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Claudine Brohy 16.05.2013

Po ke le patê vèkechichè!

Le canton de Fribourg présente une grande diversité linguistique. En plus des langues standard, l’allemand et le français avec ses caractéristiques lexicales, phonétiques et prosodiques bien spécifiques et reconnaissables dans toute la Suisse romande, il existe une multitude de dialectes, des deux côtés de la frontière des langues. Les locuteurs sont fiers de parler des dialectes alémaniques distincts, ceux de la Singine, du Moratois, de Cormondes, de Bellegarde, où l’on parle une variété qui a pu garder des traits typiques et archaïques grâce à la situation géographique de la commune, nichée dans la montagne, entre des protestants parlant bernois et des catholiques parlant français.

 Mais la partie romande du canton présente également une richesse linguistique, avec ses patois, variétés du francoprovençal, ou de l’arpitan, néologisme de plus en plus utilisé. Toutefois, la politique centralisatrice et jacobine de la France à l’égard des langues régionales a aussi eu des effets dévastateurs sur l’emploi des parlers francoprovençaux en Suisse. Le canton de Fribourg n’était pas reste. Le Règlement des écoles primaires de 1942 stipulait d’ailleurs : «L’usage du patois est sévèrement interdit dans les écoles; la langue française et l’allemand grammatical (Schriftdeutsch) sont seuls admis dans l’enseignement.» Si, comme on sait, ce genre de directives n’a eu aucune incidence sur l’utilisation des parlers alémaniques, la politique linguistique éducative à l’égard du francoprovençal a eu des conséquences dramatiques.

La Suisse est fière de colporter et d’exporter l’image d’un pays pluriel, multilingue et pluriculturel. Elle a d’ailleurs ratifié la Charte européenne des langues régionales ou minoritaires en choisissant de protéger l’italien, le romanche et les langues minoritaires des cantons bilingues, ainsi que le yéniche et potentiellement aussi le yiddish, la langue des Juifs, d’origine germanique. Des associations et des personnes s’engagent afin que la Suisse accorde enfin aussi une protection au francoprovençal par le biais de la Charte. Le canton de Fribourg peut sans doute faire beaucoup plus pour sa promotion et sa protection, en encourageant son utilisation dans les familles, les écoles et les domaines en dehors du folklore. Il pourrait aussi promouvoir sa riche diversité linguistique en inscrivant son plurilinguisme cantonal au patrimoine immatériel de l’UNESCO. Po ke le patê vèkechichè, i fô l’inpyèji (Pour que le patois vive, il faut l’utiliser)!

 

Claudine Brohyist Linguistin und wohnt in Freiburg. Sie ist zweisprachig aufgewachsen, hat in Freiburg und in Kanada studiert. Sie interessiert sich für die verschiedenen Aspekte der Zweisprachigkeit und ist Mitglied einer FN-Autoren-Gruppe, die im Monatsrhythmus frei gewählte Themen zur Zweisprachigkeit bearbeitet. Die Autorin tut dies auf Wunsch der Redaktion mal auf Deutsch, mal auf Französisch.

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Pio Brönnimann 08.05.2013

Und am Schluss gewinnt der SCB!

Die Hockeysaison 2012/13 ist mindestens in der Schweiz Geschichte. An der WM allerdings wird noch hart gefightet, leider ohne Freiburger Beteiligung, aber bis jetzt doch sehr erfolgreich.

Die vergangene Saison war für mich besonders spannend, da sowohl der SCB wie auch Gottéron «meine» Vereine sind. Angefangen habe ich in dieser für Zuschauer besten Sportart vor mehr als vierzig Jahren in Bern. Mit meinem Grossvater durfte ich als Dreikäsehoch jeweils an die Samstagsspiele. Mehr als eine Stunde vor Spielbeginn standen wir vor dem Gittertor, bewaffnet mit einer grossen Holzkiste, auf die ich mich während dem Spiel stellte, damit ich auf das Spielfeld sehen konnte. Auf den offenen Stahlrohrtribünen des damaligen Stadions der KWD war es immer bitterkalt. Ich erinnere mich noch an den wärmenden Pausenpunsch und die regelmässigen Frostbeulen an den Füssen, welche den Nachhauseweg zur Tortur werden liessen.

