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Die Union rüstet sich für die NLA

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26 Jahre lang war Tafers-Freiburg ein fester Bestandteil der Badminton-NLA gewesen, ehe der Abstieg in die NLB am Ende der Saison 2015/16 der stolzen Serie ein abruptes Ende bereitet hatte. Lange musste die Union indes nicht in der zweithöchsten Liga darben. Nach nur einem Jahr gelang im Frühling der angestrebte Wiederaufstieg auf souveräne Art und Weise. Seither bastelt der Verein an seinem Team für die Rückkehr in die Nationalliga A – und hat inzwischen eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

Drei ausländische Verstärkungen

Mit dabei ist das Männerquartett Olivier Andrey, Roger Schmid, Thomas Lüthi und Andrin Wäfler. In der NLB waren die vier nur selten gefordert worden. In kaum einer anderen Sportart ist das Leistungsgefälle zwischen der höchsten und der zweithöchsten Spielklasse allerdings so gross wie im Badminton. Jedes NLA-­Team hat mehrere ausländische Verstärkungsspielerinnen und -spieler in seinen Reihen. Um da konkurrenzfähig zu sein, hat die Union im Ausland drei Verstärkungen rekrutiert: den Israeli Misha Zilberman, den Schotten Patrick MacHugh und den Bulgaren Ivan Rusev.

Der 28-jährige Zilbermann ist ein ausgewiesener Einzelspezialist, fünffacher israelischer Meister und dreifacher WM-Teilnehmer. Im BWF World Ranking wird er aktuell auf Rang 46 geführt. Ebenfalls Einzel und auch Doppel wird der 24-jährige Rusev für Tafers-Freiburg bestreiten. In der vergangenen Saison trat er für den NLA-Verein Uni Basel jeweils im ersten Herreneinzel an, in 14 Einsätzen resultierten 3 Siege und 11 Niederlagen. Mit dem 25-jährigen MacHugh hat die Union zusätzlich einen Doppel- und Mixedspezialisten engagiert. Er ist die aktuelle Weltnummer 54 im Doppel und stand unter anderem an der WM 2013 für Schottland im Einsatz.

«Katze im Sack gekauft»

Im Ernstkampf habe man Zilberman und MacHugh noch nie gesehen, gesteht Stephan Dietrich, Assistenztrainer von Tafers-Freiburg. «Da haben wir gewissermassen die Katze im Sack gekauft. Was die Ausländer tatsächlich für uns bewegen können, werden wir erst sehen, wenn die Meisterschaft losgeht und man weiss, mit welchen Verstärkungen die anderen Teams antreten. Dieses Jahr waren extrem viele Spieler auf dem Markt und empfahlen sich für Engagements in der Schweiz. Ich bin gespannt, wie sich das auf das Niveau der Meisterschaft auswirken wird.»

Hatte sich die Union ­lange dagegen gesträubt, ausländische Verstärkungen für die Meisterschaftsspiele einzufliegen, so kann sie sich dem allgemeinen Trend in der Badminton-NLA nicht mehr entziehen. Auch die Freiburger müssen künftig ihre Söldner am Morgen vor dem Interclubmatch am Flughafen abholen, ihnen nach dem Spiel eine Antritts- und allenfalls eine Siegprämie in die Hand drücken und sie anschliessend wieder in Richtung Heimat verabschieden. «Unser Budget ist darauf ausgelegt, dass wir pro Spiel mit zwei Ausländern antreten können. Wie viele es dann tatsächlich sein werden, hängt von taktischen Überlegungen ab.»

