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Ein Huhn aus Beton und ein Appell für mehr Respekt auf unserer Welt

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Autor: Marc Kipfer

Der Garten von Patricia Morgenthaler an der Bahnhofstrasse in Cressier wäre schon in ungeschmücktem Zustand ein Kunstwerk. Er präsentiert sich in sommerlich-saftigem Grün und lädt den Gast zum Verweilen ein. Morgen Freitag werden es jedoch für einmal die Farbtupfer inmitten dieses Grüns sein, denen die Aufmerksamkeit gilt. Die Künstlerin und Gestalterin Patricia Morgenthaler öffnet um vierzehn Uhr ihre Türen, um allen Interessierten vor Ort zu zeigen, woran sie in den vergangenen Monaten gearbeitet hat.

Ton gegen die Wand werfen

Dass sie ihre Kunst ausgerechnet im eigenen Garten präsentiert, ist kein Zufall, wie Morgenthaler betont. «Gartenkunst liegt im Trend», weiss die Künstlerin. Für ihre Objekte arbeitet Morgenthaler mit wetterfesten Materialien wie Ton, Metall oder Beton und bringt diese in die unterschiedlichsten Formen. Fast an jedem Baum sind bunte Gehänge aus glasiertem Ton befestigt. Der Baumschmuck integriert sich jetzt im Sommer perfekt in die Natur, so dass es durchaus möglich wäre, ihn beim ersten flüchtigen Blick zu übersehen. «In einem solchen Garten entdeckt man immer wieder etwas Neues», so Morgenthaler, die viele ihrer Werke am Freitag zum Kauf anbietet.

Nicht nur die Bäume sind voller Kunst. Auf einem Mäuerchen stehen Tontöpfe, welche die Künstlerin in der japanischen Raku-Technik gefertigt hat. Dabei wisse sie selbst nie genau, wie das Objekt am Ende aussehe. «Das ist es, was mich am Ton als Arbeitsmaterial fasziniert», so Morgenthaler. «Er lässt mit sich experimentieren. Man kann den Ton zum Beispiel einfach gegen eine Wand werfen und schauen, was sich auf ihm für eine Struktur abbildet.»

Respekt in allen Sprachen

Ganz ohne Ton experimentiert die Künstlerin, wenn sie in themenbezogenen Collagen Fotos und Malerei vermischt. Auch hier gibt es einiges zu entdecken: Oft müsse der Betrachter nur seine Distanz zur Collage verändern, um etwas ganz anderes darin zu entdecken, sagt Morgenthaler.

Das auffälligste Werk in Morgenthalers Gartenausstellung ist ebenfalls themenbezogen. Es ist als künstlerischer Appell für mehr Respekt auf der Welt zu verstehen und die Künstlerin zeigt dies unmissverständlich: Die kunterbunte Skulptur enthält das Wort «Respekt» in mehreren Dutzend Sprachen. Und es sollen noch mehr werden, denn das Werk sei noch nicht fertig, erklärt Morgenthaler. Mit fünf weiteren Künstlerinnen und Künstlern plant sie eine Ausstellung zum Thema «Respekt» – diese soll im Mai 2010 in Faoug stattfinden.

Respekt verschafft sich auch das weisse Huhn, das inmitten all dieser Kunst reglos im Rasen liegt. Reglos deshalb, weil es aus Beton ist. Und Respekt darum, weil die Betonhaut des Tiers für einmal nicht aus der Experimentierfreudigkeit der Künstlerin entstanden ist, sondern aus einer schlichten Notwendigkeit: Das Huhn war zu gross für den Töpferofen.

Grissach, Ausstellung P. M. Création, Bahnhofstrasse 34. Fr., 31. Juli, 14-20 Uhr. Im Internet: www.pm-creation.ch

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