 In den letzten Jahren galt mein Interesse dann immer mehr Freiburg-Gottéron. Diese Saison nun hat die Mannschaft zum 75-Jahr-Jubiläum ganz gross aufgespielt. Der SCB war doch eigentlich schon lange (besonders gegen Servette) beinahe ausgeschieden. Es gelang ihnen aber immer, in extremis wieder zurückzukommen. Die Finalserie war super spannend. Besonders beeindruckt hat mich, wie die beiden Mannschaften in den sechs Spielen das Gesicht wechselten und plötzlich ganz anders auftraten. Es war ein grosses Erlebnis, wie eine Mannschaft an einem Abend absolut dominant auftrat und dann beim nächsten Spiel chancenlos war. Taktik und Können sind sicher sehr wichtig, aber am Schluss ist es doch die momentane Psyche, welche entscheidet. Die Berner waren wie die deutsche Fussballnationalmannschaft–in den wichtigen Momenten einfach nicht zu bezwingen. Eindrücklich aber auch das Freiburger Publikum, besonders beim finalen Spiel in Bern. Es gab im letzten Drittel für Gottéron eigentlich nichts mehr zu gewinnen, trotzdem wurde zwanzig Minuten lang ohne Unterbruch im Rhythmus geklatscht und gesungen. Das Berner Publikum ist bei erfolglosen Spielen jeweils bedenklich still.

Ja nun, Gottéron ist der grosse Wurf, welcher ihnen auch viele Berner Zuschauer eigentlich gegönnt hätten, nicht gelungen. Nach einem kurzen Sommer beginnt aber schon bald wieder die neue Saison. Für Mario Rottaris hoffe ich, dass er die Finalspiele SCB - Gottéron im nächsten Jahr live vor der Haustüre miterleben kann und nicht mehr aus dem stieren Zürcher TV-Studio kommentieren muss. Allez Gottéron!

Pio Brönnimannlebt und arbeitet in Ried bei Kerzers. Als dipl. Bauingenieur ist er heute Verwaltungsratspräsident der Weiss+Appetito Holding AG, einer Unternehmung aus dem Bau- und Dienstleistungsbereich. Als Vizepräsident des GIME (Groupement des Industriels de Morat et Environs) ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

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Marcel Enkerli 02.05.2013

Eine tolle Saison voller Erfahrungen

Wie erhofft hat Gottéron eine aussergewöhnliche Saison hinter sich. Wenn ich diese Revue passieren lasse, hat dies nichts mit einer Selbstbeweihräucherung zu tun. Viel mehr geht es darum, mir selbst klar zu werden, was alles erreicht worden ist. Alles hat angefangen mit dem Spiel der European Trophy in Liberec. Es war nicht das erste Spiel der Vorbereitung, aber dennoch ein erster Meilenstein. Liberec ist eine verschlafene Stadt mit einem tollen Sportkomplex inklusive einer Eishalle, die in der Schweiz seinesgleichen sucht. Beim Abflug aus Prag gab es ein kleines Problem zu lösen. Obwohl wir alles im Voraus bezahlt hatten, wollte die Fluggesellschaft nicht das gesamte Gepäck–circa eine Tonne Material–mitnehmen. Mit 1500 Euro war auch dieses Problem schliesslich gelöst, und so konnten wir die nächsten Tage in Stockholm in Angriff nehmen. Ich hatte kein schlechtes Gefühl und war überzeugt, dass wir das eine oder andere Spiel der Trophy gewinnen könnten. Aber wir mussten den Preis der Unerfahrenheit bezahlen und liessen alle Punkte in Schweden. Erfahrungen sammelt aber nur der, der etwas riskiert. So gesehen war diese European Trophy eine tolle Erfahrung.

Die Meisterschaft hat uns viele Gesichter gezeigt. So konnten wir Spiele gewinnen, in welchen wir in der Vergangenheit keine Chancen auf einen Punktgewinn gehabt hätten. Auf der anderen Seite haben wir doch das eine oder andere Spiel in den letzten Minuten noch hergeben müssen. Einer der grössten Events ist und bleibt der Spengler Cup. Die vielen Komplimente, aus der ganzen Schweiz, die das Team bekommen hat, zeugt davon, dass das Schweizer Eishockey auf gutem Weg ist, sich auch international zu beweisen. Durch die gute Saisonvorbereitung hat auch der von allen befürchtete Einbruch nach dem Spengler Cup nicht stattgefunden, was bemerkenswert ist.

