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Die Zeit wird langsam knapp

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Das Bahnmuseum Kerzers braucht bis Ende Jahr ein neues Ausstellungsgelände

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

In Kerzers – in der Nähe des Bahnhofs – finden Eisenbahnnostalgiker ein kleines Paradies. Beidseitig der Geleise stehen insgesamt rund 100 Schienenfahrzeuge. Dazu gehören Zugfahrzeuge, Güter- und Passagierwagen ebenso wie Grubenfahrzeuge und Draisinien. Unter anderem steht auch der älteste Kesselwagen der Schweiz im Bahnmuseum Kerzers.Vor sieben Jahren hatten Rolf und Roger Wymann angefangen, historische Schienenfahrzeuge zu sammeln. Die ersten Exemplare – meist Kleinserienfahrzeuge und Unikate – wurden im Garten platziert. Später stellte das benachbarte Exotenholz-Sägewerk Johner den beiden Eisenbahnidealisten – Vater und Sohn – ein rund 500 Meter langes Anschlussgleis zur Verfügung.

Rückzug nach Formfehler

Doch dieses Anschlussgleis steht dem Bahnmuseum nicht mehr lange zur Verfügung – laut Roger Wymann voraussichtlich bis Ende Jahr. Die Sägerei soll verkauft werden. Was dann mit dem Areal passiert, ist noch unklar.Dass sich Rolf und Roger Wymann nach einem neuen Ausstellungsplatz für einen Teil ihrer Museumsstücke umsehen müssen, wurde ihnen bereits vor einem Jahr mitgeteilt. Und eigentlich wären sie auch schon fündig geworden. «Das Bahndepot in Payerne aus dem Jahr 1876 steht leer», erzählt Roger Wymann. Mit der Immobilienabteilung der SBB hatten sich die beiden über den Kaufpreis von 240 000 Franken geeinigt.Doch einige Zeit später machten die SBB einen Rückzieher. Es sei ein Formfehler passiert, hiess es. Das Depot müsse zuerst öffentlich ausgeschrieben werden.

Historisches Gebäude

Die Angebotsfrist für die Ausschreibung läuft Ende Oktober ab. Roger Wymann befürchtet, dass andere Interessenten den Kaufpreis in die Höhe treiben und das Bahnmuseum nicht mehr mithalten kann.«Dabei wäre das Depot ideal», meint Roger Wymann. Es ist das älteste der Broyetallinie und deshalb historisch ebenso wertvoll wie die Schienenfahrzeuge des Museums.Von der Immobilienabteilung der SBB war am Montag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Wenn das Bahnmuseum Kerzers den Zuschlag für Payerne nicht erhält, dann ist guter Rat teuer. «Dann bleibt nur noch das Ausland. Wir haben eventuell in Zwickau in Ostdeutschland etwas in Aussicht», so Roger Wymann. «Aber das können wir ja dann von Kerzers aus kaum noch selber leiten», sagt er. Ganz abgesehen davon, dass ein Museum mit Schweizer Schienenfahrzeugen in Deutschland etwas deplatziert wirke.www.bahnmuseum-kerzers.ch

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