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Ein Highlight und viele Projekte

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Nach sechs Jahren Bauzeit mit verschiedensten technischen und organisatorischen Herausforderungen weihte Freiburg am 10. Oktober dieses Jahres seine lang ersehnte Poyabrücke ein. «Dieses Eröffnungswochenende mit dem Tag der offenen Tür und dem ersten Auto, das am Sonntag über die Brücke fuhr, war ganz klar das Highlight dieses Jahres», sagt Kantonsingenieur André Magnin auf Anfrage. Seit seinem Amtsantritt 2008 habe das Dossier in seiner Arbeit stets einen gewichtigen Platz eingenommen, umso mehr noch in den letzten Wochen vor der Eröffnung. «Da gab es besonders viel zu organisieren, die Wochen waren extrem vollgepackt.» Eine Leere habe er nach der Eröffnung der Brücke dennoch nie verspürt. «Meine Wochen sind auch ohne Poyabrücke ziemlich gut gefüllt–auch wenn diese Projekte nicht ganz so spektakulär sind.»

Jaun und Strassenlärm

Eines dieser Projekte ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt Jaun. Die Arbeiten dafür haben bereits in diesem Jahr begonnen (siehe auch Kasten). «Dies bleibt auch im kommenden Jahr eine grosse Baustelle mit einigen Herausforderungen», so Magnin. Die Sanierung dauert voraussichtlich bis 2017. Im kommenden Jahr sollen zudem die Arbeiten für das letzte Teilstück der Strassenverbindung Romont–Vaulruz beginnen. Energie kosteten auch die vielen Projekte zur Minderung des Strassenlärms, sagt Magnin. Um Bundessubventionen zu erhalten, müssen die entsprechenden Arbeiten bis Ende März 2018 abgeschlossen sein. «Wir versuchen, bis zu dieser Frist das Maximum zu machen.» Denn diese Arbeiten seien so oder so obligatorisch, nur würden sie ab 2018 vom Bund nicht mehr finanziell unterstützt.

In der Pipeline ist auch das Projekt für eine weitere Brücke: Im Sommer 2016 sollen die Bauarbeiten für die Tigueletbrücke in Givisiez beginnen. Diese wird den Bahnübergang auf der Belfauxstrasse ersetzen. Grössere Investitionen erwartet Magnin längerfristig auch in weitere Umfahrungsstrassen. «Die Politik muss aber zunächst entscheiden, wo diese gebaut werden sollen. Wir werden uns dann um die Umsetzung kümmern.» Dass all diese Projekte weniger prestigeträchtig sind als der Bau der Poyabrücke, stört Magnin nicht. Im Gegenteil: «Für einen Tag ist wohl jeder gern mal der Star. Grundsätzlich ist es aber viel angenehmer, nicht mehr so im Rampenlicht zu stehen und nicht jeden einzelnen Schritt erklären zu müssen.»

Keine Opfer für die Brücke

Nicht nur im Tiefbau, auch im Hochbau stehen im kommenden Jahr einige Projekte an. 2014 hat die Freiburger Bevölkerung die Kredite von 42,5 und 44,6 Millionen Franken für das neue Gebäude für die Kantonspolizei in Granges-Paccot und das neue Bildungszentrum für die Fachhochschulen für Gesundheit und für soziale Arbeit im Perolles-Quartier genehmigt. «Diese zwei grossen Baustellen wollen wir im kommenden Jahr eröffnen», sagt Kantonsarchitekt Thierry Bruttin. Auch gelte es, die Entwicklung weiterer Projekte voranzutreiben. Dies sind unter anderem der Neubau der Rechtsfakultät auf dem Thierryturm-Areal in Freiburg oder der Aus- und Umbau der Kantons- und Universitätsbibliothek.

Dass mit der Fertigstellung der Poyabrücke nun ein historisches Projekt für Stadt und Kanton Freiburg abgeschlossen worden sei, freue ihn als ehemaligen Stadtarchitekten besonders, sagt Thierry Bruttin. «Nun kann sich das Burgquartier weiterentwickeln.» Auf seine jetzige Arbeit habe dies aber keinen grossen Einfluss. «Wir haben viele Projekte parallel zu den Bauarbeiten an der Poyabrücke geplant und umgesetzt. Ich denke nicht, dass wir Dossiers für die Poyabrücke zurückstellen, vernachlässigen oder gar opfern mussten.»