Was dann kam, war schlichtweg phänomenal und kann nur noch mit einem Titel getoppt werden. Jeder einzelne, der diese Saison ein Teil von Gottéron gewesen ist, wird mir zustimmen, dass mit dieser Erfahrung in Zukunft alles möglich ist. Besonders wenn alle daran glauben und weiter hart arbeiten. Was uns die neue Saison bringen wird, vermag ich nicht zu sagen. Ich bin aber überzeugt, dass jeder wiederum sein Möglichstes geben wird, damit wir unsere Ziele erreichen. Mit den neuen Spielern wird unser Erfahrungsschatz noch grösser sein.

Nun freue ich mich auf die Weltmeisterschaft. Mit den Erfahrungen, welche wir in der Vergangenheit gemacht haben, ist auch für unsere Nationalmannschaft vieles möglich.

Marcel Enkerli ist selbständig und arbeitet im Sport- und Projekt-Management. Zudem ist er Teamchef der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft und von Freiburg-Gottéron. Als Sportschaffender ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

 

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Martin Schick 25.04.2013

Von rechts nach links lesen, bitte!

Gruss aus Brighton, einer kleinen Stadt im Süden Englands, wo die Menschen aus London hinziehen, die das Grossstadtleben nicht mehr aushalten und sich dem Schock des Landlebens nicht aussetzen wollen. Noch nie habe ich eine Stadt mit so vielen Verkleidungsläden und Fun-Artikel-Shops gesehen, hier findet sich ungeschlagen die grösste Dichte an Perücken, Masken und ausgefallenen Schuhen, wochentags zum Verkauf und am Wochenende auf der Strasse und am Strand. Über mögliche Zusammenhänge zwischen Flucht und Verkleidung werde ich weiter nachdenken. Falls es mich noch gibt. Ein Aufenthalt in England erscheint mir weit lebensgefährlicher als der in manch anderen in Verruf geratenen Reisedestinationen. Hier lauert die Gefahr an jeder Strassenecke!

 

Die Gefahr heisst: «Kulturelles Missverständnis.» Die Autos und vor allem die eilenden Busse kommen von links. Das weiss jeder. Aber der Kontinentler, so hat er das gelernt und inkorporiert, schaut nach rechts. Und setzt an zum ersten Schritt. Tatsächlich ist es nicht das einzige Phänomen, das einen darauf hinweist, dass doch etwas mehr Wasser dazwischen liegt als ein Genfersee, aber vielleicht das wundernswerteste. Wussten Sie, dass nicht die Briten, sondern wir anders herumfahren (ich vermeide hier mit Absicht das Wort «falsch»)? Es gibt nämlich einen sogenannt natürlichen Linksdrang der Natur und folglich auch der Dinge beziehungsweise der angewandten Regeln. Ja, fast alles dreht linksherum: Das Wasser im Abfluss der Badewanne, die Salatschleuder, die Marathonläufer, die Autos in der Formel 1, die Tangopaare … Als Teil der Natur haben wir diesen Drang selbstverständlich auch, was sich zum Beispiel darin zeigt, dass von hinten gerufene Menschen sich meist über links zurückwenden. Das hat wiederum damit zu tun, dass das Herz im Körper auf der linken Seite schlägt. Nimmt man einem Menschen in der Wüste den Kompass weg, dann läuft er einen riesigen Kreis nach links. Das hat man schon unlängst erkannt, und so ist es denn auch in den meisten Supermärkten so, dass Dinge, die der Kunde so oder so kauft, tendenziell rechts stehen und die Dinge, die dem Sektor Luxusprodukte angehören, zumeist links aufgestellt sind.

 

Zurück zum Autofahren: Der gemeine Ritter war normalerweise Rechtshänder und trug sein Schwert links. Kam ihm ein Unbekannter entgegen, so konnte er am linken Wegrand mit der rechten Hand sein Schwert ziehen und er hielt es über die Mitte der Fahrbahn. Linksverkehr war folglich ideal zum Kämpfen. Napoleon änderte das Linksreiten, aus dem überzeugenden Grund, alte Ideale abzuschaffen, um neue aufzubauen, und das hat sich bis heute so gehalten. Da nun Napoleons Macht nicht bis nach England gedrungen ist, gibt es da noch immer Linksverkehr. Sagt man. Wer ist eigentlich «man»? Keiner kann sagen, er oder sie ist «man». Also hat es «Keiner» oder «Viele» gesagt. «Keiner» hat es nicht gesagt, sonst wüsst ich es nicht, also haben es «Viele» gesagt, und «Viele» haben immer recht. Zumindest kenne ich bisher kein Gegenargument.

