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Eine bewegte Nacht in Freiburg

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«Alles in Bewegung» lautete das Motto der Freiburger Nacht der Museen am Samstag, und rund 5000 Besucherinnen und Besucher hörten den Ruf und setzten sich in Bewegung: Sie machten sich auf nach Freiburg, Tafers, Granges-Paccot und Marly, wo insgesamt 21 Museen und andere Institutionen zu Führungen, Darbietungen, Spielen, Ateliers und vielen anderen Aktivitäten luden. An vielen Orten ging es dabei getreu dem Motto «bewegt» zu und her: sei es beim Jedi-Kampftraining für Kinder im Filmmuseum Across the Screen, beim Tangokurs im Museum für Kunst und Geschichte oder beim Flashmob in der Kantons- und Universitätsbibliothek.

Bewegte Pflanzen und Tiere

 Als besondere Publikumsmagneten erwiesen sich dieses Jahr der Botanische Garten und das Naturhistorische Museum: An die 3000 Gäste fanden den Weg dorthin und genossen den milden Abend und die schöne Vollmondnacht. Im Bistro, das im Garten eingerichtet worden war, fand sich zwischenzeitlich kaum ein freier Platz. Doch kein Problem, denn schliesslich war auch hier Bewegung angesagt: Auf einem Parcours ging es darum, bestimmte Pflanzen zu finden und herauszufinden, wie weit die Samen des Berg-Ahorns fliegen oder wie schnell der Japanische Staudenknöterich wächst.

Einen Ausflug in die Welt der Tiere gab es in der benachbarten Tierpflegestation des Naturhistorischen Museums. Michel Beaud, Tierpräparator des Museums und Co-Leiter der Tierpflegestation, stellte die im vergangenen Herbst in Betrieb genommene neue Station vor. Eine Tierpflegestation unterhält das Museum allerdings schon seit dreissig Jahren, und diese hat bis heute an die 7000 Tiere aus 155 Arten aufgenommen. Von diesen Tieren könne jedoch nur ein Drittel gerettet werden, so Beaud. Die übrigen seien bei der Ankunft bereits tot oder würden eingeschläfert. Auch der Tierpfleger kam dem Motto der Museumsnacht nach und erzählte bewegende Geschichten: von Igeln mit verletzten Pfoten, Störchen mit gebrochenen Flügeln oder vergifteten Rotmilanen.

Gemütlicher Ausklang

Im Naturhistorischen Museum konnten die Besucherinnen und Besucher derweil selber in die Haut von Tieren schlüpfen und herausfinden, wie diese sich fortbewegen. Für Kinder gab es etwa ein Atelier, in dem es sich im Schlangen- oder Fledermauskostüm zu bewegen galt. Von Fledermäusen handelt auch eine aktuelle Sonderausstellung, in der Gross und Klein gefordert waren, als es darum ging, sich mit speziellen Brillen im Dunkeln zu orientieren.

Zurück im Freien, lohnte sich das Verweilen im Botanischen Garten: Im Licht von Fackeln und Kerzen liess man die bewegte Nacht gemütlich ausklingen–auch wenn Essen und Getränke im Bistro längst ausverkauft waren.

Orientierung im Dunkeln, wie bei den Fledermäusen.Tierpflegestation: Jungvögeln ist hier leider kaum zu helfen.Fackeln erleuchteten den Botanischen Garten.Ein Parcours führte zu «bewegten» Pflanzen.

Bilanz: 15 000 Eintritte in 21 Museen

W ie in den vergangenen Jahren hat die Freiburger Nacht der Museen auch in diesem Jahr rund 5000 Personen angezogen, die den teilnehmenden Museen und Institutionen insgesamt 15 000 Besuche abstatteten. Gemäss Mitteilung der Organisatoren war etwa ein Drittel der Gäste unter 16 Jahre alt. Am beliebtesten waren dieses Jahr der Botanische Garten und das Naturhistorische Museum, aber auch das Museum für Kunst und Geschichte und der Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle. Erfolgreich sei die Museumsnacht auch für die Spezialgäste verlaufen, heisst es weiter. Dieses Jahr waren dies das Mikromuseum Across the Screen in Freiburg sowie die Stiftung APCd und das Cibachrome-Museum in Marly. Ob die eine oder andere dieser eingeladenen Institutionen künftig fest mitmachen werde, sei noch offen, sagte Koordinator Bruno Maillard gegenüber den FN. Dies hänge von den Institutionen selber ab, aber auch von den zur Verfügung stehenden Mitteln und der künftigen Ausrichtung. Die nächste Nacht der Museen, die am 20. Mai 2017 stattfindet, sei auf jeden Fall schon in Vorbereitung und werde mit einigen Neuerungen überraschen, so Maillard. «Wir wollen noch interaktiver und jünger werden.»

Nostalgie und Faszination

Stellvertretend für die Spezialgäste zog Jean-Noël Gex vom Cibachrome-Museum eine positive Bilanz: Die Teilnahme an der Nacht der Museen sei eine gute Gelegenheit, sich einem breiteren Publikum vorzustellen. Das kleine Museum auf dem ehemaligen Ilford-Gelände erzählt von der Geschichte der Fotografie, der Fototechnik und der Traditionsfirma Ilford, die 2013 in Konkurs ging. Themen, die bewegen, wie ein Augenschein vor Ort zeigte: Während bei den älteren Besuchern Nostalgie aufkam, zeigten sich die Kleinen fasziniert davon, was es früher alles brauchte, bis ein Foto realisiert war. cs

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