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Ein chaotischer Single-Abend

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eigentlich soll es ein gemütlicher Single-Abend im Lokal der einsamen Herzen werden. Die Besitzerin Madame Odette und ihr Assistent Pascal begrüssen die Gäste. Alle suchen sie nach der grossen Liebe. Doch dann gerät der Abend nach und nach aus den Fugen.

Erst scheinen die Getränke nicht geliefert worden zu sein. Als der aufdringliche Lieferant Fritz dann doch noch vorbeikommt, stört er die Ruhe des heiteren Beisammenseins. Und als dann auch noch sein Chef auftaucht und mit Madame Odette einen Streit über die Bezahlung der Rechnung vom Zaun bricht, verliert diese vollends die Geduld. Dieses Problem könnte Pascal, der besonnene Moderator des Abends, noch lösen, würde ihn nicht der ständig pöbelnde Macho Ricci auf Trab halten. Doch trotz aller Unannehmlichkeiten wird viel getanzt. Die Gäste verlieben sich, und am Ende kommt es sogar zu einem Eifersuchtsdrama.

Improvisation als Prinzip

Es ist viel los im neuen Stück der Musiktheatergruppe «just a moment». Bereits zum siebten Mal entwickelten Irmgard Eggel (Theater) und Stefan Schmutz (Musik) zusammen mit 16 Menschen mit einer geistigen Behinderung ein Theaterstück.

Wie in jedem Jahr entstand das Stück durch Improvisation. «Es sind die Schauspieler, welche die Geschichte entwickeln. Die meisten Ideen kommen von ihnen», sagt Irmgard Eggel. Das merkt man dem Stück auch an. Nichts wirkt streng einstudiert, vieles spontan. «Wenn wir etwas Vorgegebenes einübten, würde es nicht mehr authentisch wirken», so Stefan Schmutz.

So ist das Stück denn auch nie vollends abgeschlossen. Bei jeder Probe kommen kleine Elemente hinzu oder verändern sich spontan. «Es ist ein gutes Stück, es ändern sich ständig Sachen», so Olivier Marti, Schauspieler der Gruppe. Dennoch versucht die Leitung schon früh, aus den vielen Ideen einen groben roten Faden zu entwickeln.

Musik als wichtiger Faktor

Wichtig für das Stück ist auch die Musik, die Stefan Schmutz zusammen mit seiner Band von fünf Menschen mit geistiger Behinderung auf der Bühne spielt. Die eigenwilligen Interpretationen von Volks- und Kinderliedern sowie von bekannten Popsongs kommentieren das Geschehen auf der Bühne und bilden die Stimmung der jeweiligen Szene ab. «Die Musik ist sehr wichtig, ohne sie wäre das Stück nicht mehr so gut», sagt Alexander, der im Stück den grimmigen Chef des Getränkelieferanten mimt.

Neben spielerischem Witz und energiereichen Tanzeinlagen behandelt das Stück auch ernste Themen und hat zeitweise sogar eine melancholische Färbung. «Am Ende machen wir dann auch ein wenig Philosophie», sagt der Schauspieler Olivier Marti.

 

Zum Programm

Auftritte in Tafers und Bern

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