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Ebenerdige Ausfahrt für City-Parking

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Das City-Parking neben dem Murtner Coop soll für Autofahrer attraktiver werden. Der Plan der Parkhaus Murten AG sieht vor, dass die Wegfahrt ebenerdig und die Zufahrt vom Stedtli her direkt möglich ist. Ein ergänzendes Baugesuch zu diesem Projekt liegt zurzeit öffentlich auf. Bis anhin sind laut dem Murtner Bauverwalter Stefan Portmann keine Einsprachen dazu eingegangen.

Heute müssen Autofahrer zwei Hürden überwinden, wenn sie ihr Fahrzeug im Murtner City-Parking abstellen wollen: Wenn ein Automobilist von der Altstadt her kommt, kann er nicht direkt ins Parkhaus einbiegen, weil der Radius zu eng ist. Vielmehr muss er beim Kreisel beim Bahnhof eine Runde drehen, um ohne scharfe Kurve ins Parkhaus fahren zu können. Die zweite Hürde müssen die Parkierer bei der Ausfahrt nehmen: Diese ist nicht ebenerdig, sondern ansteigend. Vor der Barriere anhalten und in der Steigung wieder anfahren ist für viele Autofahrer beschwerlich und ein Grund, das City-Parking nicht zu benützen.

Wand aus Holz und Glas

Schon bald sollen die beiden Hürden nicht mehr existieren. Die Besitzerin des City-Parkings, die Parkhaus Murten AG, will die Ein- und Ausfahrt voneinander trennen und damit optimieren. Dafür lag bereits im Februar 2013 ein Baugesuch öffentlich auf (siehe Kasten). Auf die Auflage folgten zwei Einsprachen.

«Mit der einen Partei konnten wir eine Lösung finden», erklärt Andreas Aebersold, FDP-Gemeinderat von Murten und Verwaltungsratspräsident der Parkhaus Murten AG. Die Lösung ist eine Lärmschutz- und Trennwand aus Holz und Glas zwischen der geplanten ebenerdigen Ausfahrt und dem angrenzenden Wohnquartier. Die Bauprofile dafür sind gesteckt. «Diese Partei wird ihre Einsprache zurückziehen», sagt Aebersold.

Ob die zweite Partei dies ebenfalls tut, sei noch offen. In etwa zwei Wochen wird klar sein, ob die Parkhaus Murten AG ihren Plan demnächst umsetzen kann oder ob das Oberamt des Seebezirks über den Fall entscheiden muss. Der Kanton Freiburg wie auch die Gemeinde Murten haben das Projekt laut Andreas Aebersold bereits für gut befunden.

Richtungswechsel

 Den Auftrag für die Lärmschutz- und Trennwand hat die Firma Gutknecht Holzbau übernommen: «Es ist eine Wand aus Holz mit einem Glasfenster von 6,1 Meter mal 2,45 Meter vorgesehen», erklärt Stefan Gutknecht von der Holzbaufirma vor Ort. Gutknecht ist zudem im Verwaltungsrat der Parkhaus Murten AG.

Das Glasfenster diene der Sicherheit, damit Velofahrer und Fussgänger die Autos sehen können, wenn sie vom Wohnquartier kommen und umgekehrt. «1,1 Meter bleiben frei, damit auch Velos mit Anhängern genug Platz für die Durchfahrt haben», erklärt Stefan Gutknecht.

Die Trennwand ist am westlichen Ende des City-Parkings vorgesehen; dort, wo die künftige ebenerdige Ausfahrt sein soll. Das Fahrregime rund um den Coop wird dafür gedreht: Die Autos fahren nicht mehr von der Bubenbergstrasse her um das Coop-Gebäude herum, sondern von der anderen Seite. Weiterhin bleibt die Bubenbergstrasse eine Einbahnstrasse, nur eben in die andere Richtung, als dies heute der Fall ist.

Die heutige Ausfahrtspur hingegen wird zur Einfahrtspur. Damit können die Autofahrer künftig vom Stedtli her kommend direkt ins Parkhaus einbiegen, ohne den Umweg über den Kreisel nehmen zu müssen. Die Kosten für die Umbauarbeiten belaufen sich auf gut 50 000 Franken.

Die Parkhaus Murten AG schreibt schwarze Zahlen. Letztes Jahr schüttete sie eine Dividende aus. Von den Änderungen erhoffen sich Gutknecht und Aebersold, dass mehr Autofahrer den Weg ins City-Parking finden und die Einnahmen weiter ansteigen.

Zahlen und Fakten

Mehrheitsaktionärin ist Murten

Das City-Parking bei der Murtner Coop-Filiale wurde 1995 in Betrieb genommen. Es kostete rund 5,6 Millionen Franken. 2011 und 2012 folgte eine Sanierung in Etappen für rund 1,2 Millionen Franken. Bereits 2012 begann die Parkhaus Murten AG mit der Planung einer neuen Ausfahrt, damit die Besucher nicht mehr am Hang anfahren müssen. Im Februar 2013 folgte das Baugesuch für den Umbau der Ein- und Ausfahrt. Es gingen zwei Einsprachen ein. Nach Einspracheverhandlungen folgte Ende April eine Ergänzung zu dem Baugesuch mit einer Lärmschutz- und Trennwand. Das Gesuch liegt aktuell im Murtner Rathaus öffentlich auf. Die Parkhaus Murten AG bietet im City-Parking total 187 Parkplätze. Davon sind 30 verkauft. 60 Parkplätze sind für 200 Franken im Monat vermietet. Die restlichen knapp 100 Parkplätze stehen für Kurzparkierer bereit. Die drei unterschiedlichen Nutzungsformen waren der Grund, dass der Gemeinderat davon absah, das City-Parking ins städtische Parkplatzregime zu integrieren und es stattdessen als Ergänzung zu betrachten. Mit der Murtner Coop-Filiale hat die Parkhaus Murten AG eine Vereinbarung: Dafür, dass Coop-Kunden eine Stunde gratis im City-Parking ihr Auto stehen lassen dürfen, bezahlt Coop der Parkhaus AG aktuell 54 000 Franken im Jahr. Die Stadt Murten ist Mehrheitsaktionärin der Parkhaus Murten AG: Sie besitzt 90,7 Prozent der Aktien. Ausserdem sind Murten Tourismus, die Kantonale Gebäudeversicherung oder verschiedene Gemeinden wie Merlach und auch private Aktionäre Eigentümer der Parkhaus-Betreiberin.emu

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