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Eine Anlaufstelle für alle Altersfragen

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Ein älterer Mann stürzt in seiner Wohnung und ist von heute auf morgen auf Unterstützung angewiesen. Seine Kinder suchen dringend Beratung, wie ihr verwitweter Vater zur nötigen Pflege, zu einer Hilfe im Haushalt und beim Einkaufen und zu einem Transportdienst in die Physio­therapie kommt. Im Raum steht auch die Frage, ob der Mann eher ein Fall für ein Pflegeheim ist oder weiter zu Hause wohnen kann. Dieses fiktive Beispiel zeigt, dass eine Familie oft innert kürzester Zeit mit einer schwierigen Situa­tion konfrontiert ist und rasch reagieren muss.

Anlaufstelle ab 1. März

Statt selber nachforschen zu müssen, wo welche Hilfe erhältlich ist und was am besten für den jeweiligen Fall ist, können sich Senslerinnen und Sensler ab dem 1. März telefonisch (026 494 45 45) oder per Mail (info@gesundheitsnetz-sense.ch) an eine zentrale Koordinationsstelle wenden. Diese Stelle mit einem 50-Prozent-Pensum hat das Gesundheitsnetz Sense geschaffen. Die Sensler Gemeinden haben der Finanzierung letzten Herbst zugestimmt (die FN berichteten).

Die neue Koordinationsstelle ist der erste Schritt, um das im Mai 2018 verabschiedete Alterskonzept 2018–2030 umzusetzen. «Die Eröffnung der Koordinationsstelle ist ein weiterer Meilenstein», sagt Peter Portmann, Präsident des Gesundheitsnetzes Sense. Der Bedarf für eine solche Stelle sei klar gegeben. Die demografische Entwicklung zeigt, dass im Sensebezirk im Jahr 2030 26 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein wird. Das entspricht 12 000 Personen.

Für 95 Prozent der Betagten

Nur etwa fünf Prozent der älteren Bevölkerung lebt in einem Pflegeheim. Das Alterskonzept setzt den Fokus bewusst auf die anderen 95  Prozent – jene Menschen, die noch zu Hause leben und auf wenig Hilfe angewiesen sind. Es basiert auf der Analyse der bestehenden Angebote in Bereichen wie Mobilität, Wohnen, finanzielle Sicherheit, Hilfe und Pflege zu Hause sowie Prävention und hat zum Ziel, Angebote zu vernetzen, Lücken zu füllen und neue Projekte zu entwickeln.

Die Hauptaufgabe der Koordinationsstelle wird es sein, dieses Konzept umzusetzen und die Angebote und Dienstleistungen für ältere Menschen überregional vermehrt sichtbar zu machen und auf diese Weise Impulse zu geben, neue Ideen zu entwickeln. Sie steht sowohl Privatpersonen, Gemeinden wie auch privaten Anbietern als Anlauf-, Auskunfts- und Beratungsstelle zur Ver­fügung.

Triage für Hilfesuchende

Das Gesundheitsnetz hat die neu geschaffene Stelle mit der Pflegefachfrau Christine Meuwly besetzt (siehe auch Kasten). Sie erfülle die Voraussetzungen, interdisziplinär zu denken und zu handeln, innovativ zu sein und einen offenen Geist für Neues zu haben, sagt Peter Portmann. Die Aufgabe von Christine Meuwly wird es sein, eine Art Triage zu vorzunehmen und die hilfesuchenden Personen an die richtigen Stellen weiterzuleiten. «Sie hat eine beratende Funktion und macht keine Fallbegleitung», erklärt Guido Hagen, Geschäftsleiter des Gesundheitsnetzes Sense. Auf diese Weise würden die bestehenden Einrichtungen unterstützt, ohne dass neue Strukturen geschaffen werden.

Damit geht der Sensebezirk einen anderen Weg als andere Bezirke, die ebenfalls Koordinationsstellen geschaffen oder noch in Planung haben. Im Greyerz- und im Saanebezirk zum Beispiel übernimmt diese die Platzierung von Pflegebedürftigen in Heime und regelt den Einsatz der Spitex. «Die Pflegeheime im Sensebezirk sind anders strukturiert», erklärt Peter Portmann. Weil die Abklärungen für einen allfälligen Heimeintritt in der Vergangenheit gut funktionierten, soll der bisherige Ablauf nicht verändert werden. «Da die Gewichtung der Aufgaben von Bezirk zu Bezirk sehr unterschiedlich ist, können wir nicht auf die Erfahrungen anderer zurückgreifen. Wir werden also für den Sensebezirk alles von Grund auf neu erarbeiten», erklärt Guido Hagen, der den Aufbau der Koordinationsstelle begleitet.

Etwas Neues aufbauen

Sie habe sich für die Stelle beworben, weil sie die Aufgabe spannend und vielseitig finde, sagt Christine Meuwly. All das, was sie beruflich bisher gemacht habe, bilde eine gute Basis für die neue Koordinationsstelle. Sie freue sich auch darauf, wieder im Bezirk tätig zu werden und etwas Neues aufzubauen. «Altersfragen begleiten mich seit langem.» Sie findet es wichtig, dass die Bevölkerung Zugang zu Informationen über alle Arten von Angeboten rund um das Alter haben. Ihr Ziel sei es auch, die Bevölkerung zu sensibilisieren und zu informieren, sich gewisse Sachen zu überlegen, bevor eine Situation da sei. «Es ist besser, sich in Ruhe und präventiv zu überlegen, was man für Wünsche hat, wie man alt werden will, und nicht erst, wenn es akut wird und man rasch entscheiden muss.»

Umfrage in den Gemeinden

Ein weiterer Schritt für die Umsetzung des Alterskonzepts ist die neu gegründete Kommission für Altersfragen, die von Peter Portmann geleitet wird. Vertreter der Gemeinden, Vernetzer-Organisationen, Ärzte, Rentnervereinigung und verschiedene Hilfsdienste im Bezirk sowie Oberamtmann Manfred Raemy sind in diesem Gremium vertreten. Sie ist derzeit daran, einen Fragebogen für eine Bedürfnisabklärung für die Gemeinden zu erarbeiten. Diese soll in Form einer Umfrage bei der Sensler Bevölkerung umgesetzt werden. «Wir wollen den Gemeinden auf diese Weise Instrumente zur Verfügung stellen, um ihre Alterspolitik zu planen», sagt Peter Portmann.

Zur Person

Breit gefächerte Erfahrung

Christine Meuwly ist ausgebildete Pflegefachfrau. Sie hat als Pflegedienstleiterin im Heim Ärgera in Giffers und als Bereichsleiterin im Heim Wolfacker in Düdingen gearbeitet. Sie war auch bei der Spitex und hat Erfahrungen im Bezirksspital Tafers und im Dalerspital Freiburg gesammelt sowie bei der Krebsliga Schweiz, wo sie das Krebstelefon betreut hat. Seit 2014 ist die 53-Jährige wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sozialvorsorgeamt für den Bereich Pflegeheime. Sie wohnt in Plaffeien.

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