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Die Unbekümmertheit ist verflogen

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Die Unbekümmertheit ist verflogen

Fussball 1. Liga – Düdingen kassiert die zweite Niederlage in Folge

Während den gesamten neunzig Minuten kam Düdingen nicht so richtig ins Spiel. Obwohl die Sensler kurz vor der Pause zum 1:1 ausgleichen konnten, vermochten sie auch in der zweiten Hälfte keine Akzente zu setzen. Mehrere verletzungsbedingte Ausfälle erschwerten die Aufgabe noch zusätzlich.

Von MARKUS RUDAZ

Nach den vier Startsiegen in Cup und Meisterschaft und dem Traumlos Thun als nächstem Cup-Gegner war in Düdingen neben und auf dem Rasen eine regelrechte Euphorie ausgebrochen. Doch nun verlor das Team von Trainer Jean-Claude Waeber zweimal hintereinander und muss sich wieder mit der Realität eines Aufsteigers befassen. War die Niederlage in Carouge gegen einen starken Gegner noch durchaus entschuldbar gewesen, gab die Leistung am letzten Samstag zu Hause gegen Bex schon eher zu denken.

Ohne Biss, unkonzentriert und hinten löchrig, so kann die Leistung der Düdinger in diesem Spiel bezeichnet werden. Von Beginn weg waren es die Gäste, die das Spieldiktat übernahmen und mit einfachem, aber effizientem Spiel zumeist in Ballbesitz waren. Vielleicht wäre alles anders gekommen, hätte Stulz’ Tor in der 22. Minute gezählt, statt dass es wegen einer Offsideposition nicht gewertet wurde – vielleicht. Denn gleich im Gegenzug gingen die Gäste in Führung: Einen Corner übernahm der heranbrausende Verteidiger Raczinski und flankte zum auf der anderen Seite ungedeckten Camara, der sich nicht zweimal bitten liess. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit vermochten die Einheimischen auf diesen Gegentreffer allmählich zu reagieren. Vorerst scheiterte Schneuwly jedoch noch alleine vor Hüter Mesce (40.). Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Zuschauer doch noch jubeln: Erneut war es Schneuwly, der alleine auf Mesce losziehen konnte – und diesmal trickste er den Waadtländer Schlussmann gekonnt aus.
Wer nun glaubte, dieser wichtige Treffer im besten Moment würde das Geschehen massgeblich beeinflussen, sah sich bald eines Besseren belehrt. Denn die Freiburger kamen erneut lethargisch aus den Kabinen. Erschreckend vorab die Schwächen in den Zweikämpfen, die zumeist verloren gingen. Dass der SCD keine einzige Karte gezeigt erhielt, ist zwar durchaus positiv, unterstreicht aber auch, wie körperlos die Sensler agierten. Und dann noch dies: Nach zehn Minuten konnte Jimenez von der linken Strafraumgrenze aus einen Freistoss treten. Alle Düdinger – inklusive Hüter Reto Spicher – erwarteten eine Flanke, doch der Ball segelte zentimetergenau in die entfernte obere Torecke zum erneuten Führungstreffer. Als kurz danach auch noch Lukas Schneuwly verletzungsbedingt ausschied, war das Spiel eigentlich gelaufen. Denn nun lief im Sturm endgültig nichts mehr, kamen die Pässe aus Mittelfeld und Verteidigung noch öfters ohne Ideen nach vorne. Endgültig besiegelt wurde das Schicksal der Düdinger, als Libero Gerhardt den durchbrechenden Clerget im Strafraum zurückhielt (65.). Den Penalty verwertete der starke Jimenez – immerhin zu Beginn der Partie nur auf der Ersatzbank – ohne Probleme. Genau diese Ersatzspieler fehlten Düdingens Trainer Waeber. Mit Favre und Bartels sassen dort nämlich ausgerechnet zwei zuletzt verletzt gemeldete Spieler, die wie Rudhani dem Spiel keine neuen Impulse zu vermitteln vermochten.
Düdingen – Bex
1:3 (1:1)

Birchhölzli. 250 Zuschauer. SR: Adrien Jaccottet. Tore: 22. Camara 0:1; 44. Schneuwly 1:1; 55./65. Jimenez 1:3.
SC Düdingen: R. Spicher; Gerhardt; Kaltenrieder, Schumacher (82. Favre); Lavorato, Brügger (91. Bartels), Giroud, D. Vogelsang, Krähenbühl; Stulz, Schneuwly (56. Rudhani).
FC Bex: Mesce; Thévenent, Pagano, Guemoun, Raczinski; Camara, Dubuis (75. Ramos), Clerget, Spreng; Dubois (88. Moret), Gleize (39. Jimenez).
Bemerkungen: Düdingen ohne die verletzten Fasel, D. Spicher, Wohlhauser und Bertschy sowie ohne Henchoz (Ausland). Verwarnungen an Pagano (33.) und Spreng (73.).
Nicht an die Grenzen gegangen

Natürlich war SCD-Trainer Jean-Claude Waeber nach der Niederlage nicht erfreut über die Leistung seiner Schützlinge: «Mehrere haben heute bei weitem nicht das gespielt, was sie eigentlich könnten. Natürlich wogen einige Ausfälle schwer, aber leider konnten die Ersatzleute sich nicht empfehlen.» Auch er hätte sich erhofft, dass der Ausgleichstreffer kurz vor der Pause seinen Spielern neue Moral geben würde, «doch stattdessen waren wir in der zweiten Halbzeit völlig statisch. Bex nutzte seine Räume geschickt aus. Gift war auch das unnötige zweite Gegentor, das uns endgültig geknickt hat.» Er hofft nun, dass die Qualifikation des neu verpflichteten Thun-Stürmers Adrian Moser diese Woche eintreffen wird und so dem Sturmspiel seines Teams neuen Schwung verleihen kann.

SCD-Präsident Pascal Baechler ist allerdings etwas weniger zuversichtlich: «Da mit dem Transfer von der Super League in die 1. Liga auch eine Reamateurisierung stattfinden muss, dauert dies natürlich etwas länger. Wir werden sicher kein Risiko eingehen und Moser erst einsetzen, wenn wirklich alle Papiere in Ordnung sind.» mr

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