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Ein Sommertag auf der Alp

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Ein Sommertag auf der Alp

Festtag für Einheimische und Touristen

Auf der Alp «Les Audèches» im Gros-Mont-Tal geniessen Städter und Bergler gemeinsam die Bergfreuden. Die Erlebnistage in den Alpen gehören zum Konzept «Voralpen ohne Grenzen». Italienische und französische alpwirtschaftliche Vereine arbeiten mit den Schweizer Alpwirten zusammen.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Rund 300 Interessierte lassen sich am Samstag nicht von den schlechten Wetterprognosen abhalten, sie wollen wissen, wie das Leben auf der Alp ist. Von Charmey aus bringen Armeefahrzeuge die Besucher ins Gros Mont- Tal, von wo aus sie nach einem rund einstündigen Fussmarsch die 1485 Meter hoch gelegene Alp erreichen. Zweijährige auf den Schultern ihrer schwitzenden Eltern, Touristen aus Frankreich, ein 87-jähriger Freiburger, sie alle müssen zuerst körperlich erfahren, wie anstrengend der Weg zu einer Alphütte sein kann. Die Belohnung winkt von ferne: Die Alphornbläser aus dem Vivisbach-Bezirk heissen die Wanderer vor der unteren Audèche-Alphütte willkommen.

Wildhüter der Voralpenregion haben ihre Fernrohre aufgestellt: Ein Murmeltier sitzt auf einem grossen Felsbrocken, zwei Gämsen blicken genau in die Richtung der Beobachter. Die Wildhüter haben auch präparierte Wiesel, Schneehühner und das Fell eines Luchses mitgenommen.
Ein paar Schritte weiter warten neue Attraktionen auf die Alpenbesucher. Die Formation «Les Trèna-Tsôthè», was so viel heisst wie die mit dem tiefsitzenden Hosenboden, spielt mit Bassgeige und Schweizerörgeli zum Aperitif auf. Zwischen Touristen und Einheimischen stehen auch Freiburger Politiker. Hier oben hält keiner eine Rede, weder Dominique de Buman, Ständerat Alain Berset noch Grossratspräsidentin Anne-Claude Demierre. «Eine richtige Stubete auf der Alp mit fröhlichen Menschen ist das hier», meint eine gut gelaunte Älplerin. In der oberen Audèche-Hütte und an langen Holztischen auf der Wiese werden Freiburger-Plättli, Chalet-Suppe, Brot und Käse verspeist. Die Politikerin sitzt neben dem Alphirten, ein extra angereister japanischer Journalist zwischen Kollegen aus der Westschweiz. Die Kinder dürfen ungehindert umherspringen, Ziegen streicheln, Kühe bewundern und Schweine beim fröhlichen Graben in der Erde beobachten.

Wie macht man eigentlich Alpkäse?

«Es braucht vor allem Geduld beim Käsen», erklärt Urs Kolly, Käsereiberater beim Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve, der mit den Kindern Tomme, Vacherin und Greyerzer herstellt. Mit viel Eifer sind die Jugendlichen dabei, das Thermometer wird alle paar Minuten aus der Milch gezogen. Im Inneren der Alphütte überwacht Nicolas Schmoutz, Berater für Alpkäsereien, das Käsen. «Im grossen Kupferkessel haben wir heute Morgen 900 Liter Milch erhitzt. Hier im kleinen Kessel sind 400 Liter», sagt der Fachmann. Es gehört ins Pflichtenheft des Greyerzer Alpkäsers, dass im Kupferkessel gekocht wird, das macht auch den typischen Geschmack aus. Er erklärt den Alpbesuchern, dass
die Rohmilch in gut belüfteten Räumen zum Abrahmen stehen muss, die Kochtemperatur der Milch zwischen 53 und 57 Grad beträgt und ein Hanftuch zum Pressen benötigt wird. Besonderes Augenmerk gilt der Hygiene.

Bruno Gachet bewirtschaftet schon das sechste Jahr mit seiner Frau die Alp. 32 Kühe und rund 60 Gustis gehören zum Betrieb. «Wir möchten den Besuchern zeigen, dass wir hochwertige Produkte herstellen», erklärt Gachet. Sein Arbeitstag dauert gewöhnlich von fünf Uhr morgens bis acht Uhr abends, für diesen Besuchstag habe man noch etwas länger gearbeitet.

Weitere Informationen zum Thema:
www.voralpen-ohne-grenzen.ch.

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