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Die Revolution in der Verhütung für den Mann lässt auf sich warten

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Bisher stehen Männern nur Kondome oder Sterilisation als Verhütungsmittel zur Auswahl – ein Gel, das den Samenleiter blockieren soll, befindet sich derzeit noch in der Testphase. Und bis die «Pille für den Mann» auf den Markt kommt, dürfte es noch lange dauern. Aber: Die sichere, langfristige Verhütungsmethode für Männer gibt es eigentlich schon. Es ist ein Ventil mit einem Kippschalter, das, in den Samenleiter eingesetzt, den Samenfluss reguliert. Das Ventil ist so gross wie ein Gummibärchen. Nur: Die Marktzulassung lässt auf sich warten.

Seit 2000 hält der Berliner Clemens Bimek das Patent für die «Vorrichtung zur Kontrazeption zur Anwendung beim Mann». Mit diesem Ventil kann der Mann durch Kippen des Schalters selber entscheiden, ob er fruchtbar sein will oder nicht. Das funktioniert von aussen, durch die Haut des Hodensacks. Liegt der Schalter Richtung Körper, also nach oben, ist das Ventil geschlossen. Liegt er Richtung Unterkörper, ist es geöffnet. Das Ventil verhindert, dass das Spermaplasma mit Spermien angereichert wird.

Die Operation dauert etwa eine halbe Stunde und wird ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt – Bimek selbst war 2009 der erste Mann, dem das Ventil implantiert wurde. Es sitzt zwischen den beiden Enden der durchtrennten Samenleiter. In jedes Ende des Samenleiters wird eine kleine Tülle eingeführt, in die das Ventil geklemmt wird. «Gefährlich ist diese Verhütungsmethode für den Körper nicht», sagt Bimek, «das überschüssig produzierte Sperma wird von den Nebenhoden durch das Ventil in den Hodensack abgeleitet und dort durch Fresszellen abgebaut, der Spermafluss ist so weiterhin gewährleistet.»

Keine spontane Verhütung

Laut Bimek ist das Ventil eine Lösung für eine langfristige Familienplanung, nicht aber als spontanes Verhütungsmittel. Der Mann ist auch nicht sofort nach dem Einsetzen des Ventils steril: Direkt nach der Implantation sind noch Reste von Ejakulat mit Spermien vorhanden, die abgebaut werden müssen. Das dauert ungefähr drei bis sechs Monate oder etwa dreissig Ejakulationen.

Bereits 2016 ging Bimek mit seiner Erfindung in die Testphase: Damals suchte er 20 bis 25 Probanden, es meldeten sich aber über 800 aus der ganzen Welt. Um die klinische Studie durchzuführen, benötigt Bimek zudem 200 Kippschalter-Exemplare – dafür fehlt immer noch das Geld. Und ohne Studien, die die Sicherheit und die Wirksamkeit des Kippschalters belegen, gibt es auch keine Zulassung. Geplant war eigentlich, dass das Ventil 2018 oder 2019 auf den Markt kommen sollte. Doch nun wird die Revolution in der männlichen Verhütung noch länger auf sich warten lassen.

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