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Ein Chamäleon aus Gempenach

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Hannes Währer

Christine Barbara Glasow aus Gempenach ist selbstständig und bietet systemische Beratungen und Coachings an. Meist unter Zuhilfenahme ihrer Pferde als Hauptinstrumente. Warum? «Weil Pferde nie lügen und mit ihrem Verhalten exakt das der Menschen spiegeln, die mit ihnen Umgang haben», sagt Glasow. Die 39-Jährige ist ein Chamäleon – wenigstens wenn man ihren beruflichen Werdegang von der Lehrerin zur Polizistin, Amtsschreiberin und in die Selbstständigkeit betrachtet. Und obwohl der Wandel die Konstante ihres Lebens ist, glaubt sie heute, angekommen zu sein. Vorerst jedenfalls.

Keiner Fliege schaden

Sie sieht aus, als könnte sie keiner Fliege etwas zuleide tun. Aber richtig ist, dass sie keiner Fliege etwas zuleide tun will. Denn als Mitglied der Einheit Sexualdelikte bei der Kriminalpolizei Luzern kam es durchaus vor, dass sie mit «renitenten Personen zu Boden gehen» musste, oder auch mal gezwungen war, die Dienstwaffe in Anschlag zu bringen.

Die Tätigkeit bei der Kripo öffnete ihr auch die Augen für eigene Fehleinschätzungen. «Früher glaubte ich, Frauen würden nur vergewaltigt, wenn sie sich in Risikosituationen begeben», erzählt sie. Aber nach den Erfahrungen bei der Kripo Luzern weiss sie: «Es kann jede treffen, wahllos, ohne Grund.» Die Arbeit bei der Polizei war ein Blick in die Abgründe des Menschseins. Dabei begegnete sie auch mittlerweile Erwachsenen, die sie als Lehrerin unterrichtet hatte.

Auf der schiefen Bahn

«Es gibt Personen, die finden sich in der Welt einfach nicht zurecht», meint Glasow. Und Schuldige sind nicht immer auszumachen. «Oft haben Lehrer, Eltern und Sozialarbeiter alles Mögliche getan und dennoch geraten Jugendliche auf die schiefe Bahn», so ihre Erfahrung.

Nach der Tätigkeit bei der Polizei macht Glasow eine juristische Ausbildung und wechselt als Amtsschreiberin zur Luzerner Strafverfolgungsbehörde. Aber auch hier dominierte die Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der Gesellschaft.

«Spinnst du?»

Gab sie ihren ersten Beruf auf, weil sie sich nicht vorstellen konnte, zwanzig Jahre in einer Schule zu verbringen, bricht sie die Karriere bei der Polizei und der Strafverfolgungsbehörde ab, weil sie genug hat vom negativen Fokus auf das Leben. Und obwohl Kollegen meinen, sie spinne, den gut bezahlten Job an den Nagel zu hängen, ist für Glasow ein Tapetenwechsel angesagt.

Jetzt schlägt die Liebe zur Natur durch. Glasow verbringt vier Monate im spanischen Tarifa bei der Stiftung Firmm, die sich die Erforschung und den Schutz von Delfinen und Walen zur Aufgabe gemacht hat. Erst danach, während einer Zwischenstation als Aktuarin bei einem Berner Untersuchungsrichter, kommt sie auf die Spur ihrer nächsten beruflichen Tätigkeit und beginnt mehrere Ausbildungen im Bereich Coaching und Organisationsberatung.

Vertrauen und Respekt

Glasow ist zwar ein berufliches Chamäleon, aber im Kern unverändert. Das Kind in der Frau hält ungebrochen an den Werten fest, die im Elternhaus vermittelt wurden: Vertrauen, Respekt und Wertschätzung für Natur, Kreatur und Mensch.

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