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Ein Sensler Restaurator verhilft dem Ständeratssaal zu neuem Glanz

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer (TEXt) und Aldo Ellena (bilder)

Wenn am 5. Dezember im Bundeshaus in Bern die nächste Ständeratssession beginnt, betreten die Politikerinnen und Politiker einen frisch renovierten Saal. Im Juni 2011 haben die Bauarbeiten begonnen, jetzt im November sind die Tontechniker und Akustiker mit den letzten Arbeiten beschäftigt. Die Restaurierungsarbeiten im Bereich Innenraumausstattung des Saals aus dem Jahre 1902 (mehr siehe Kasten) standen unter der Leitung des Freiburger Restaurators Christoph Fasel, der in Tafers wohnt und dort ein Atelier betreibt. Fünf Restauratoren hatte er für dieses Projekt angestellt. Die Arbeiten dauerten von Ende Juli bis Ende September. «Es war eine Herausforderung, in so kurzer Zeit ein solch grosses Projekt zu realisieren», sagt der 38-Jährige.

Kronleuchter gereinigt

Für das Restauratoren-Team hat die Arbeit beim Kronleuchter angefangen. Dieser stammt vom Kunstschlosser Louis Schnyder von Wartensee (1858–1927) und war von Anfang an im Saal. Der von Hand geschmiedete Leuchter hat eine neue Beleuchtung erhalten. Die Restauratoren haben ihn gereinigt und mit Wachs (Cosmoloit H80) behandelt. «In einem nächsten Schritt haben wir die Innenausstattung mit Folie abgedeckt, um sie vor Staub und Verschmutzung zu schützen», erklärt Christoph Fasel. Dies ist besonders wichtig, weil man im Ständeratssaal nicht natürlich lüften kann und während der Bauarbeiten die Lüftung noch nicht funktionierte.

Wasserschaden im 2007

Das riesige Wandgemälde, das die Landsgemeinde Obwalden zeigt, haben die Restauratoren auf Risse überprüft, und wo nötig haben sie Konservierungsmassnahmen getroffen. Bereits im Jahr 1999 hatte Christoph Fasel bei der Restauration des Wandbilds mitgearbeitet. 2007 musste er die linke Bildszene wegen eines Wasserschadens notfallmässig erneut retuschieren.

Säure ist ein Tabu

Den Restauratoren ging die Arbeit noch lange nicht aus: Die Decken der Tribünen sind neu maseriert worden – d.h. Holzstrukturen wurden aufgemalt –, das Brüstungsgeländer sowie die gesamte Holzwandfläche wurden gereinigt und sämtliche Marmorsäulen von Hand poliert. «Trocken gereinigt», betont Christoph Fasel. Denn wenn die Objekte nass gereinigt würden, könnten Probleme entstehen. «Holz und Marmor nehmen ziemlich schnell Schaden.» Und sämtliche Reinigungsmittel, die säurehaltig sind, sind für die Restauratoren tabu.

Besonderer Arbeitsort

Von vielen anderen Veränderungen im Ständeratssaal wie dem neuen Teppich oder den neu bespannten Sesseln war das Restauratoren-Team nicht direkt betroffen. Mit dem Endergebnis ist Chris-toph Fasel sehr zufrieden. Auch der zeitliche Ablauf der Sanierungsarbeiten sei von den verantwortlichen Architekten sehr gut vorbereitet worden – sie waren auf den Tag genau geplant. Die Sessionen sind in dieser Zeit in andere Räume des Bundeshauses verlegt worden

Es war nicht der erste und es wird für den Sensler Restaurator hoffentlich auch nicht der letzte Auftrag im Bundeshaus in Bern gewesen sein. «Ich schätze es sehr, dass ich an einem so besonderen Ort mein Handwerk ausüben darf», sagt Christoph Fasel.

Unter der Leitung von Christoph Fasel hat das Restauratoren-Team u.a. am Kronleuchter und am Wandbild des Saals gearbeitet.

Die Decken der Tribünen sind neu maseriert worden, und die Marmorsäulen haben die Restauratoren von Hand poliert.

Die wertvollen Tapeten im Vorzimmer des Ständeratssaals waren während der Bauarbeiten mit Folie abgedeckt.

«Es war eine Herausforderung, in so kurzer Zeit ein solch grosses Projekt zu realisieren.»

Autor: Christoph Fasel

Autor: Restaurator

«Ich schätze es sehr, dass ich an einem so besondern Ort mein Handwerk ausüben darf.»

Autor: Christoph Fasel

Autor: Restaurator

Zahlen und Fakten

Zu Beginn wie in Klassenzimmer

Die neueste Sanierung des Ständeratssaals stand unter der Leitung des Bundesamtes für Bauten und Logistik BBL. Im September 2010 haben die ersten Planungsarbeiten begonnen, die Ausführung dauerte dann von Juni bis November 2011. Wie das ganze Bundeshaus ist der Ständeratssaal im April 1902 in Betrieb genommen worden. Allerdings war er damals noch ziemlich anders, wie Kunsthistorikerin Monica Bilfinger erklärt. Er hatte bunte Glasfenster (grüne Rautenmuster) und auf der Rückwand war noch kein Wandbild. Kurz darauf wurden die Fenster, vermutlich wegen schlechter Lichtverhältnisse, entfernt, wie sie erläutert. Auch die Bestuhlung der Räte wurde total verändert: von einer Schulklassenbestuhlung zur heutigen halbrunden Bestuhlung. Anstelle des Wandbildes klebte eine geblümte Tapete. Das Wandbild wurde circa 1908 in Auftrag gegeben und bis im Mai 1914 fertiggestellt. ak

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