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Ein Manko ist endlich ausgeglichen

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Gestern wählte die Vereinigte Bundesversammlung mit der Freisinnigen Karin Keller-Sutter und der CVP-Vertreterin Viola Amherd zwei Frauen in den Bundesrat. Ein spezieller Tag, befanden viele, da gleich zwei Frauen auf einmal in das höchste Gremium gewählt worden sind. Doch mit Verlaub: Das war kein grosser Schritt, sondern schlicht das Minimum. Denn mit der doppelten Frauenwahl sind nun drei von sieben Bundesratsmitgliedern weiblich. Das ist kein Grund für einen Freudensprung, vielmehr hat die Bundesversammlung ein Manko ausgeglichen. So wie verschiedene Regionen, Parteien und Berufe im Bundesrat repräsentiert sein sollten, gehört es auch dazu, dass die Geschlechter angemessen vertreten sind. Wenn es zum historischen Ereignis der Frauen-Doppelwahl gekommen ist, dann nur, weil die Bundesversammlung in den letzten Jahren den Männern den Vorzug gegeben hat und die Mehrheit im Lande – die Frauen – untervertreten waren.

«Die Kompetenzen sind wichtiger als das Geschlecht» – dieser Satz gehört auf den Misthaufen der Geschichte. Spätestens die gestrige Wahl und die vorhergehende Medienpräsenz der Bundesratsanwärterinnen sollte allen gezeigt haben, dass in der Schweiz fähige Frauen Politik betreiben und sie bei einer Wahl nicht wegen mangelnden Kompetenzen hintanstehen müssen.

Auch wenn die Freude unter den Politikerinnen gestern im Bundeshaus gross war: Die zweifache Frauenwahl ist kein Grund, sich auszuruhen. Die Parteien stehen weiterhin in der Pflicht, Frauen zu fördern. Und vor allem ist sie keine Entschuldigung dafür, künftig wieder Männer statt Frauen aufs Wahlticket zu setzen.

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