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«Eine Attacke auf die Sozialpartnerschaft»

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Beim Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) und der Föderation der Personalverbände der Staatsangestellten (Fede) im Kanton Freiburg sorgte der Massnahmenplan der Kantonsregierung zum Freiburger Spital (HFR) gestern für einen regelrechten Aufschrei. «Wir sprechen uns dezidiert für eine Aufrechterhaltung des Staatspersonalgesetzes für das HFR-Personal aus», sagte VPOD-Regionalsek­retär Gaétan Zurkinden. Es habe keinerlei Diskussionen mit den Sozialpartnern gegeben, und nun werde eine grösstenteils bereits entschiedene Sache präsentiert. Es sei jetzt schon klar, dass die Veränderungen «auf dem Rücken des Personals» erfolgen und sich die Arbeitsbedingungen verschlechtern würden. Ausserdem ist es gemäss Zurkinden auch weiterhin nötig, dass der Staatsrat weiterhin im HFR-Verwaltungsrat vertreten sei.

Kampfmassnahmen angedroht

Dass das Massnahmenpaket ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt vom Staatsrat präsentiert wurde, hängt für den VPOD-Regionalsekretär mit dem starken Druck zusammen, unter dem die Kantonsregierung gestanden sei. «Das Dossier ist schon lange auf dem Tisch», so Zurkinden. Er ruft den Staatsrat dazu auf, erneut mit den Sozialpartnern zu verhandeln. In einem Communiqué rief der VPOD das HFR-Personal gestern zu einer ausserordentlichen Personalversammlung auf, um über «Kampfmassnahmen» zu verhandeln. Diese soll am 16. Mai über die Bühne gehen.

«Staatspersonal zweiter Klasse»

Die Fede sprach in einer Mitteilung gestern von einer «Attacke auf die Sozialpartnerschaft», mit der «Konflikte für mehrere Jahre vorprogrammiert» seien. Eine solche Botschaft sei nicht zuletzt komplett demotivierend für das HFR-Personal. «Die Methode, wie hier ein Fait accompli geschaffen wurde, ist einfach skandalös und inakzeptabel», sagte Fede-Präsident Bernard Fragnière im Gespräch. Das HFR-Personal würde auf diese Weise zu «Staatspersonal zweiter Klasse» degradiert. «Das ist keine Art und Weise, mit seinem Personal umzugehen», so Fragnière. «An die Stelle einer Problemlösung tritt so lediglich die Schaffung eines zweiten, neuen Problems.» Der Fede-Präsident forderte ebenfalls nachdrücklich, dass es weiterhin eine Vertretung des Staatsrats im Verwaltungsrat des Spitals brauche. Nur so sei weiterhin ein «Gleichgewicht der Interessen» gewährleistet.

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