 

 Derweil schreibe ich diesen Gruss sicher mit beiden Händen am Computer. Wir leben in einem Zeitalter, wo vielleicht die Unterscheidung von rechts und links bald nicht mehr so wichtig ist, weil wir beidseitig trainiert sind oder Technologien entwickeln, die einen sicheren Blick nach vorne erlauben. Die ungewollt politische Endkurve dieser Kolumne geht nun wohl eher links herum. Und nun zur Werbung: Dieses Jahr darf ich das Festival Belluard eröffnen mit einem Stück getitelt: «Holiday on stage». Eine zeitlose Show und einzigartige Unterhaltung, überraschend, zugänglich und eine spektakuläre Erfahrung. Das ist zwar der Text von «Holiday on Ice», aber passt doch ganz gut, im Versuch, manipulative Strategien der «Grossen» aufzugreifen und versuchsweise humorvoll auf der Bühne umzusetzen und zu diskutieren … Hoffentlich auch mit euch! Premiere: 28. Juni 2013.

Martin Schickist Theater- und Filmschauspieler und Performance-Künstler. Er wuchs in Tafers auf und lebt derzeit hauptsächlich in Berlin. Als Kulturschaffender ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

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Heinz Pfander 11.04.2013

Auf Haitegg in de Griin folgt Blu Fäggteri

Gastkolumne

Nach bald zehn Jahren «Hightech in the Green»-Euphorie heisst das neue Zauberwort in der Freiburger Wirtschaftsszene Blue Factory. Also quasi Hightech in the Green in the City. Da gilt es, den Durchblick zu bewahren, um nicht plötzlich nur noch rotzusehen …

 Selbstverständlich sind all diese Bemühungen, welche der wirtschaftlichen Entwicklung förderlich sind, zu würdigen. Nun regen aber Berichte und Kommentare in verschiedenen Bevölkerungskreisen zu Diskussionen an und deshalb seien auch hier einige Überlegungen, aus Sicht des «normalen» Gewerbes, erlaubt.

Der Reihe nach: Was wurde nicht schon alles über die lieb gewonnene und offenbar Freiburg verkörpernde Brauerei Cardinal geschrieben und diskutiert. Angefangen bei der Übernahme durch Feldschlösschen, gefolgt von der Restrukturierung und schliesslich vor zwei Jahren bei der Entlassung der letzten 60 Mitarbeitenden.

Da gingen zu recht ganze Völkerstämme, Politiker und Gewerkschafter mit wehenden Fahnen auf die Strasse, kämpften um Solidarität und Arbeitsplätze. Dass vor acht Jahren und knapp gleich viele Kilometer weiter östlich im deutschsprachigen Kantonsteil, ebenfalls 120 Leute die Stelle verloren, liess die sonst für alles kämpfenden Genossen kalt. Das war wohl nicht ihr Bier … Eine Antwort darauf gab es nie … as isch haut a so!!! Man sah offenbar in den Spielautomaten mehr Suchtpotenzial als im Alkohol.

Zurück zum Bier respektive dem danach frei gewordenen Cardinal-Areal. Zuerst sei mal festgehalten, dass all die hier verwendeten englischen Ausdrücke aus der Feder der verantwortlichen Kommunikationsstellen stammen und diese nicht auf dem Mist des Kolumnisten gewachsen sind.

Blue Factory–der erste CO2-neutrale Park in der Schweiz, soll also diverse noch zu gründende Hightechfirmen in die City locken. Genug Zeit bleibt! Das jetzt kommunizierte Timing geht davon aus, dass das Konstrukt so in 20 bis 30 Jahren fertig gebaut sein wird. Bis dahin können die bereits jetzt in der Region funktionierenden Betriebe und ihre Mitarbeitenden weiterhin dafür besorgt sein, dass auch die finanzielle Machbarkeit solcher Projekte sichergestellt wird.

Mit den vorerst vier definierten technologischen Kerngebieten, wie dem «Smart Living», der «Bio Factory», dem «Swiss Integrated Center in Human Health» sowie dem «WTZ-FR», scheinen wichtige Weichen gestellt worden zu sein. Man wagt kaum zu fragen, was sich denn hinter diesen supercool und etwas abgehoben tönenden Projekten versteckt. Auch bei mehrfachen Versuchen, die genauen Tätigkeiten und deren wirklichen Nutzen zu verstehen, bleibt der Aha-Effekt meistens aus!

