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Die Schülerzahlen wachsen weiter

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Der Anstieg der Schülerzahlen im Kanton ist gegenüber dem Vorjahr geringer ausgefallen. Die Statistiken zeigten damals noch ein Plus von gegen 2000, dieses Schuljahr treten 950 Schüler mehr an als letztes Jahr. Die Erziehungsdirektion legte die Zahlen gestern den Medien vor. Insgesamt besuchen 45 625 Kinder und Jugendliche die staatlichen Schulen. Auffällig: Obschon das Wachstum der Schülerzahlen geringer war, ist die Zahl der Klassen deutlicher gestiegen: um 29 gegenüber 17 im Jahr zuvor. Gründe für die Abweichung sind eine optimierte Verteilung der Schüler und Schwelleneffekte. Das geringere Wachstum ist weitgehend auf den nun erfolgten Abschluss der Einführung des zweiten Kindergartenjahres zurückzuführen.

 Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen hielt zu den Schülerzahlen bei seiner ersten Präsentation zum Schuljahresbeginn fest, dass noch die letzten Effekte der Kindergartenreform nachwirkten. «Wir haben noch eine Zunahme. Ich gehe davon aus, dass sich die Entwicklung stabilisieren wird.» So könnten sich die Strukturen der ständig ausgebauten Direktion erholen, so Siggen.

«Es gibt zwar noch Baustellen, aber wir nehmen das neue Schuljahr motiviert in Angriff», bestätigte Andreas Maag, seit 1. Mai Vorsteher des Amtes für den deutschsprachigen obligatorischen Unterricht (siehe Kasten). Der Unterricht beginnt in den meisten Klassen der obligatorischen Schule nächsten Donnerstag. Wie üblich geht es in einigen Gemeinden im nördlichen Seebezirk schon am Montag los.

Unterschiedliche Trends

Insgesamt bleiben die Klassengrössen gegenüber dem Vorjahr gleich und entsprechen dem Schweizer Mittel: 18,7 Schüler zählt im Schnitt eine Klasse im Kindergarten, 19,6 in der Primarschule und 20 in der Orientierungsschule. Der Kindergarten weist mit der Eröffnung der letzten 50 Klassen 2013 nun gegen 380 Klassen auf. Insgesamt treten etwas über 7000 Kinder den Weg in den Kindergarten an. Das ist ein Anstieg von rund zehn Klassen und 140 Kindern gegenüber dem Vorjahr. In Deutschfreiburg werden rund 1630 Kindergärtler gezählt, 30 mehr als im Vorjahr.

Noch stellt die Primarschule den grössten Anteil der Kinder. Über 20 800 junge Freiburgerinnen und Freiburger sind auf dieser Stufe eingeschrieben, 600 mehr als letztes Jahr. Sie bilden 1065 Klassen, was einem Anstieg von 16 Klassen gleichkommt. Der Anstieg ist besonders stark im französischsprachigen Kantonsteil, während in Deutschfreiburg die Zahl mit 4600 Kindern und einem Plus von rund 30 Schülern relativ stabil bleibt. Auch die Zahl der Klassen bleibt fast gleich hoch. Im Langzeitvergleich wird für Deutschfreiburg eine leichte Abnahme registriert. Maag sieht jedoch keinen Grund zur Sorge: «Wir haben so die Chance, einfacher auf sich verändernde Situationen zu reagieren.» In den französischsprachigen Gemeinden sei das Bevölkerungswachstum deutlich grösser. Sein Amt sei sich jedoch bewusst, dass es sich bei der Verteilung der Mittel auch weiterhin für gute Bedingungen einsetzen müsse.

In 553 Klassen in Freiburger Orientierungsschulen werden knapp über 11 000 Schüler unterrichtet, was einem winzigen Plus von netto rund 30 Schülern entspricht. Die Freiburger Fachmittelschulen wachsen weiter, während die Zahlen in Gymnasien und Handelsmittelschulen gesunken sind. Diese drei Schultypen werden von total 5600 Jugendlichen besucht.

