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Ein Tumorregister für den Kanton?

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Ein Tumorregister für den Kanton?

Generalversammlung der Freiburger Krebsliga

Im letzten Jahr hat die Krebsliga Freiburg die Brustkrebs-Früherkennung als Schwerpunkt gewählt. Dieses Jahr soll die Mehrheit der 50- bis 70-jährigen Frauen erreicht werden. Ebenfalls soll die Möglichkeit eines kantonalen Tumorregisters geprüft werden.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Im vergangenen Jahr hat die Krebsliga Freiburg 725 Personen und Familien beraten. Die Hälfte davon im Rahmen von einmaligen Kontakten, die andere Hälfte mit mehr als drei Kontakten. «Die für uns schwierigsten Fälle sind jene, in denen Kinder oder Mütter von einer Tumor-Erkrankung betroffen sind», sagte Rose-Marie Rittener, Direktorin der Krebsliga Freiburg. Die Krebsliga sehe sich zunehmend mit schleppender administrativer Arbeit konfrontiert.

Brustkrebs-Früherkennung
weiterhin Schwerpunkt

Im Januar 2004 startete das Programm zur Brustkrebs-Früherkennung. Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren haben die Gelegenheit, sich einer Mammographie zu unterziehen. Die Untersuchung kostet die Patientinnen nur Fr. 12.50, weil die Krankenkassen die Mammographie ohne Abzug der Franchise übernehmen. Die Krebsliga hat sich für dieses Jahr zum Ziel gesetzt, 60 Prozent der Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren zu erreichen.

Freiburg bald mit Tumorregister?

Momentan ist eine Machbarkeitsstudie bezüglich eines Tumorregisters in Bearbeitung. Mit dem Register werden die in der Bevölkerung des Kantons Freiburg neu diagnostizierten oder behandelten Tumorfälle erfasst. Die gewonnenen Daten erlauben die Durchführung von Studien namentlich für die Identifikation von Risikogruppen in der Bevölkerung, die Evaluation von Präventionsaktionen und die Überwachung der Bevölkerung auf dem Gebiet der Krebserkrankungen. In der Schweiz gibt es derzeit neun kantonale oder interkantonale Register.

Passivrauchen bekämpfen

Die Krebsliga Freiburg will sich dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Tabakprävention (Cipret) vermehrt mit dem Passivrauchen beschäftigen. «70 Prozent der Restaurantbesucher sind Nicht-Raucher», gibt Rose-Marie Rittener zu bedenken. Die Restaurants sollen deshalb auf die Auswirkungen des Passivrauchens aufmerksam gemacht werden.

Neu wurde ebenfalls eine Selbsthilfegruppe für Personen gebildet, die an Prostatakrebs erkrankt sind.

Nebenwirkungen durch hohe Dosis

«Rund 60 Prozent aller Krebspatienten brauchen im Verlaufe der Krankheit eine Radio-Onkologie», sagte Peter Kuhn, Strahlenspezialist im Kantonsspital Freiburg, in seinem anschliessenden Referat über die Methoden der Bestrahlungstherapie. Je höher die Dosis sei, umso erfolgversprechender sei auch die Behandlung. «Aber», fügte Kuhn gleich hinzu, «bei hoher Dosis ist auch das gesunde Gewebe stärker betroffen und die Nebenwirkungen zeigen sich stärker.» Diese zeigen sich unter anderem in Form von Hautrötung, Übelkeit, Haarverlust oder Blasenentzündung.

Tumor bekämpfen – Gesundes
Gewebe schützen

Um bei einer Bestrahlung ein optimales Resultat zu erhalten, wird der Tumor vorgängig durch Chemotherapie, Erhitzen oder Zufügen von Sauerstoff geschwächt. Dagegen gebe es kaum Möglichkeiten, das gesunde Gewebe mittels Radioprotektoren vor den Strahlen zu schützen. «Die wenigen Medikamente auf dem Markt sind teuer, toxisch und zudem umstritten», sagte Kuhn.

Bei der Behandlung von rasch wachsenden Tumoren hat sich laut Peter Kuhn bewährt, zwei Behandlungen pro Tag durchzuführen. Auf diese Weise ergebe sich eine 10-prozentig bessere Kontrolle über den Tumor.

Die Krebsliga Freiburg ist neu auch im Internet präsent. Die französischsprachige Seite www.liguecancer-fr.ch ist in Betrieb. Ab 1. September soll auch www.krebsliga-fr.ch zugänglich sein.
Tumore und ihre
Behandlungen

Bei einer Tumorerkrankung wandeln sich gesunde Zellen in Tumorzellen um. Schafft es das Abwehrsystem nicht, diese zu zerstören, vermehren sie sich unkontrolliert und bilden im Körper einen örtlich begrenzten Tumor. Wird er nicht rechtzeitig behandelt, können die Zellen über die Lymph- und Blutwege an entfernte Körperstellen gelangen und neue Tumore (Metastasen) bilden.

Es bestehen hauptsächlich drei Therapien zur Behandlung von Tumoren: Chirurgie (Operation), Radio-Onkologie (Bestrahlung) und die medikamentöse Therapie (z.B. Chemotherapie). In der Praxis werden die Behandlungsmethoden oftmals kombiniert.

Von den über 30 000 Menschen, die in der Schweiz jährlich neu an Krebs erkranken, wird heute rund die Hälfte geheilt. Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sind für den Heilungsverlauf entscheidend. jlb

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