In eigentlich rühmenswerter Absicht wird unablässig diskutiert, projektiert und wohl auch etwas fantasiert. Nun scheinen die Ziele aber doch klare Konturen anzunehmen. Nachdem ein Zürcher Architekturbüro den Auftrag von Kanton und Stadt erhalten hat, kann es ja nur noch rasch vorwärtsgehen. Der gewählte Name «Steamboat» lässt allerdings nichts Gutes ahnen, vielleicht wäre «Speedboat» wegweisender?

Visionen sind nötig. Zu versuchen Firmen auch aus dem Ausland anzuziehen und Start-ups zu fördern, ist sinnvoll. Die eigenen, bereits ansässigen Unternehmen dabei aber nicht zu vergessen, sie zu unterstützen, mit einzubeziehen und nicht noch mit oftmals unsinnigen Auflagen zu behindern, ist für die Entwicklung unserer Region aber mindestens so wichtig. Thanks a lot!

Heinz Pfander,Unternehmer in Düdingen, ist Inhaber der ATEC Personal AG und REGA-TEXT-TV, Gastgeber der Wallenried-Gespräche und Initiant des PRIX-ATEC. Als Mitglied des Gewerbeverbandes Sense ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

«Man sah offenbar in den Spielautomaten mehr Suchtpotenzial als im Alkohol.»

 

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Susi Fux-Löpfe 28.03.2013

Lieber Osterhase

Danke, dass ich dieses Jahr ein paar feine Schoggieier an deiner Stelle verteilen darf! Du bekommst die ersten 000000000 000 (12) Eier.

00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 (200) Eier schenke ich Frau Holle, damit sie endliche eine Pause macht mit Kissenschütteln.

 00 (2) Eier bekommt Frau Chassot, eines für sich und eines für den Syndic, auszuhändigen, sobald er Fribourg auch auf Deutsch lesen und schreiben kann.

000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 (150) Trosteier für das Spital Merlach, wer weiss, vielleicht dürfen sie bald wieder mehr lachen.

Herr Minder bekommt 0 (1) Ei und die Juso 000000000000 (12), das steht doch so in einem wunderbaren Verhältnis.

00000000000000000000 (20) Geburtstagseier für das Kellerpoche: Möge uns die deutschsprachige Kleinkunst noch lange erhalten bleiben. Happy Birthday!!!

00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 (80) Überraschungseier an die Paulusdruckerei, vielleicht befindet sich auch ein neuer Kunde darunter.

000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 (60) Eier bekommen die Bibliotheken, für ihre wertvolle, wenig honorierte Arbeit.

Die restlichen 000000000000 0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 (610) dürfen sich die geduldigen Leser dieses Artikels teilen–denn Schoggi macht GLÜCKLICH. (Wer braucht da noch Millionen?)

Frohe Ostern!

 

 Susi Fux-Löpfeist ausgebildete Kindergärtnerin und betreibt seit 1985 das Figurentheater Susi Fux mit einem Repertoire aus selbst erfundenen, kindernahen Mundart-Geschichten. Als Kulturschaffende ist sie in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

 

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Boris Boller 21.03.2013

Zielgruppen

Das vor wenigen Wochen vorgestellte neue Logo der Stadt Freiburg findet keine ungeteilte Begeisterung, wie die Generalratsdebatte und die entsprechende Berichterstattung zeigten.

Logos, die meist aus einer möglichst unverwechselbaren Verbindung von Buchstaben und Symbolen bestehen, sind mittlerweile unverzichtbare Bestandteile der Selbstdarstellung von Organisationen geworden. Institutionen allgemein, insbesondere Firmen sowie Regionen und Ortschaften (auf Neudeutsch also die mittlerweile ebenfalls als Konkurrenten verstandenen Wirtschafts-, Handels- oder Bildungsstandorte) haben bei der Schaffung von Logos ähnliche Ziele: Beide versuchen damit zu einem Image beizutragen, das sie als möglichst einzigartig und als perfekt für ihre jeweilige Zielgruppe darstellt.

 Dazu kommt oft noch ein Slogan, der die jeweilige Einzigartigkeit weiter hervorheben soll; Zürich zum Beispiel wechselte seinen Slogan in den vergangenen Jahren von «Little Big City», über «Downtown Switzerland» zu «World Class. Swiss Made». Freiburg wiederum setzt seit mindestens den 1960er-Jahren beständig auf «Ville d’art et d’études» – was allerdings nicht im städtischen Logo erscheint.

