerweise folgt das Rektorat der Priorisierung des Fakultätsrates. Rektorin Astrid Epiney begründet im Interview mit den FN die abweichende Entscheidung damit, dass die Berufungskommission, welche ihre Empfehlung zuhanden des Fakultätsrates abgibt, unentschieden war, was den erst- und zweitplatzierten Kandidaten angeht. «Letztendlich ging es um eine Risikoabwägung angesichts der unterschiedlichen Profile», so Epiney. Zudem könne der Fakultätsrat seine Entscheidung nicht objektiv nachvollziehbar begründen.

Der Dekan der Rechtsfakultät, Pascal Pichonnaz, zeigt sich «sehr erstaunt» vom Vorgehen des Rektorats. Damit missachte es die demokratische Entscheidung des von 50 Fachleuten besetzten Fakultätsrates. Er stellt infrage, dass das Rektorat seine eigenen materiellen Erwägungen ins Feld führen kann, ohne am Verfahren teilgenommen zu haben. «Wenn das die neue Politik des Rektorats ist, werden wir künftig vermutlich nur noch einen Kandidaten vorschlagen können; das wäre aber sehr schade für die Beförderung von jungen Kandidaten.»

Von den Dekanen der anderen Fakultäten ist keine Kritik zu vernehmen. Grundsätzlich finden sie es normal, dass das Rektorat Nominierungen hinterfragt, wie sie auf Anfrage erklären. Reiner Eichenberger von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät merkt indes an: «Die Uni befindet sich in einer Umbruchphase. Das Rektorat ist deutlich mächtiger geworden. Aber ich empfinde seine Rückfragen als fruchtbar.»

rsa

Bericht Seite 2

«Wenn das die neue Politik des Rektorats ist, werden wir vermutlich nur noch einen ­Kandidaten vorschlagen ­können.»

Pascal Pichonnaz

Dekan der juristischen Fakultät

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