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Eine Hommage an Freiburg

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Eine Hommage an Freiburg

Ein Philosoph und seine Lieblingsstadt

Reto Luzius Fetz besucht Freiburg – und damit den «Tatort» seines Kriminalromans. Der Philosophie-Professor unterhält sich mit Freunden und Lesern seines Buches «Im Schatten des Greif».

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

«Wie kann ich die Philosophie unter die Leute bringen?», das fragte sich der Bündner, der zwischen seinem 20. und 35. Lebensjahr in Freiburg lebte und seither im bayrischen Eichstätt-Ingolstadt Philosophie lehrt. Neben seiner Arbeit als Philosophie-Professor hat er begonnen, Romane zu schreiben. Der erste, kürzlich veröffentlichte Historienkrimi «Im Schatten des Greif» sei auch eine Hommage an Freiburg, die Stadt, in der er gerne gelebt habe, erzählt Fetz im Gespräch mit den FN (s. auch Buchbesprechung in den FN vom 23. September).

Anschliessend an seinen philosophischen Vortrag an der Universität Freiburg nahm der Autor an einem öffentlichen Buchgespräch teil. Gemeinsam mit Ruedi Imbach, Professor an der Sorbonne in Paris, Journalisten von den FN, einer der Romanfiguren in Fleisch und Blut sowie einem Dutzend Lesern ergründete der Autor die Hintergründe des Romans.

Erklären und Verstehen

Reto Luzius Fetz offeriert in seinem Buch verschiedene Gedankenwelten. Eine reale Ebene ist das vordergründige Geschehen: Der Mord an Professor Blöchli in der Kantonsbibliothek und dessen Aufklärung. Philosophische Überlegungen haben im Kriminalroman ebenso Platz wie exakte Beschreibungen von Gebäuden und Örtlichkeiten, die herauszufinden einmal sehr einfach, dann wieder schwierig sind.

Im gemeinsamen Gespräch wurde einiges lokalisiert. Professor Lacurt, Hauptfigur im Roman, kommt ebenso aus Domat/Ems wie der Autor. Professor Blöchlis Name könnte durchaus mit einem real existierenden Politiker übereinstimmen, bei Familie de Greyff ist ein Buchstabe zu viel, aus Monterschu wurde Praderschu und einen Gärtner namens Albert findet man sowieso leicht und Querverbindungen zu Gonzague de Reynold sind sicher.
Hatte der Wissenschaftler Fetz keine Probleme damit, einen Roman unter seinem Namen zu veröffentlichen? «Wissen Sie, in Deutschland, wo ich lehre, ist es schon etwas ungewöhnlich, wenn ein Philosoph einen Roman schreibt. In der Schweiz, in Frankreich oder in Italien dagegen ist das völlig normal», erklärt der Autor. Es brauche allerdings immer viel Zeit, um von der philosophischen Sprache in diejenige der unterhaltenden Literatur einzutauchen. «Erklären und Verstehen», ein Grundprinzip der Philosophie, taucht im Buch als Prüfungslektion des jungen Maximilian de Greyff auf, es steht immer auch im Zentrum des Gespräches mit Reto Luzius Fetz.

Ganz am Schluss des Kriminalromans bleibt die Frage nach der Schuld am Tod von Rieder, einem (echten?) Greyff offen, man möchte, dass das Buch genau dort weitergeht.

Lacurt und Jeanne in Mallorca

Wer nach dem ersten Fetz-Roman süchtig geworden ist nach mehr gehobener, spannender Unterhaltung, der muss sich in philosophischer Geduld üben. «Sehr zum Erstaunen meines Verlages, dem Reclam-Verlag Leipzig, werden sich Lacurt und Jeanne, die beiden Hauptfiguren, demnächst in die reiche geschichtliche Vergangenheit von Mallorca begeben. Diese Insel besteht bei weitem nicht nur aus Liegestühlen und Nachtclubs. Lacurt wird wieder zahlreiche Geheimnisse lüften, und vielleicht kommen auch die Frauen diesmal noch mehr zum Zuge», so viel verrät der Philosoph, der sein Herz nicht nur an Freiburg verloren hat. Fetz bereist leidenschaftlich gern die Mittelmeerländer und hat Stoff für zahlreiche weitere Historienkrimis.

Reto Luzius Fetz, Im Schatten des Greif, Reclam-Verlag Leipzig, 256 S., SFR 31.70.

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