Im Vergleich mit dem schon bei seiner Einführung vor rund zehn Jahren oft als ausgesprochen altbacken – und doch nicht nostalgisch – bezeichneten Logo der Stadt Freiburg nimmt sich das neue grafisch doch etwas konsequenter und optisch ansprechender aus. Die Gestaltung war aber auch nicht der Stein des Anstosses. Das Problem findet sich vielmehr bei den durch das Logo implizit definierten beziehungsweise ausgeschlossenen Zielgruppen.

Turnschuhhersteller etwa können ihre jeweilige Zielgruppe beispielsweise auf eher sportlicher oder eher modebewusster Ebene ansprechen. Die Zielgruppe der Städte besteht jedoch in erster Linie aus ihren gegenwärtigen und allenfalls potenziellen Bewohnern und Unternehmen. Wobei für ausgesprochene Tourismusdestinationen wieder etwas andere Regeln gelten. Das Problem des exklusiv französischsprachigen Freiburger Logos besteht jedoch darin, dass ein grosser Teil der Zielgruppe, nämlich die deutschsprachigen Bewohner, sich damit ausgeklammert sieht. Wenn wir den Syndic richtig interpretieren, ist er jedoch der Meinung, dass mit der zweisprachigen Bahnhofsbeschriftung bis auf weiteres genug für die Freiburger Zweisprachigkeit getan wurde.

So viel zu sprachpolitischen Fragen, das Problem weist aber noch eine grafische und ästhetische Seite auf. Wie kann ein ansprechendes und zeitgemässes zweisprachiges Design – nun mit oder ohne Saaneschlaufen – geschaffen werden, ohne überladen zu wirken? Nicht überall geht’s so wie im Südtiroler Meran, das seinen italienischsprachigen Anteil im Tourismuslogo mit einem andersfarbigen «o» der deutschen Bezeichnung einfach anhängen kann.

Die Berücksichtigung beider Sprach- als Zielgruppen kann aber bei allem guten Willen auch mal schief gehen, wie das Jubiläum eines städtischen Einkaufszentrums neulich zeigte: Zur Feier des Tages verteilte das Unternehmen Einkaufstaschen, auf deren Seiten der Slogan des Hauses je auf Deutsch und Französisch prangte. Auf Deutsch wird uns in Grossbuchstaben mitgeteilt, dass sich das Beste im «Zentrum» befinde. Zumindest Probleme dieser Art sollten bei einem allfälligen zweisprachigen Stadtlogo zu vermeiden sein.

Boris Boller ist im Thurgau geboren, besuchte die Schulen in Bern und lebt heute in Freiburg. Er studierte und arbeitete an deutsch- und französischsprachigen Abteilungen der Universität und überquert zurzeit praktisch täglich die Sprachgrenze, um zur Arbeit zu fahren. Boris Boller ist Mitglied einer FN-Autoren-Gruppe, die im Monatsrhythmus frei gewählte Themen zur Zweisprachigkeit bearbeitet.

«Wenn wir den Syndic richtig interpretieren, ist er der Meinung, dass mit der zweisprachigen Bahnhofsbeschriftung genug getan wurde.»

 

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Beat Brülhart 14.03.2013

Lehrlinge

In unserem Bildungssystem sind die meisten Jugendlichen Gymnasiasten oder Lernende alias Lehrlinge.

Was für ein Wort. Lehrling. Wie Keimling, Setzling, Säugling, Winzling, Lüstling, Darling ... Lauter nicht ganz ernst zu nehmender Figuren. Wenn schon müsste man sie Lernlinge nennen. Dann würden die Lehrer zu Lehrlingen, womit das Wort subito gestorben wäre, weil zu despektierlich. Aber für Lernende scheint es okay zu sein.

Könnte es sein, dass Eltern und Gesellschaft «Lehrlinge» immer noch in der unteren Liga sehen? Als bestenfalls zweite Wahl im Vergleich zu denen, die man konsequenterweise «Studierlinge» nennen müsste? Warum sonst hyperventilieren Eltern, wenn ihr Goldschatz es nicht aufs Gymnasium schafft?

Es gibt in dieser Sache offenbar viel Verwirrung. Die entscheidende: Wir überschätzen das Wissen und unterschätzen das Tun. Unser abendländisches Programm lässt uns denken: Oben ist der Kopf, unten die Hand; oben ist Luft, unten ist Erde, oben ist rein, unten ist dreckig. Also fokussieren wir auf das Reine, den Kopf, und dort sitzt das Wissen. Bildung als Wissensvermittlung. Folge: Es wird so viel wie möglich hineingetan–Wissen in den Kopf–, statt aus unserem Nachwuchs das Beste herauszuholen.

