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Die Wirtschaft wächst von innen

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Staatsrat Beat Vonlanthen sieht die Freiburger Wirtschaft in einer historischen Übergangsphase. Während vor 30 bis 40 Jahren Freiburg von einem Agrar- zu einem Industriekanton wurde, erkennt der Freiburger Volkswirtschaftsdirektor nun einen Wandel von der klassischen zur innovationsbetonten Produktion.

An der gestrigen Pressekonferenz zum Jahresbericht 2014 der Wirtschaftsförderung in Enney illustrierte der Direktor der Wirtschaftsförderung, Jean-Luc Mossier, dies durch die Arbeitsplatzentwicklung in den letzten Jahren. 2010 kündigten die von der Wirtschaftsförderung unterstützten Unternehmen 832 neue Arbeitsplätze für den Kanton an. Diese Zahl ging ein Jahr später auf die Hälfte zurück, wächst seither aber stetig bis auf 731 angekündigte neue Arbeitsplätze im letzten Jahr.

«2010 war der Höhepunkt der grossen Industrieprojekte von auswärts», so Mossier. «Ein Jahr später brach dies mit dem Ende des Bonny-Beschlusses ein. Zuvor hatte Freiburg sein Wachstum dem Zurverfügungstellen von grossen Grundstücken und Steuererleichterungen verdankt. Seither ist das Rezept ein anderes: Es ist eine Entwicklung von innen mit kleineren Firmen und immer neuen Innovationsprojekten. Im Mittelpunkt steht die Blue Factory.»

Drei Innovationszentren

Die Blue Factory hat die Wirtschaftsförderung in den letzten Jahren intensiv beschäftigt, nun ist sie mit der erfolgten Gründung einer Aktiengesellschaft in die Selbständigkeit entlassen. «Die Blue Factory ist ein Schaufenster der Innovation», sagte Mossier. Die vier dort angesiedelten Innovationsplattformen versprechen 110 Arbeitsplätze. Davon können Unternehmen im ganzen Kanton profitieren.» Mossier weist auch darauf hin, dass mit der Zone «Le Vivier» in Villaz-St-Pierre und dem Marly Innovation Center zwei weitere Innovationszentren zum Trend beitragen.

Staatsrat Beat Vonlanthen sagte, dass aufgrund des schwierigen Umfelds wie der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und der Frankenstärke für die Wirtschaft eine Sturmwarnung gelte. Die Freiburger Wirtschaft hisse aber die Innovation als Segel, um voranzukommen.

Im Vergleich zum Vorjahr kann die Freiburger Wirtschaftsförderung mehr neue Projekte, mehr angekündigte Arbeitsplätze und auch mehr erwartete Investitionen bekannt geben (siehe Kasten).

Eine überwiegende Mehrheit der Arbeitsplätze und Investitionen geht auf Freiburger Unternehmen zurück. Entsprechend hat die Wirtschaftsförderung auch 75 Prozent ihrer finanziellen Mittel zur Unterstützung lokaler Erweiterungsprojekte aufgewendet.

Fast in jedem der vergangenen Jahre dominierte ein grosses Entwicklungsprojekt die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons, wie UCB Farchim, Agroscope, Nespresso oder Pharma Focus. 2014 war die Unternehmenserweiterung von Liebherr die grosse Erfolgsmeldung der Wirtschaftsförderung.

Wenn auch die Firmenansiedlungen von ausserhalb des Kantons zuletzt markant zurückgingen, so sind die Freiburger Verantwortlichen mit der Entwicklung der Greater Geneva Berne Area (GGBA) zufrieden. «Wir haben gelernt, mit ihr zu arbeiten», so Mossier. Über GGBA gab es für Freiburg 2014 vier Ansiedlungsprojekte, darunter Hemasoft, ein spanisches Unternehmen für Informatiklösungen bei Bluttransfusionen.

Zahlen und Fakten

Rund doppelt so viele Investitionen geplant

Das Jahr 2014 war für die Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg nach eigener Einschätzung ein gutes Jahr. Insgesamt 32 Erweiterungs- und Gründungsprojekte der Unternehmen und Technologieplattformen werden in den nächsten Jahren im Kanton 730 Arbeitsplätze schaffen und Investitionen von 250 Millionen Franken generieren, teilte Direktor Jean-Luc Mossier gestern mit. Das ist mehr als im Vorjahr mit 22 Projekten, 722 angekündigten Stellen und 119 Millionen Franken Investitionen. Zur Bilanz 2014 tragen die Freiburger Unternehmen einen wesentlichen Anteil bei, werden diese doch 600 neue Stellen schaffen. Die neue Regionalpolitik brachte dem Kanton 2014 zehn neue Projekte, für die 18 Millionen Franken genehmigt wurden. Über die Greater Geneva Berne Area kamen vier Ansiedlungsprojekte mit total 38 Arbeitsplätzen zustande. Gesamthaft sind aber die von auswärts initiierten Firmengründungen im Kanton von 2010 bis 2013 um 21 Prozent und die damit geplanten Stellen um 60 Prozent zurückgegangen. Entsprechend investiert die Wirtschaftsförderung 75 Prozent ihrer Mittel in Freiburger Projekte und 17 Prozent in ausländische. Einen leicht rückläufigen Trend nehmen die Steuererleichterungen für Unternehmen in der Höhe von rund 60 Millionen Franken.uh

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