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Ein Orgelfestival in reduzierter Form

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«Es wird ein kleines und intimes Festival.» Das sagt Präsidentin Ruth Lüthi über die 23. Ausgabe des Internationalen Orgelfestivals Freiburg, die vom 24. bis zum 27. September stattfindet. Wegen der Corona-Pandemie habe man lange nicht gewusst, ob und in welcher Form das Festival durchgeführt werden könne. «Wir haben die Entscheide so lange wie möglich hinausgezögert.» Im Juni sei dann klar gewesen: Das Festival findet statt, wenn auch in abgespeckter Form. Man habe nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen und einfach alles absagen wollen, so Ruth Lüthi. «Für das Publikum und für die Künstlerinnen und Künstler ist es wichtig, dass es endlich wieder Konzerte gibt.»

Ohne Chor und Orchester

Gestern haben die Organisatoren das Programm bekannt gegeben, das aus drei Konzerten an drei Standorten besteht: Am 24. September spielen Maurizio Croci (Cembalo) und Evangelina Mascardi (Vihuela) in der Kapuzinerkirche Freiburg, am 25. September sind in der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg die beiden jungen Organisten Aurore Baal und Laurens de Man zu hören, und am 27. September tritt in der Kirche St-Pierre-aux-Liens in Bulle der Organist Martin Schmeding auf.

Das Eröffnungskonzert sei ursprünglich in der Kapelle des Bürgerspitals vorgesehen gewesen, doch hätten dort wegen der Distanzregeln gerade einmal zwanzig Besucherinnen und Besucher Platz gefunden, erklärt Ruth Lüthi. Auch bei dem Konzert in der Kathedrale gab es eine Corona-bedingte Änderung: Eigentlich hätte dort ein US-amerikanischer Organist spielen sollen, dessen Anreise jedoch zu unsicher war. Ganz abgesagt haben die Organisatoren ein Konzert mit einem Chor in Payerne und eines mit Orchester in der Franziskanerkirche Freiburg. Zudem verzichten sie auf die Durchführung der traditionellen Kindervorstellung auf der Empore der Kirche St. Michael. «Das tut uns besonders weh», sagt Ruth Lüthi. Auf der Empore wäre es aber zu eng gewesen, und an einem anderen Ort hätte der Anlass seinen Reiz verloren. «Ausserdem wussten wir nicht, ob unter den aktuellen Umständen überhaupt Schulklassen gekommen wären.»

Ungewohnte Kombination

Das verbleibende Programm ist zwar reduziert, aber gewohnt hochkarätig. Zur Eröffnung ist mit Maurizio Croci der künstlerische Leiter des Festivals selbst zu hören. Zusammen mit Evangelina Mascardi bringt er die ungewohnte Kombination aus Cembalo und Vihuela zur Aufführung. Die Vihuela ist ein Zupfinstrument aus der Familie der Geige. Das Duo präsentiert ein imaginäres Konzert, wie es 1548 während des Mailänder Aufenthalts von Prinz Philippe II. in Begleitung des Komponisten Antonio de Cabezón hätte stattfinden können. Am 25. September zeigen Aurore Baal und Laurens de Man mit einem abwechslungsreichen Programm die verschiedenen Farben der beiden Orgeln in der Kathedrale St. Nikolaus: der kleinen Manderscheidt-Orgel aus dem 17. Jahrhundert und der grossen Mooser-Orgel aus dem 19. Jahrhundert. Zum Abschluss gibt der deutsche Organist Martin Schmeding in Bulle ein Programm zum Besten, das auf Fantasien aus verschiedenen Epochen beruht, von Johann Sebastian Bach über Ludwig van Beethoven bis zu Wolfgang Rihm.

Leere Plätze, keine Masken

Um die gesundheitliche Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten, halten sich die Organisatoren des Festivals an das Schutzkonzept der Kirchen. Das bedeutet, dass nicht alle Plätze besetzt werden, um die Distanz zu wahren. In der Kapuzinerkirche stehen laut Ruth Lüthi so etwa sechzig Plätze zur Verfügung, in der Kathedrale und in der Kirche in Bulle jeweils etwa hundert. Dafür gibt es, ausser für die Helferinnen und Helfer, keine Maskenpflicht.

Die Umstände seien ungewöhnlich, sagt Ruth Lüthi, und die Vorbereitung sei trotz des kleineren Programms aufwendiger gewesen als gewohnt. Doch die Mühe habe sich gelohnt: «Wir sind froh, dass wir das Festival überhaupt durchführen können.» Auch vonseiten des Publikums seien die ersten Reaktionen positiv: «Viele Leute freuen sich, dass sie wieder Konzerte besuchen können.»

Programm

Drei Konzerte in Freiburg und Bulle

Do., 24. September: Maurizio Croci und Evangelina Mascardi. Musik aus dem 16. Jahrhundert. Kapuzinerkirche Freiburg, 20 Uhr.

Fr., 25. September: Aurore Baal und Laurens de Man. Byrd, Frescobaldi, Rameau, Liszt, Dupré u.a. Kathedrale St. Nikolaus, Freiburg, 20 Uhr.

So., 27. September: Martin Schmeding. J.S. Bach, W.F. Bach, Rihm, Beethoven, Schumann, Alain, Boëly. Kirche St-Pierre-aux-Liens, Bulle, 17 Uhr.

cs

Vorverkauf bei Freiburg Tourismus: 026 305 11 00 (empfohlen). Abendverkauf 45 Minuten vor Konzertbeginn: Infos unter: www.academieorgue.ch

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