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Düdingen rückt der Spitze immer näher

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Bei schwierigen Wetterverhältnissen–der lästige Wind bevorteilte beide Teams je eine Halbzeit lang ziemlich deutlich–setzte sich Düdingen gegen den FC Naters Oberwallis nach 90 Minuten knapp durch und konnte so seine zuletzt ansteigende Form bestätigen. Die Heimmannschaft hatte es vor allem in der ersten Halbzeit verpasst, vorentscheidend in Führung zu gehen. Im Gegenteil, eine Minute vor dem Seitenwechsel profitierte der wirblige Koné von einem Stellungsfehler des Innenverteidigers Lucas Hill und schoss seine Mannschaft entgegen dem Spielverlauf in Führung. Dieser Hill sollte nach dem Spiel noch zum grossen Thema werden: Schiedsrichter Monin hatte den langen Abwehrspieler pro Halbzeit je einmal verwarnt, ohne ihn aber deswegen ordnungsgemäss vom Feld zu schicken. Ob dieser regeltechnische Fehler wegen des Protests der Walliser noch Konsequenzen auf das Resultat haben wird, muss die Liga nun in den kommenden Wochen entscheiden.

Naters drückte, Düdingen skorte

Wer so viele Möglichkeiten auslässt, kann kaum ein Spiel gewinnen–bis zum Seitenwechsel hätte Naters unbedingt führen müssen, das Chancenverhältnis zugunsten der Einheimischen hiess zur Pause etwa 3:1. Eine sogenannte Hundertprozentige vergab Hisham Emurli nach einer Viertelstunde, als er völlig frei stehend nach einer weiten Flanke am hinteren Pfosten aus fünf Metern das leere Tor verpasste. Auch Albert Spahiu machte es zwanzig Minuten später nicht besser, als er ebenfalls aus aussichtsreicher Position das 1:0 mit einem Schuss übers Tor kläglich vergab. Dazwischen hielt Keeper Adrian Schneuwly mit gutem Stellungsspiel und starkem Herauslaufen seine Mannschaft das eine oder andere Mal im Spiel. Und ganz nach dem alten Motto «Wer vorne die Tore nicht macht, bekommt sie hinten» ging es dann kurz vor dem Tee zu und her. Aus dem Nichts heraus gingen die Düdinger durch ihren besten Offensivspieler in Führung und hatten damit laut ihrem Trainer Martin Lengen für die zweite Halbzeit die Vorteile auf ihrer Seite.

Rote Karte und spätes Anschlusstor

 Auch die zweite Halbzeit verlief grösstenteils ausgeglichen, jetzt aber agierte der SCD nicht nur mit Rückenwind, sondern zwangsläufig auch mit mehr Offensivaktionen. Die erste erwähnenswerte Szene spielte sich jedoch vor dem Schneuwly-Tor ab. Kurz vor Ablauf der ersten Stunde traf der NL-erfahrene Abwehrchef Stipe Matic nach einem Freistoss aus 20 Metern nur die Torumrandung. In der Schlussphase, als Naters nach einem Ausschluss nur noch zu zehnt spielte, hatten die Freiburger dann ihre beste Phase. Zuerst verpasste der eingewechselte Manuel Gloor allein vor Michael Kurmann, der wie einige andere Goalies mit einem Kopfschutz spielte, den Matchball (82.). Kurze Zeit später fiel dann das 0:2 doch noch: Nach einer herrlichen Passfolge über Fabian Brügger und Fredy Piller musste Koné das Leder nur noch über die Linie bugsieren; Naters hatte zu diesem Zeitpunkt seine Dreierabwehr längst gelockert.

Unnötige Spannung kam dann in der Nachspielzeit zum Leidwesen des sonst sehr zufriedenen Lengen doch noch auf. Nach einem Foul von Yann Hartmann kam der Gastgeber durch einen Penalty noch zum Anschlusstor, für mehr reichte es den Wallisern aber nicht mehr. «In der ersten Halbzeit hatten wir sicher auch etwas Glück, unsere Chancenauswertung war diesmal besser als jene des Gegners», erklärte Lengen. In der zweiten Halbzeit habe man den Match bis auf wenige Ausnahmen kontrolliert. Jetzt gelte es, den Schwung aus den letzten drei Siegen in die kommenden schweren Aufgaben mitzunehmen. Nach diesem Erfolg dürfen die Düdinger sogar wieder Richtung Aufstiegsplätze schauen, während bei Naters das Hauptaugenmerk weiterhin auf dem Ligaerhalt bleibt.

Noch eine Randnotiz zum Ende: Naters Fitnesstrainerin sagte zu den schwierigen Verhältnissen rund um diesen Match, dass ein altes Sprichwort im Wallis sage, die zwei ältesten Walliser seien der Wind und der Neid.

Telegramm

Naters – Düdingen 1:2 (0:1)

Stapfen. 200 Zuschauer. SR Monin.Tore:44. Koné 0:1. 85. Koné 0:2. 90. Matic (Foulpenalty) 1:2.

FC Oberwallis Naters:Kurmann; Maceiras, Hill (79. Schalbetter), Matic, Badalli (64. Borter); De Oliveira; Biljali, Mustafi, Emurli (46. Chihadeh); Spahiu; Antic.

SC Düdingen:A. Schneuwly; Ch. Schneuwly, Cassarà, Corovic, Suter; Mvondo (89. Salihi), Piller, Brügger, Hartmann; Koné (86. Tschouga), Ural (70. Gloor).

Bemerkungen:Naters ohne Amacker, Imhasly, Indermitten, Schmid (alle verletzt), Nyangatcha (Klub verlassen): Düdingen ohne Baeriswyl, Mora (beide verletzt). Lattenschuss: Matic (54.). Verwarnungen: Mustafi (11.), Hill (17.), Piller (59.), Hill (76.), Cassarà (80.). Gelb-Rot: Mustafi (61. Not- bremsefoul).

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