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Drei Jahre Anlaufzeit für die Seilbahnen

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Der Beitrag für ein Betriebsjahr der Seilbahnen Charmey ist der gleiche wie an der Gemeindeversammlung vom Januar dieses Jahres: 250 000 Franken.

Doch damals folgte auf das Ja der Stimmbürger von Val-de-Charmey der Konkurs der damaligen Betreibergesellschaft. Vier Einsprachen wegen Nichteinhaltens der Ausstandspflicht sorgten dafür, dass die Gemeinde den beschlossenen Unterstützungsbeitrag nicht sofort leisten konnte und die Seilbahnen den Betrieb einstellen mussten. Nach dem Konkurs kam gar die Forderung auf, die Gemeinde müsse die 250 000 Franken in die Konkursmasse einzahlen. Dagegen wehrt sich die Gemeinde. «Wir haben keine Gegenleistung für das Geld erhalten, also haben wir gute Argumente, warum wir nichts bezahlen müssen», so Syndic ­Etienne Genoud an der Gemeindeversammlung vom Montag.

Auf gutem Weg

Was damals wie das Ende der Seilbahnen aussah, ist nun wieder auf gutem Weg. Inzwischen wurde die neue Betreibergesellschaft Télécharmey SA mit neun privaten Aktionären gegründet. Auch die Gemeinde ist wieder dabei: Die Gemeindeversammlung hiess am Montag einen Betrag von 750 000 Franken verteilt auf die Jahre 2020, 2021 und 2022 gut, der helfen soll, die Bahnen wieder in Schwung zu bringen.

Alles, was vor einem Jahr zum Scheitern führte, sollte dieses Mal vorzeitig aus dem Weg geräumt werden. So wurde der Unterstützungsbetrag nicht mehr als Teil des Budgets behandelt. Auch eine Steuererhöhung ist nun kein Thema mehr. Vielmehr genehmigten die Bürger eine Leistungsvereinbarung der Gemeinde mit Télécharmey SA. Diese legt neben der Finanzhilfe auch fest, dass die Betreiber den Betrieb über drei Jahre garantieren. Falls dies nicht der Fall ist, kann die Gemeinde ihre Unterstützung jederzeit einstellen. In der Leistungsvereinbarung ist auch geregelt, dass die Einnahmen aus dem Parkplatz hauptsächlich den Betreibern der Bahnen zugutekommen, ein Viertel aber der Gemeinde.

Gemäss Syndic Genoud ist es das Ziel der Betreiber, die Seilbahnen bis in drei Jahren finanziell unabhängig zu machen. Mit genügend Cashflow würden die Bahnen berechtigt, staatliche Investitionshilfen zu beziehen, die im Bericht Voralpen 2030 vorgesehen sind.

«Die Gemeinde ist nicht mehr allein, sondern unterstützt ein Engagement von Privaten», beschrieb Genoud die Ausgangslage. Der Sprecher der Finanzkommission betonte: «Die Gemeinde beteiligt sich, ohne Akteur zu sein.»

Von den neuen Betreibern meldete sich Verwaltungsrat Thierry Moret zu Wort. Die Seilbahnen würden der Gemeinde vieles zurückgeben: Aufträge für die lokale Wirtschaft, Arbeitsplätze, ein touristisches Angebot und nicht zuletzt auch Steuern.

Moret musste für die Debatte den Raum verlassen. Der Syndic erklärte, dass für 88 Personen eine Ausstandspflicht bestehe: Télécharmey-Verwaltungsräte und deren Familienmitglieder, Verwaltungsräte und Familienmitglieder der Aktionäre. Im Saal bleiben durften hingegen Lieferanten. Von den 88 Personen auf der Liste waren 23 anwesend und verliessen den Saal. Syndic Genoud durfte bleiben. Anders als vor einem Jahr ist er nicht mehr Präsident der Betreibergesellschaft.

Als die Personen aus dem Ausstand in den Saal zurückkehrten, wurden sie mit Applaus empfangen. Die Finanzhilfe war mit 345 gegen 2 Stimmen genehmigt worden.

Investitionen

Weiterhin keine Sanierung der Ortsdurchfahrt

Die finanziellen Aussichten von Val-de-Charmey sind weiterhin nicht rosig. Zum Auftakt der Gemeindeversammlung präsentierte der Gemeinderat einen Fünfjahresplan, der für die kommenden Jahre Defizite vorsieht. 2020 liegt der Ausgabenüberschuss mit 234 000 Franken noch im Rahmen. Danach steigt er aber bis auf nahezu 800 000 Franken in den Jahren 2022 und 2024 an. Das Defizit erreicht somit Werte, die eine Steuererhöhung wahrscheinlich machen. Zudem erhielt die Gemeinde noch Bescheid, dass sie 2022 wohl 300 000 Franken für die Pensionskasse des Staatspersonals aufwenden müsse. Die jetzige Verschuldung von 15 Millionen Franken könnte bis 2024 auf 40 Millionen anwachsen, wie aus dem Finanzplan hervorging.

Die Gemeindeversammlung nahm daraufhin gleich selbst eine Korrektur vor. Sie verwarf mit 129 gegen 111 Stimmen eine Sanierung der Dorfstrasse und der Kanalisation für 2,7 Millionen Franken. Auch eine Tempo-30-Zone wäre Teil des Projekts gewesen. Hingegen stehen nun 600 000 Franken zur Verfügung, um die Ventilation und einen Teil des Dachs des Sportzentrums zu sanieren. Auch werden der Bach Mossetta sowie der Kugelfang des Schiessstands saniert.

uh

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