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Ein richtiger Schnitt verhindert Fäule

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer

Ein Warnschild «Achtung Baumpflege», das mit einem rot-weiss-gestreiften Band abgesteckte Areal und der Lieferwagen mit Anhänger zeugen davon, dass die Baumpfleger hier irgendwo am Werk sein müssen. Folgt der Blick den Seilen, die von den beiden grossen Linden herunterhängen, entdeckt man sie in der Baumkrone. Dort, in 20 Metern Höhe, sitzen, schweben oder stehen die beiden mit Helm und Handsäge ausgestatteten jungen Männer.

Moderne Baumpflege

Das ist der Arbeitsplatz von Laurent Gauch und Martin Imgrüth. Die beiden Sensler haben soeben ihre Ausbildung zum Baumpflegespezialisten mit eidgenössischem Fachausweis abgeschlossen (siehe Kasten) und möchten die moderne Baumpflege auch in der Westschweiz bekannter machen.

«Es gibt hier in der Gegend viele unfachmännisch geschnittene Bäume», bemerkt der 32-jährige Martin Imgrüth, als er sich kurz abseilt, um eine Pause einzulegen. Ein solcher Schnitt sei die Ursache für Fäulnis und weitere Folgeprobleme in der Stand- und Bruchsicherheit des Baumes. Mit ihren Arbeitseinsätzen möchten die beiden Baumpfleger so viele Bäume wie möglich davor bewahren. «Jeder Baum, der von einer Kronenverstümmelung verschont wird, ist ein gewonnener Baum für die nächste Generation», sind sie überzeugt.

Besser als mit Leiter

Nach zehn Minuten Pause mit Boden unter den Füssen geht die Arbeit an den grossen Linden weiter. Mit ihrer speziellen Seiltechnik können sich die beiden in der ganzen Baumkrone frei bewegen und im Feinastbereich schneiden. «Mit einer Leiter wäre man hier am Anschlag», sagt der 25-jährige Laurent Gauch.

Die Seile werden an einem genügend gross dimensionierten Stämmling befestigt. «Man muss einfach Vertrauen haben in das Material», so Gauch. Jeden Morgen werde dies kurz kontrolliert, einmal pro Monat eingehend. Als Baumpfleger muss man auch die nötige Kraft mitbringen. «Zusätzliches Fitnesstraining ist sicher nicht mehr nötig», meint Martin Imgrüth.

Bei ihrer Arbeit am Baum kontrollieren die Baumpfleger die Astgabelungen, mögliche Faulstellen oder suchen nach aneinanderreibenden Ästen, die einander behindern könnten. Zudem wird dem Baum ein Pflegeschnitt verpasst. «Man kann den Baum schneiden, ohne seinen natürlichen Wuchs zu zerstören», erklärt Imgrüth. Natürlich komme es auch ab und zu vor, dass sie nicht mehr erhaltenswerte oder gefährliche Bäume fällen müssen. «Das ist nicht unser Ziel, gehört aber auch zum Tätigkeitsbereich des Baumpflegespezialisten.»

Im Sommer schneiden

In den Köpfen der Leute hält sich die Überzeugung, dass Bäume im Winter zurückgeschnitten werden müssen. Die beiden Baumpfleger räumen mit dieser falschen Vorstellung auf. «Am besten wäre es, die Bäume im Sommer zurückzuschneiden», meint Gauch. Die Bäume könnten die entstandenen Verletzungen in dieser Zeit besser abschotten und überbrücken.

Mit ihrer soeben gegründeten Firma «Friarbor» möchten Laurent Gauch und Martin Imgrüth die grüne Branche ergänzen. «Man kann uns für bestimmte Aufträge herbeiziehen, und wir erledigen den akrobatischen Teil», meint Laurent Gauch. Den beiden ist es ein Anliegen, dass auch in Freiburg das Bewusstsein für fachlich korrekte Baumpflege steigt.

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