Raumplanung: Bauland wird künftig knapper

A m 1. Mai trat das neue eidgenössische Raumplanungsgesetz in Kraft. Dieses erlaubt in den nächsten fünf Jahren Einzonungen von Bauland nur, wenn andernorts gleichwertige Auszonungen erfolgen. Um die geplanten Umzonungen noch realisieren zu können, machten viele Gemeinden im Frühling Druck auf den Kanton, damit er ihre Ortspläne noch unter altem Recht validiert. Die Baudirektion habe alle Dossiers genehmigt, die bereit gewesen seien, sagte Staatsrat Maurice Ropraz den FN. Er begreife aber den Unmut mancher Gemeinden. «Einige haben kaum Baulandreserven. Diese müssen ihre Situation nun neu analysieren und nach innen verdichten.» Aber nicht nur Gemeinden ohne Baulandreserven betrifft das neue Gesetz. «30 bis 40 Prozent der eingezonten Fläche im Kanton sind überdimensioniert.» Aufgrund der vergangenen und der künftigen Entwicklung entscheide der Kanton, welche Gemeinden über zu viel Bauland verfügen. «Wo diese Gemeinden auszonen werden, ist dann ihre Entscheidung.» Auch wenn für die nächsten fünf Jahre ein Bauzonenmoratorium besteht: Probleme für die Bauindustrie befürchtet Ropraz nicht. «Wir haben noch genügend Land, das überbaut werden kann.» Mittel- und längerfristig werde aber das Bauland knapper, die Preise dementsprechend höher. «Nun müssen wir gut und gesamtheitlich planen, damit wir die bestehenden Zonen nützen und qualitativ entwickeln können.» rb

Flops: Birch – Luggiwil zurückgestellt, Ausbau Vieux Manoir verunmöglicht

D er Kanton Freiburg hat im Bereich Bauten und Infrastruktur im Jahr 2014 auch einige Flops zu verzeichnen:

• Der Bau der Verbindungsstrasse Birch – Luggiwil in Düdingen verzögert sich mindestens um ein Jahr: Im Februar liegt das Baugesuch öffentlich auf; doch es gehen zahlreiche Einsprachen ein, darunter stammt auch eine von der Gemeinde. Die Einsprachen machen eine Änderung des Projekts notwendig. Da der Planungskredit bereits aufgebraucht ist, muss das Bundesamt für Strassen den Auftrag für das neue Projekt wieder vergeben. Die Strasse, welche den juraseitigen Autobahnanschluss der A 12 in Düdingen via Birch mit der Kantonsstrasse nach Murten verbinden soll, wird nun frühestens 2019 fertiggestellt.

• Der Fall Buess beschäftigt Murten das ganze Jahr: Die Buess AG hat ihren Standort im September 2012 ins Merlachfeld verlegt. Das Oberamt hatte die Baubewilligung erteilt, obwohl es mehrere Einsprachen gab und obwohl der Bau in der Zone «für stilles Gewerbe» zu stehen kommt. Einige Einsprecher ziehen vor Kantonsgericht und erhalten recht: Der Bau ist nicht zonenkonform und somit rechtswidrig. Ende 2013 bestätigt das Bundesgericht das Urteil des Kantonsgerichts und fordert die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Dafür setzt der Oberamtmann im November die Frist auf Mitte 2015, bis dahin soll die Firma die Steinverarbeitung einstellen. Im Dezember rekurriert die Buess AG gegen diesen Entscheid.

• Die Ausbaupläne des Hotels Vieux Manoir in Merlach sorgen auch in diesem Jahr für hitzige Diskussionen. Die Gemeinde will die Ortsplanung revidieren, um einen Hotelausbau zu ermöglichen. Doch das Vorhaben scheitert: Gegen die Revision war unter anderen eine Einsprache der Interessengemeinschaft Merlach mit 146 Unterschriften eingegangen. Die Gemeinde bricht die Teilrevision im Dezember ab, da die Positionen von Hoteleigentümern und Einsprechern zu weit auseinanderliegen. Bereits 2007 hatte das Vieux Manoir Ausbaupläne präsentiert; diese scheiterten jedoch ebenfalls am Widerstand der Bevölkerung.

