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«Du hast Schokolade, das ist nicht gut»

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Autor: Nicole Jegerlehner

In der grossen Pause rennen die Kindergärteler auf dem Pausenplatz der Schule Vignettaz herum, steigen auf die Klettergerüste und wirbeln um die Turnstange. Nach dem Klingeln reihen sie sich vor der Türe ein und warten auf das Zeichen ihrer Kindergärtnerin Ruth Murith, um ins Gebäude zu gehen und ihre Pausenverpflegung hervorzuholen. Die sechzehn deutschsprachigen Kinder bringen ihr Znüni alle in der selben Kunststoffbox mit: Sie haben sie Anfang Schuljahr vom städtischen Schulamt erhalten.

Gegen Übergewicht

Immer mehr Kinder sind übergewichtig, immer mehr Kinder haben Karies. Die Schulkrankenschwestern der Stadt Freiburg wollen etwas dagegen tun: In allen Kindergärten der Gemeinde machen die Lehrerinnen die Kinder auf gesunde Pausenverpflegung aufmerksam. Zum Beginn dieses Schuljahrs haben alle Kindergärteler eine plastifizierte Tabelle mit erwünschten und unerwünschten Nahrungsmitteln erhalten. Am ersten Elternabend wurden die Eltern informiert und aufgefordert, ihren Kindern eine gesunde Verpflegung mitzugeben.

Gute Gewohnheiten üben

«Wir wurden immer wieder von Lehrkräften auf die schlechte Pausenverpflegung der Kinder angesprochen», sagt Schulkrankenschwester Nicole Putallaz. Um dies zu ändern, beginne man nun mit den Kleinsten. «Nehmen sie von Anfang an gute Gewohnheiten an, so zahlt sich dies während der ganzen Schulzeit aus», sagt Putallaz.

Kindergärtnerin Ruth Murith legt seit jeher ein besonderes Augenmerk auf die Zwischenverpflegung. Sie thematisiert das Essen regelmässig. So bringt sie beispielsweise im Herbst Zwetschgen mit. «Viele Kinder essen dann erstmals bewusst von diesen Früchten.» Erst gerade hat sie verschiedenste Früchte mitgebracht, «denn nicht alle Kinder können sie benennen».

Nach der grossen Pause, beim gemeinsamen Essen, diskutieren die Kinder: «Ich habe schon wieder eine Banane», meint ein Junge enttäuscht. Das Mädchen neben ihm isst Apfelschnitze, Käse und Darvida, ein drittes Kind hat ein Stück Zopf. «Ist das Weissmehl?», fragt ein anderes. Weissmehl ist verpönt, ebenso das Schokoladebrötchen, das ein Mädchen isst. «Oh, du hast Schokolade, das ist nicht gut», kommentiert der Junge, der eine Birne isst. «Die Bemerkungen der Kinder unter sich bewirken mehr, als wenn ich etwas sage», meint Ruth Murith.

Der Kindergärtnerin ist wichtig, dass die Knirpse sich in der Pause austoben können und danach ruhig sitzen und das Essen geniessen: «Die Kinder brauchen diese Zwischenverpflegung», sagt Ruth Murith. Sie spricht den Eltern ein grosses Lob aus: Sie hielten sich meist an die Vorgaben des Schularztteams. «Farmers gibt nun niemand mehr mit.» Schwieriger sei es, das Weissbrot aus der Znünibox zu verbannen.

Nur für Kindergärteler

Nicole Putallaz hofft, dass die jetzigen Kindergärteler ihre guten Essgewohnheiten bis in die Oberstufe beibehalten. Denn ein Ausbau des Projekts auf die älteren Schulkinder liegt vom Aufwand her für das Schularztteam im Moment nicht drin. Im August werden aber wieder alle neuen Kindergartenkinder das Merkblatt und die Pausenbox erhalten.

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