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Ein Leben zwischen den Sprachen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Swetlana Geier, berühmt dank ihrer Neuübersetzungen der Romane von Dostojewskij, erzählt ihr bewegtes und bewegendes Leben. Sie wurde 1923 in Kiew geboren und überlebte zwei barbarische Herrschaftssysteme (Stalinismus und Zweiter Weltkrieg).

Noch während des Krieges floh sie nach Deutschland, wo sie als Ostarbeiterin ihr Leben darbte, aus dem Lager befreit wurde und anschliessend dank eines Stipendiums in Freiburg i. B. Literaturwissenschaften studieren konnte. Gerettet haben sie die beiden Sprachen, die für sie eine Brücke zwischen den Kulturen bildeten: Deutsch und Russisch. Ihre Erinnerungen erwecken eine fast vergessene Zeit und zugleich das aussergewöhnliche Leben einer starken Frau. gr

Taja Gut: «Swetlana Geier – Ein Leben zwischen den Sprachen». Pforte, Dornach 2010, 195 S. Illustriert.

Das Leben ausser Kontrolle

Die beiden protokollierten Schicksale – jenes der 17-jährigen Christina und des 18-jährigen Mihrali – scheinen auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten zu haben. Doch bald fällt auf, dass beide auf verschiedene Art die Kontrolle über ihr Leben verloren haben. Christina verliert sie über ihren Körper, als sie beschliesst, radikal abzunehmen. Schlussendlich wiegt sie bei einer Grösse von 1,73 Metern noch 33 Kilogramm und landet als Magersüchtige in der Klinik, wo sie versucht, mit ärztlicher Hilfe ihre Essstörungen zu überwinden.

Mihrali gerät mit seinen Kumpels in eine Schlägerei und sticht dabei mit dem Messer zu. Er verbüsst diese Tat über sechs Jahre lang im Jugendknast. Zwei authentische Berichte über Jugendliche, die ins Abseits geraten. gr

Christina Helmis: «Mein Lollimädchen-Ich»/Mihrali Simsek: «Mit 18 mein Sturz». Reihe: mein leben meine geschichte. Arena, Würzburg 2010, je 156 Seiten.

Geschichten und anderes …

Die Titelgeschichte «Tante Joice und die Lust am Leben» berichtet vom Alter, vom Älterwerden und vom Altsein und beginnt auf ziemlich despektierliche Weise. Gespickt mit Humor philosophiert der Autor weiter über die Vergänglichkeit menschlichen Lebens: «… wann schlägt das Älterwerden in Altsein um?»

Die rund vierundvierzig Kurzgeschichten, Abhandlungen und Essays kreisen alle in irgendeiner Form um Schicksale, die das Leben schrieb, um Kreaturen mit ihren Höhen oder nahe am Abgrund. Dann aber auch um alltägliche Gegebenheiten, die die Gesellschaft bedenken- und gedankenlos akzeptiert. Der unbekannte Mensch kommt ebenso zu Wort wie bekannte Persönlichkeiten. Geschichten aus sechs Jahrzehnten, die aktueller nicht sein könnten. gr

Hans Werner Kettenbach: «Tante Joice und die Lust am Leben». Diogenes, Zürich 2010, 422 S.

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