Als Achtjähriger wurde ich Chef eines Kaninchenstalls mit einem Dutzend Langohren. Das hat mich mehr geprägt als Schulen und Diplome. Sich um etwas kümmern, das formt, fördert die Beobachtungsgabe, lenkt den Tatendrang, stiftet Verantwortungssinn, all das, was Menschen im Leben brauchen und was die Gesellschaft von ihnen bitter nötig hat. Sich um etwas kümmern, nicht weil es gerade Spass macht, sondern weil es notwendig ist–weil sonst die Kaninchen verhungern–, lässt Bewusstsein entstehen, dass es auf mich an kommt, dass ich eine Aufgabe habe, dass ich Verantwortung trage. Das kann man nicht theoretisch bilden, sondern nur praktisch erleben.

Es ist dieser Aspekt, der eine Lehre so wertvoll macht. Berufsschüler lernen nicht nur etwas anderes als ihre Kollegen am Gymnasium. Sie leben anders. Sie tun etwas, machen sich nützlich, werden gebraucht, fallen nicht so schnell in Sinnkrisen. Dem gegenüber wirken Gymnasiasten fast hors-sol. Sie lernen und lernen (oder auch nicht) ohne Praxisspur, ohne Einbettung in gesellschaftliche Nützlichkeit, in maximaler Abhängigkeit von den Eltern. Manche sind ohne geklärte Berufsperspektive. Viele wissen noch bei der Matur nicht, wozu sie das alles gelernt haben und was sie jetzt damit anfangen sollen. Der Gymer als Fristerstreckung zum Erwachsenwerden, derweil Berufsschüler bereits früh Fuss fassen, Subjekte ihres Lebens sind, Geld verdienen. Sie machen früh Erfahrungen und lernen, dass es auf sie ankommt.

Erfahrungen macht nur, wer etwas tut. Das ist kein Zuckerschlecken. Die gemachten Lektionen können einen manchmal arg zusammenstauchen. Aber ohne sie wären wir ein Leben lang dieselben Trottel, egal wie viel Wissen wir in den Hirnschalen herumtragen. Man kann eben sehr viel wissen und trotzdem eine weiche Birne haben.

Das Leben kennenlernen und sich gleichzeitig das notwendige Wissen aneignen, das kann nur die Lehre bieten. Deshalb ist sie niemals zweite Wahl, sondern erste Liga.

 

 Beat Brülhartwohnt in Düdingen. Er ist Unternehmensberater und Coach für Führungskräfte sowie Referent am Schweizerischen Institut für Unternehmensschulung. Als Mitglied des Gewerbeverbandes Sense ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

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Barbara Colpi 11.03.2013

Andere Länder – andere Sportarten

Woher kommen Sie? Was machen Sie beruflich»–typische Fragen, die ich in den letzten zwei Monaten oft hörte, da ich das Privileg hatte, privat in Südostasien zu reisen. Sobald ich sagte, ich sei Sportjournalistin, war das Thema für ein bisschen Small Talk gegeben. Eigentlich ganz angenehm, dachte ich, bis zu jener Taxifahrt in Penang in Malaysia, die meine Meinung radikal ändern sollte. Fortan beschloss ich, meinen Beruf zu verschweigen. Nein, nicht weil ich mich schämte, sondern weil ich keine Lust mehr hatte, mich in peinliche und unangenehme Situationen zu begeben.

«Wahrlich ein grosser Trauertag für den Sport heute», seufzte der Taxichauffeur, sobald ich verraten hatte, was ich beruflich mache. Was? Wie?, jagte es mir durch den Kopf. Ich war am Reisen und (bewusst) nicht immer über alle Aktualitäten informiert. Ich fragte: «Was ist denn passiert?» «Haben Sie es noch nicht mitbekommen? Eddy Choong ist gestorben.» Und ohne meine Reaktion abzuwarten: «Was denken Sie als Sportjournalistin: War er der Grösste oder nicht?» Irgendwie stammelte ich etwas, dass es mir leidtäte; aber so sehr ich mich anstrengte, konnte ich Eddy Choong keiner Sportart zuordnen, und so antwortete ich nur: «Ich weiss nicht.» Das kränkte den Taxichauffeur in seinem Nationalstolz, da er aus Sicht der Malaysier unbestritten der Grösste war. Das begriff ich am Tag danach, als ich in den Zeitungen seitenweise Würdigungen Choongs fand, der im Alter von 82 Jahren starb und in den 1950er-Jahren zu einer Badminton-Ikone wurde und in Malaysia als nur eine von fünf Personen den Titel «Malaysian Greatest Sportmen» trug.

