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Die Wohnbaugenossenschaft Sicoop hat sich definitiv aufgelöst

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 «Sicoop Centre, Genossenschaft. Die Gesellschaft wurde mit Entscheid der Generalversammlung vom 20.8.2015 aufgelöst», stand kürzlich im Schweizerischen Handelsamtsblatt. Gleich darunter hiess es: Dieselbe Information für die Genossenschaft Sicoop Schönberg. «Es ist der letzte, grosse Schritt einer langen Geschichte», sagt dazu Patrick Vez, Generaldirektor des Treuhandbüros Fiduconsult in Freiburg, auf Anfrage.

 Die Vorgeschichte: Die Genossenschaft Sicoop wurde 1965 gegründet mit dem Ziel, günstige Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Während guten Zeiten verfügten die verschiedenen, im ganzen Kanton verteilten Zweigstellen über mehr als 500 Wohnungen im Wert von rund 130 Millionen Franken. In der Mitte der 1990er-Jahre geriet die Genossenschaft wegen der steigenden Mietpreise und dem Fall der Gebäudewerte jedoch ins Schleudern: Die Mieten waren plötzlich nicht mehr erschwinglich, was dazu führte, dass ein Teil der Wohnungen leer stand. Dies schlug sich schliesslich auch in den Finanzen nieder. Im Jahr 2000 wurde Michel Vez, damaliger Verwaltungsratspräsident von Sicoop, Direktor der Treuhandgesellschaft Fiduconsult und Vater von Patrick Vez, beauftragt, die Situation der überschuldeten Sicoop zu untersuchen. Da die Analysen die finanziellen Schwierigkeiten der Sicoop-Gruppe bestätigten, traten im Juni 2001 alle Verwaltungsräte ausser dem Präsidenten zurück. Das Friedensgericht ernannte daraufhin Michel Vez zum Beistand von zehn der elf Gesellschaften (die FN berichteten). Einzig die «Sicoop La Résidence des Chênes» im Freiburger Schönberg wird nach wie vor selbstverwaltet.

Alle Gebäude verkauft

In den letzten Jahren hätten die verschiedenen Gesellschaften nach und nach ihre Gebäude an Dritte verkauft und seien aufgelöst worden, sagt Patrick Vez den FN.

Mit dem Geld aus den Verkäufen seien in erster Linie die Gläubiger entschädigt worden. Als letzte Gesellschaft habe die Sicoop Schönberg im Jahr 2010 ihre rund 200 Wohnungen an einen Privaten verkauft. Mit dem Verkauf dieser letzten Gebäude der Genossenschaft sei auch Sicoop Centre, die als Regie für die Verwaltung der Wohnungen zuständig gewesen war, überflüssig geworden, erklärt Patrick Vez. «Nun werden wir noch einige Monate brauchen, um alle Rechnungen zu bezahlen. Dann ist das Dossier abgeschlossen.» rb

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