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Du bé or not Du bé?

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Dass Christian Dubé im Spiel gegen München am Ende den Torhüter rausnahm, sorgte für viel Verwunderung. Ist es denkbar, dass Gottérons Coaching-Staff den Modus der Champions Hockey League nicht kannte?

Die über 5000 Zuschauer, die sich am Dienstagabend die Champions-League-Partie zwischen Gottéron und Red Bull München anschauten, wurden Zeugen eines der schrägsten Spiele der jüngeren Vergangenheit. Reto Berra kassierte einen bullenschwarzen Abend und wurde nach 40 Minuten ausgewechselt. Der Sieg der Münchner geht voll in Ordnung, sie waren das bessere Team, solide übers ganze Spiel. Die Deutschen leisteten sich nur halb so viele Fauxpas wie die Hausherren. Dank Desharnais’ Penalty zum 2:4-Schlussresultat ist Gottéron überhaupt noch im Rennen um das Viertelfinale, eine 3-Tore-Hypothek wäre wohl zu viel des Guten gewesen.

Nach einem solch unglücklichen Abend mit mehreren kuriosen Slapstick-Gegentoren und dem von Trainer Christian Dubé befohlenen Wechselfehler von Chavaillaz, der zu einem Gegentor führte, tatsächlich mit nur minus 2 nach München zu reisen, kommt schon fast unverhofft. Denn sollte Gottéron im Gegensatz zum Dienstag in Deutschland einen guten Abend erwischen, dann liegt ein Sieg mit mehr als zwei Toren Differenz trotzdem drin.

Kennt Dubé den Modus?

Nicht die Leistung unserer Lieblingsmannschaft sorgte indes für Diskussionen, die meistbesprochene Szene war jene, als Dubé fünf Minuten vor Schluss Connor Hughes rausnahm und seine Mannschaft in den letzten Minuten ohne Torhüter spielen liess. «Kennt Dubé eigentlich die Regeln der Champions League?», fragten sich viele Leute. Diskussionen entbrannten, die einen erzählten fälschlicherweise, es zählten die Punkte wie in der Meisterschaft, und wenn beide je ein Spiel gewinnen würden, käme es zur Verlängerung. Die anderen wussten, dass es ausschliesslich um Tore geht. Die Tore werden nach 120 Minuten addiert, und wenn es da unentschieden steht, kommt es zur Verlängerung. Wie kann Dubé also mit diesem Wissen den Torhüter fünf Minuten vor Schluss rausnehmen – und damit riskieren, dass wir mit minus 3 nach München müssen?

Nun, viele denken tatsächlich, Dubé habe es nicht (mehr) gewusst… Angesprochen auf diese kopflose Aktion bestätigen auch Personen im Umfeld und im Staff von Gottéron hinter vorgehaltener Hand, dass auch sie denken, Dubé habe ganz einfach das Reglement nicht gekannt. In einem «Aggregate Goal Rule»-Spiel nimmt Dubé den Torhüter 5 Minuten vor Schluss des Hinspiels (!!!) raus, etwas, was er bei einem 2-Tore-Rückstand in einem Punktespiel der Schweizer Meisterschaft noch nie gewagt hat.

Kein Fussballtorhüter rennt in der letzten Minute des Hinspiels in den gegnerischen Sechzehner, im Rückspiel ja, aber nicht im ersten Aufeinandertreffen, denn im Rückspiel kann man, sofern man wirklich das bessere Team ist, alles noch zu seinen Gunsten drehen. Das ist sicher ein Hinweis dafür, dass Dubé nicht wusste, was er tat. Der andere ist die Reaktion einiger Spieler auf der Bank. Als sie sahen, dass plötzlich Hughes auf der Reservebank stand, gab es Diskussionen, er solle sofort zurück aufs Eis. Als er dies, wohl nach Anweisungen Dubés, nicht tat, schüttelten einige Spieler den Kopf in völligem Unverständnis, genau so wie jene Zuschauer, die das Reglement kannten. Ein drittes Indiz, das für die These spricht, ist, dass man sich bei Gottéron nach dem Spiel damit rechtfertigte, es sei ja nichts passiert, in den 5 Minuten sei man näher am 3:4 als am 2:5 gewesen. Kann man so sehen, ist vor allem einfacher, es sich danach so schönzureden.

Auch Münchner Fans überrascht

Aber für Unmut sorgte diese Aktion allemal, man hatte das Gefühl, Gottéron gebe in den letzten fünf Minuten einfach eine immer noch mögliche Quali auf debile Art und Weise her. Aber ist es wirklich vorstellbar, dass der Coaching-Staff dies alles nicht wusste? Es ist fast unmöglich, Dubé hat auch schon Champions-League-Erfahrung, und als Sportchef immerhin schon das Halbfinale erreicht. Ist Dubé also ein Wahnsinniger oder ein Genie? Wahrscheinlich von beidem ein bisschen, immerhin ist er ja Sportchef und Trainer von Gottéron, das muss schon ein Quergeist sein. Selbst die Münchner Fans fanden, entweder habe unser Coaching-Team die Regeln nicht gekannt, oder aber sie besässen ein paar der grössten «cojones» auf europäischen Eisfeldern. Auch für die Red-Bull-Anhänger ist aber klar, dass dieses Aufeinandertreffen noch nicht entschieden ist. Mindestens 60 Minuten mehr Eis gibts noch, Du bé or not Du bé? That is the question.

Kommentare (2)

  • 18.11.2021-Miette.julmy

    Wer keine Tore schiebst in Überzahl der bekommt sie basta!!!!

  • 18.11.2021-Miette.julmy

    Égal wie es weiter geht,rauss aus diesem scheiss Turnier,nur mehr Verletzungen dann ist es in der Meisterschaft schon wieder vorbei!!!!( Hop Langenau am Freitag)

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