• Der Generalrat Murten weist im Oktober das Parkhaus-Projekt «Prinz von Tarent» an den Gemeinderat zurück. Für das zu einem Drittel oberirdische Parkhaus auf dem Areal des ehemaligen Viehmarktes sind Kosten von rund 14 Millionen Franken vorgesehen. Die FDP hat die Rückweisung des Planungskredites gefordert, da sich die Partei wünscht, aus zwei Projekten auswählen zu können: dem «Prinzen von Tarent» und einer unterirdischen Variante. Auch soll der Gemeinderat die Kosten genauer darlegen. Nun liegt der Ball also erneut beim Gemeinderat. mir

Tops: Von der Kaserne Schwarzsee über UCB Farchim Bulle zum neuen Eisstadion

N eben der Poyabrücke sind in diesem Jahr im Kanton Freiburg zahlreiche andere wichtige Bauprojekte realisiert oder zumindest aufgegleist worden. Die FN heben die wichtigsten hervor:

• Der Bund entscheidet sich dafür, in der Kaserne Schwarzsee das nationale Ausbildungszentrum für Zivildienstleistende unterzubringen. Mit den dafür nötigen Um- und Neubauten muss es aber schnell gehen: Die Zivildienstler sollen Anfang 2016 einziehen. Nachdem eine Einsprache das Projekt um rund zwei Monate verzögert hat, läuft jetzt alles wie gewünscht: Die Baugesuche sind eingereicht, der Baustart soll im Frühling erfolgen.

• 20 Jahre lang hat die Gemeinde Jaun darauf gewartet; nun sind die Arbeiten für die Sanierung der Ortsdurchfahrt seit Mai in vollem Gang. Die Strasse wird verbreitert, alle Verkehrsteilnehmer sollen mehr Platz erhalten. Die Gemeinde hat so auch ihr erstes Trottoir bekommen. Die Arbeiten dauern noch bis ins Jahr 2017.

• Auch der HC Freiburg Gottéron hat lange gewartet: Im Juni entscheidet sich die Stadt für das Projekt der Firma Losinger Marazzi für den Bau des neuen Eisstadions. Baustart ist auf Mitte 2015 geplant.

• Im November zieht das Adolphe-Merkle-Institut um: Die vier Professoren und 90 Forscher verlassen das Provisorium auf dem ehemaligen Ilford-Areal in Marly und sind nun im aufwendig umgebauten Gebäude der ehemaligen Klinik Garcia im Perolles-Quartier zu Hause.

• Endlich legt Kerzers den Streit um die Ortsplanung bei: Die Aktionsgruppe «Planung und Entwicklung Kerzers» hatte – nachdem ihre Einsprache abgewiesen wurde – Beschwerde beim Kantonsgericht gegen die Revision der Ortsplanung eingereicht. Im September einigen sich Gemeinde und Aktionsgruppe jedoch, die Gruppe zieht die Beschwerde zurück. Was zur Einigung geführt hat, will keine der beiden Parteien kommunizieren. Die Aktionsgruppe hatte stets bemängelt, dass die Verkehrsproblematik mit der Ortsplanungsrevision nicht gelöst werde.

• Im Oktober weiht das weltweit tätige Pharmaunternehmen UCB Farchim in Bulle eine neue Fabrik ein. Dort wird das Medikament Cimzia hergestellt, das beispielsweise zur Behandlung von Morbus Crohn eingesetzt wird. Die Firma hat in die neue Fabrik 300 Millionen Franken investiert.

• Die Senslerinnen und Sensler sagen im September mit deutlicher Mehrheit Ja zu einem Kredit von 14,5 Millionen Franken für die Demenzstation in Tafers . Gegen das Baugesuch sind keine Einsprachen eingegangen. Der Baustart ist für kommenden Frühling geplant. mir

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