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Ein Theaterkonzert über Miles Davis

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Die Zeit von Miles Davis mit Juliette Gréco in Paris, die rassistischen Anfeindungen gegen ihn in den USA oder seine Liebe zur Filmmusik: Diese und andere Themen und Anekdoten aus dem Leben des amerikanischen Jazzmusikers sind am 2. Oktober im Konzert «Histoires de s’Miles» der Max Jendly Jazz Big Band zu entdecken. Zweimal wurde die Uraufführung des Musiktheaters wegen der Corona-Pandemie verschoben. Max Jendly, Gründer und Leiter der Big Band, ist froh, dass es jetzt doch noch klappt. «Wir brauchen diese Aufführung, um das Projekt zu finanzieren», sagte er gegenüber den FN.

Dabei waren nicht nur die Produktionskosten von etwa 60 000 Franken ein Problem, sondern auch die Suche nach einem geeigneten Lokal: Weil viele Veranstaltungen verschoben worden seien, seien jetzt im Herbst alle Säle ausgebucht, so Jendly, der schliesslich beim Kollegium Gambach fündig wurde. Die dortige Aula eigne sich perfekt für die Aufführung, sagt er. Um die Corona-Regeln einzuhalten, werden nur 250 der 350 Plätze besetzt, und es besteht Maskenpflicht.

Jendly-Brüder im Duo

«Histoires de s’Miles» ist eine Variation des Programms rund um Miles Davis und Gil Evans, das die Max Jendly Jazz Big Band 2019 kreiert hat. Er habe das Thema weiterführen wollen, sagt Max Jendly, mit zusätzlicher Musik und vor allem mit einer Theater-Komponente. Für Letztere hat der 75-jährige Musiker mit seinem 82-jährigen Bruder zusammengespannt, dem renommierten Schauspieler Roger Jendly. Dieser präsentiert die Szenen aus Miles Davis’ Leben. «Es handelt sich nicht um eine Lesung, sondern um echtes Theater», präzisiert Max Jendly. «Wir erzählen lustige, sentimentale und traurige Anekdoten aus Miles Davis’ Leben und gleichzeitig ein Stück Musikgeschichte.»

Passend dazu ist die Musik im Stil der Vierziger- bis Achtzigerjahre gehalten. Sie stammt von Max Jendly, der für das Gesamtwerk mit dem Saxofonisten Yvan Ischer zusammenarbeitete. Zu den 33 Musikerinnen und Musikern der Band gesellt sich der international erfolgreiche Freiburger Trompeter Matthieu Michel, der bereits beim Davis-Evans-Programm dabei war. Man müsse Miles Davis und seine Musik nicht kennen, um bei dem Stück auf seine Kosten zu kommen, sagt Max Jendly. «Es ist ein kurzweiliges, leicht zugängliches Musiktheater für alle. Sogar die Musikerinnen und Musiker haben bei der Vorbereitung viel über Miles Davis gelernt.»

Jazz-Suite folgt im März

Weitere Aufführungen des Stücks sind derzeit nicht geplant. «Wir würden es gerne noch an anderen Orten zeigen, aber es ist schwierig, einen Platz zu bekommen», so Jendly. Hadern will der Musiker aber nicht: «Die Situation ist für alle Kulturakteure schwierig», sagt er. Zuversichtlich stimmt ihn, dass das nächste grosse Projekt seiner Band bereits aufgegleist ist: Am 26. März 2021 wird das Ensemble im Equilibre zusammen mit dem Freiburger Kammerorchester den dritten und letzten Teil von Jendlys «Tryptyque 2022» uraufführen, die «Symphonische Jazz-Suite Nr. 2». Er arbeite bereits auf Hochtouren daran, sagt Jendly. «Die Musik für sechzig Personen zu schreiben, ist eine enorme Arbeit.»

Die Jazz-Suite wird teils aus Eigenkompositionen, teils aus bekannten Jazz-Standards bestehen. Max Jendly ist zuversichtlich, dass seine 2017 gegründete Big Band die Krise überstehen wird: «Wir haben bis jetzt überlebt, und wir haben eine Perspektive.» Sein Plan, die Band aufzubauen und zu entwickeln, um sie dann an einen Nachfolger zu übergeben, sei nicht gefährdet. Als Nachfolger steht der junge Saxofonist Gerry Lopez bereit (siehe Kasten).

Aula des Kollegiums Gambach, Freiburg. Fr., 2. Oktober, 20 Uhr. Reservation über See Tickets (ehemals Starticket).

Die Band

2022 soll Gerry Lopez auf Max Jendly folgen

Max Jendly hat seine Max Jendly Jazz Big Band 2017 gegründet. Heute umfasst das Ensemble 33 professionelle und halbprofessionelle Musiker. Das Ziel des heute 75-jährigen Dirigenten und Komponisten war von Anfang an, die Band 2022 an einen Nachfolger zu übergeben. Für die Zeit bis dahin plante er ein dreiteiliges Projekt. 2017 wurde der erste Teil, Jendlys «Jazz-Suite Nr. 1», aufgeführt. 2019 folgte der zweite Teil zu Miles Davis und Gil Evans, der im aktuellen Konzert weitergeführt wird. Kommenden Frühling soll im Equilibre der dritte und letzte Teil, die «Symphonische Jazz-Suite Nr. 2», präsentiert werden, dies mit dem Freiburger Kammerorchester. Anschliessend will Max Jendly zurücktreten: Geplant ist, dass 2022 der junge Saxofonist und Komponist Gerry Lopez an seine Stelle tritt, der 2018 das Orchestre des Jeunes Jazzistes Fribourgeois gegründet hat.

cs

 

 

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