Gymnasien zweisprachiger

Als weniger problematisch als auch schon erwies sich die Suche nach Lehrkräften. Insgesamt wurden 264 Stellen in Kindergarten und Primarschule neu besetzt, 53 in Deutschfreiburg. Die freien Stellen konnten gemäss den beiden Amtsleitern alle bestückt werden. Doch es gab Ausnahmen. Wie schon im Vorjahr waren Stellen für den Fremdsprachenunterricht in den französischsprachigen OS, zum Beispiel für den Deutschunterricht, nicht so begehrt. In den tieferen Stufen betraf es vor allem Teilzeitstellen und solche in der Peripherie. Die OS hatte rund 50, die Sekundarstufe lediglich acht Stellen zu besetzen. Die Direktion ist zuversichtlich, dass der Nachwuchsbedarf langfristig gesichert ist.

Besonders erfreut ist der Amtsvorsteher der Sekundarstufe zwei, François Piccand, über den Erfolg der zweisprachigen Elemente in der Gymnasialausbildung. Neu können gute Schüler schon im ersten Jahr Stunden in einer sprachgemischten Klasse besuchen. Das Konzept kommt an: Jeder dritte Schüler des ersten Gymnasialjahres hat sich für ein zweisprachiges Angebot angemeldet, insgesamt nutzt jeder vierte ein solches Angebot. «Das ist viel besser, als ich gehofft habe, und die Tendenz ist steigend», freute sich Piccand. Im Vorjahr waren 17 Prozent der Jugendlichen für zweisprachige Elemente zu begeistern.

 Die Direktion bereitet intensiv die Einführung des neuen Schulgesetzes und des darauf basierenden Reglements vor. Auch die Auswirkungen der Sparmassnahmen im Bildungsbereich sind noch nicht klar. Eine weitere strategische Herausforderung wird die Einführung des schweizweit harmonisierten Lehrplans 21 in Deutschfreiburg sein. Das revidierte Konzept wird bald vorgestellt. Das Motto sei «Lernen fürs Leben», betonte Maag. Die definitive Einführung ist für 2017 oder 2018 geplant.

Andreas Maag: Drei Monate als Amtsleiter

S eit Mai ist Andreas Maag als Nachfolger von Reto Furter für den deutschsprachigen obligatorischen Unterricht im Kanton Freiburg zuständig. Nach drei Monaten im Amt zeigt er sich mit dem Erreichten zufrieden.

Seit drei Monaten sind Sie im Amt. Wie war der Start?

Ich war während zwei Monaten sowohl hier als auch an meiner alten Stelle im Institut St. Joseph in Villars-sur- Glâne tätig. Ich konnte diese Arbeit gut zu Ende führen. Der Übergang gelang hervorragend, weil ich mich schon im ausgehenden Schuljahr in viele Geschäfte einarbeiten konnte. Zugleich war mein Vorgänger noch einen Monat hier. Das war optimal.

Haben Sie trotzdem noch Ferien machen können?

Ja, aber vorher konnte ich in der ruhigeren Sommerzeit alle Dossiers analysieren und in alle Schränke schauen. So konnte ich mir ein Bild über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen machen. Ich konnte die Baustellen ansprechen, und das war wichtig, denn wir planen unsere Baustellen langfristig.

Ihre Erkenntnisse?

Es ist wichtig, dass wir den Überblick behalten und zugleich die Schärfe für das Detail nicht verlieren.

Was sind das für Baustellen?

Wir warten mit Spannung auf das neue Schulgesetz und das damit verbundene Ausführungsreglement, das zentrale Details bestimmt. Auch der Lehrplan 21 beschäftigt uns. Da erwarten wir die entscheidenden Beschlüsse und können dann den weiteren Ablauf und die finanziellen Folgen abschätzen, damit wir den Plan dann sauber umsetzen können. Wir müssen vorausschauen, aber dabei auch die alltäglichen Probleme nicht ausser Acht lassen. fca

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