Transfercoup bei den Frauen

Weil man bereits letzte Saison in der NLB bei den Frauen nicht konkurrenzfähig war, suchte die Union eine NLA-erprobten Schweizer Spielerin. Fündig geworden ist sie beim Playoff-Halbfinalisten St. Gallen-Appenzell in der Person von Cé­line Burkart. Mit dem Zuzug der 21-jährigen Schweizer Nationalspielerin ist der Union ein kleiner Transfercoup geglückt. Die reaktionsschnelle und technisch beschlagene Burkart ist eine absolute Doppelspezialistin und die unangefochtene Nummer eins der Schweiz. Zusammen mit ihrem Mixedpartner, ihrem Freund Oliver Schaller, hat sie schon einige internationale Erfolge feiern können und strebt die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo an. «Wir hoffen, dass es zwischen Célines internationalem Turnierplan und unseren Interclubspielen möglichst wenig Überschneidungen geben wird und sie oft für uns spielen kann», sagt Dietrich. «Céline ist ein sehr wichtiger Faktor in unserem Team.»

Überraschende Rückkehr von Nicole Schaller

An der Seite von Burkart wird im Doppel Nicole Schaller zum Einsatz kommen. Die Schmittnerin, die jahrelang zur nationalen Spitze gehörte und im BWF World Ranking zwischenzeitlich gar als Nummer 48 geführt wurde, hatte bereits mehrere Saisons für die Union gespielt, ehe sie im vergangenen Herbst ihren Rücktritt vom internationalen Badmintonsport gegeben hat. Vorausgegangen war eine langjährige Verletzungsmisere. Trotz mehreren operativen Eingriffen blieben die Schmerzen in der Hüfte, weshalb die 24-Jährige ihr Racket an den Nagel hing.

Dass die Senslerin nun auf den Badmintoncourt zurückkehrt, ist überraschend. «Zwei Gründe waren ausschlaggebend, dass ich es nochmals versuche», sagt Schaller. «Erstens die Verpflichtung von Céline. Ich glaube, wir werden zusammen ein cooles Doppel bilden. Und zweitens der Umstand, dass Tafers-Freiburg wieder in der NLA spielt. Das ist gut für das Badminton im Kanton, und ich möchte mithelfen, etwas für die Zukunft aufzubauen.»

Seit ein paar Tagen ­trainiert Nicole Schaller wieder mit der Union. «Ich gehe alles ganz langsam an und werde schauen, wie mein Körper auf die Belastung reagiert. Klar ist, dass ich nur Doppel spielen werde, weil da die Belastung anders ist als im Einzel.» Wunderdinge darf man von Schaller in der nächsten Saison sicherlich keine erwarten. Dank ihrer Klasse und Routine wird sie aber auch mit verhältnismässig geringem Trainingsaufwand in der NLA im Doppel mithalten können.

Jungtalent im Einzel

Für die Einzel hat Tafers-Freiburg Indira Dickhäuser vom BC Zürich engagiert. Die Schweizer U17-Nationalspielerin absolviert momentan in Kaiserslautern die Sportschule und nimmt für ihre Interclub-Einsätze mit der Union jeweils eine sechsstündige Fahrt in Kauf. «Bei den Frauen sind wir extrem gut besetzt, und auch bei den Männern haben wir gute Optionen», gibt sich Assistenztrainer Dietrich optimistisch. «Mit diesem Team müssen wir uns in Richtung NLA-Playoffs orientieren.»

Für Tafers-Freiburg beginnt die NLA-Saison am 8. Oktober gegen Uzwil.

Kader Saison 2017/18

Union Tafers-Freiburg

Männer: Olivier Andrey, Thomas Lüthi, Patrick MacHugh (neu, Schottland), Ivan Rusev (neu, Bulgarien), Roger Schmid, Andrin Wäfler, Misha Zilberman (neu, Israel).

Frauen: Céline Burkart (neu, St. Gallen-Appenzell), Nicole Schaller (Rückkehr nach Verletzungspause), Irina Dickhäuser (Zürich).

Headcoach: Olivier Andrey.

Assistent: Stephan Dietrich.

Abgänge: Salomé Andrey, Fabienne Küttel, Stephanie Küttel, Marie Magnin.

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