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Eigene Stromproduktion hilft Kosten senken

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Dank einer zeitgemässen Infrastruktur konnte die ARA Sensetal in Laupen ihre Aufgaben 2013 problemlos erfüllen. Wie Geschäftsleiter Bernhard Hostettler am Dienstagabend vor den 46 Delegierten aus den angeschlossenen 13 bernischen und 15 freiburgischen Gemeinden in Bösingen ausführte, ergaben die regelmässigen Analysen, dass die Reinigungsziele immer erreicht wurden. Dies, obwohl in der Anlage wegen des regenreichen Jahres gegenüber dem Vorjahr 13,3 Prozent mehr Abwasser gereinigt werden musste. Seit 2011 stieg die Abwassermenge um 45,1 Prozent. Der Betriebsleiter zeigte sich glücklich darüber, dass es nicht zusätzlich grössere Gewitter gab. Glück hatte die ARA auch bei zwei Havarien. So wurde bei einem Grossbrand in Grissach, wo grosse Mengen verschmutztes Wasser anfielen, eine der Reinigungsstrassen ausser Betrieb genommen. «Durch das vorbildliche Verhalten des ARA-Personals konnte grösserer Schaden verhindert werden», hielt Hostettler fest.

Der Betriebsleiter konnte mit einer weiteren erfreulichen Nachricht aufwarten. Mit dem neuen Blockheizkraftwerk konnten 99,8 Prozent des anfallenden Klärgases in Strom umgewandelt werden. Es wurden total 1 683 030 kWh Strom ins Netz eingespiesen. Der Selbstversorgungsgrad der ARA erhöhte sich damit von 88,2 auf 97,1 Prozent.

Niedrigere Stromkosten

Vor allem der hohe Selbstversorgungsgrad beim Strom wirkte sich positiv auf die Betriebsrechnung aus. Gemäss Ausführungen von Finanzchef Oswald Udry schloss die Rechnung um rund 400 000 Franken oder um 17 Prozent unter dem Voranschlag ab. Budgetiert war ein Aufwand von 2,3 Millionen Franken. Der tatsächliche Aufwand belief sich auf 1,9 Millionen Franken. Wie Udry erklärte, machten allein die Einsparungen bei den Stromkosten 150 000 Franken aus. Auch er wies aber darauf hin, dass ein grosses Unwetter schnell Mehrkosten von 100 000 bis 200 000 Franken verursachen könne. Das Budget der laufenden Rechnung für 2015 sieht einen Betrag von 2,25 Millionen Franken vor und liegt damit 3,5 Prozent unter dem Budget 2014. Die Delegierten genehmigten Rechnung und Budget einstimmig.

Werterhaltung ist wichtig

«Ein Werk wie die ARA kann nicht nur auf eine Generation hinaus angelegt werden. Es muss ständig erneuert werden», betonte Paul Keller, Präsident des Gemeindeverbandes. Bernhard Hostettler zeigte auf, wie die ARA Sensetal diesen Erneuerungsprozess an ihrer 36-jährigen Anlage bewältigt. Aufgrund einer Beurteilung der Anlage und der Festlegung eines Massnahmenkatalogs bewilligten die Delegierten 2009 für die Jahre bis 2014 einen Rahmenkredit von 3,4 Millionen Franken.

Tatsächlich wurden in diesem Zeitraum 4,26 Millionen Franken in die Erneuerung der Anlagen investiert. Im Sommer 2013 wurde erneut eine Zustandsanalyse vorgenommen und der Massnahmenkatalog bis 2020 festgelegt. Einstimmig genehmigten die Delegierten einen Rahmenkredit von 4,3 Millionen Franken. Ein grosser Teil dieses Betrages fliesst in die Erneuerung der biologischen Reinigungsstufe.

«Ein Werk wie die ARA kann nicht nur auf eine Generation hinaus angelegt werden.»

Paul Keller

Präsident Gemeindeverband

Verunreinigung: Trinkwasser aus der Saane

W ie Bernhard Hostettler ausführte, stehen der ARA Sensetal bis spätestens 2045 weitere grosse Investitionen bevor. So muss die Anlage so ausgestaltet werden, dass auch Mikroverunreinigungen verhindert werden. Je nach Projekt könnten damit Kosten zwischen zwölf und 20 Millionen verbunden sein. Dabei sind vom Bund Subventionen von 75 Prozent zu erwarten. Betroffen von dieser Erneuerung ist die ARA Sensetal vor allem deshalb, weil unterhalb des Einflusses des gereinigten ARA-Wassers zwei Wasserversorgungen der Saane Trinkwasser entnehmen. Hofstettler hofft, dass der Kanton Freiburg schon am Oberlauf der Saane für Abhilfe bei der Mikroverunreinigung sorgen wird. ja

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