Ich sagte nichts mehr zum Thema. Doch der Taxichauffeur wollte nun wissen, was ich Malaysia an den Südostasienmeisterschaften im Bogenschiessen zutraue. Wieder eine Frage, die ich nicht beantworten konnte und den Taxichauffeur daran zweifeln liess, dass ich Sportjournalistin bin. In dem Moment kam mir der Einfall, dies beweisen zu können, indem ich mit Wissen aus Malaysia auftrumpfte. «Wissen sie, dass ein Schweizer Nationaltrainer des malaysischen Eiskunstlaufverbands ist? Jamal Othman war als Athlet sogar an Olympischen Spielen», sagte ich begeistert, um gleich fest-stellen zu müssen, dass ich mit dem Versuch, meine Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, kläglich gescheitert war. «Es gebe gar keine Eisbahn in Malaysia, was ich für Märchen erzähle», entgegnete der Taxichauffeur nun genervt. Ich konnte ihm nicht übel nehmen, dass er nichts vom einzigen Eisfeld im Land in einem Einkaufscenter in der Hauptstadt Kuala Lumpur wusste. Ich gab auf und war froh, angekommen zu sein. Small Talk über Sport kann in einem Land mit ganz anderen Sportarten ganz schön anstrengend sein.

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Gastbeitrag – Jean-Claude Cornu 07.03.2013

Unverschämte und falsche Aussagen

Die Gastkolumne «Abzocker im Kanton Freiburg» (FN vom 14. Februar) ist übertrieben, unverschämt und voller Fehler. Die Kantonale Gebäudeversicherung (KGV) wird darin zu Unrecht angeschwärzt. Eine Richtigstellung einiger Fakten drängt sich auf. 

Zur Feier ihres 200-Jahr-Jubiläums hat die KGV letztes Jahr verschiedene Aktionen und Veranstaltungen organisiert, hauptsächlich mit Schwerpunkt auf Prävention und Kulturerbe. Anstatt eines Prämienabschlags, der sehr viel gekostet und vor allem den Hauseigentümern und reichsten Unternehmen genützt hätte, entschied sich die KGV für ein Geschenk an alle ihre Versicherten – noch dazu für ein rein freiburgisches Geschenk: Käsereien, Bergbahnen, Groupe E, Chocolats Villars SA – sie alle haben dadurch Zehntausende Franken an zusätzlichem Umsatz gemacht, der ihnen sonst nicht zugekommen wäre. Eine gewaltige Menge von Versicherten hat sich bei uns für diese Geschenke bedankt. 
Doch es ist klar, dass bestimmte Leute halt lieber kritisieren und nur selten danken. 
 
Die Behauptung, dass die KGV zur Sparte der Abzocker gehöre, zu denjenigen, die das Geld anderer veruntreuen, ist nicht bloss unverschämt, sondern auch verleumderisch. Es ist nicht üblich, dass solche Worte von «grossen Managern» geäussert werden. Eine kurze Recherche via Google reicht nicht, um Bescheid zu wissen. Man sollte vor allem die Informationen, die man dabei findet, auch richtig lesen! Die Prämiensätze, die Autor Pio Brönnimann in seiner Gastkolumne erwähnt, betragen nicht 0,32 Prozent in Zürich und 0,52 Prozent in Freiburg (das wäre tatsächlich sehr teuer), sondern 0,32 beziehungsweise 0,52 Promille! Mit Verlaub, da ist doch ein kleiner Unterschied! Zürich mit seinem Immobilienbestand von 291 000 Gebäuden für 451 Milliarden versichertes Kapital mit Freiburg zu vergleichen, ist zudem nicht stichhaltig. Nichtsdestotrotz sind die Prämien der KGV die günstigsten der ganzen Romandie. Ausserdem: Für den gleichen Gebäudetyp beträgt die Prämie im Kanton Bern 0,66 Promille gegenüber 0,52 Promille im Kanton Freiburg. Finde den Unterschied! In beiden Fällen ist die Stempelabgabe nicht inbegriffen. Bestimmte Standpunkte mögen ihren Platz haben unter den Leserbriefen, jedoch mit Sicherheit nicht in Gastkolumnen. Dies alles musste hier gesagt werden.
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