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Eine Kreuzfahrt durch die Geschichte

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Der Erfolg der letztjährigen Spezialfahrten «Natur pur» und «Ritterboot 1476» sei für die Dreiseen-Schifffahrtsgesellschaft ein vielversprechenderAnsatz gewesen. Dies sagte Marketingchef Mark Herbst gestern an der Präsentation des neuen Programms. Die Firma lässt das Ritterboot vom letzten Jahr wieder auslaufen und bietet zwei weitere Rundfahrten mit historischem Hintergrund an. Letztes Jahr waren vier «Natur pur»-Fahrten mit den Naturzentren La Sauge und Grande Cariçaie geplant. Daraus wurden zwölf Fahrten, alle ausverkauft. Und auch die diesjährigen Fahrten sind gut angelaufen (die FN berichteten). Mit den historischen Fahrten verbreitert die Firma ihre Angebotspalette. Daran beteiligt sind neben Murten Tourismus drei Museen aus der Region.

Wertvolles Angebot

«Kombiangebote wie diese sind wichtig für uns», sagte Stéphane Moret von Murten Tourismus. Die Fahrten beinhalten ein Gastroangebot sowie punktuelle Erklärungen von Experten entsprechend dem aktuellen Standort. Laut Moret ist das Schiff als Transportmittel für solche Zwecke besonders geeignet. Man könne zwar nicht an die Fundorte selbst gelangen, erhalte aber einen guten Überblick und eine Perspektive, die man sonst nicht habe. Der See mit seiner sechs Jahrtausende langen Siedlungsgeschichte an den Ufern bilde den passenden Hintergrund.

Denis Ramseyer vom Laténium am Neuenburgersee zeigt sich erfreut über die Möglichkeit, das reichhaltige historische Erbe der Region einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Viele Stätten seien nur vom Wasser her zugänglich. Er nannte als Beispiel die Überreste zweier Pfahlbauersiedlungen beim Grengspitz. Diese sind Teil des Unesco-Weltkulturerbes, das rund 100 Siedlungen im Dreiseenland umfasst.

Sophie Delbarre, Konservatorin im Römermuseum Avenches, machte beim Vorbeifahren darauf aufmerksam, dass der See zur Römerzeit höher und der Hafen deshalb weiter landeinwärts lag. «Wir können uns heute kaum vorstellen, dass Avenches einen direkten Zugang zum See hatte.» Sie zeigte vom fahrenden Schiff aus auf die Konturen der antiken Stadt mit dem Verlauf der 5,5 Kilometer langen Stadtmauer. «Den besten Überblick hat man von Vallamand aus.» Der See sei damals das mit Abstand wichtigste Transportmittel, vor allem für den Handel, gewesen. Einbäume und grössere Schaluppen hätten bis ins Mittelalter hinein die Hauptlast des Warenverkehrs getragen.

4000 Jahre Geschichte

Zwei Fahrten werden mit Rundgängen in den jeweiligen Museen beendet. «Dort können wir das Gehörte und Gesehene vertiefen und Objekte zeigen, die an den gezeigten Orten gefunden wurden», sagte Ivan Mariano vom Museum Murten. Das Programm «Archäologie und Geschichte im Dreiseenland» beginnt in Murten. Auf einer Rundfahrt werden die Pfahlbauten vom Grengspitz, der Hafen der römischen Provinzhauptstadt Avenches, die keltische Festung auf dem Wistenlacherweg, die Römerbrücke über die Broye sowie die Siedlung La Tène angefahren. Auch die beiden Jurawasserkorrektionen und ihre Folgen werden thematisiert. Die Reise endet im Laténium. Die zweite Rundfahrt mit anschliessendem Besuch des Museums Murten befährt eine ähnliche Route. Das Ritterboot legt in Sugiez ab und fährt bis Murten.

Zum Programm

Fahren, Essen und Wissen erwerben

Die drei historischen Fahrten der Dreiseen-Schifffahrtsgesellschaft stehen unter dem Motto «Alles, was auf Schiffen möglich ist». Im Preis ist jeweils der Eintritt in die Museen inbegriffen, die Fahrten sind zweisprachig ausgelegt, die Führer passen sich den Passagieren an. «Archäologie und Geschichte im Dreiseenland» fährt in Murten um 11 Uhr ab und kommt in Hauterive beim Laténium um 13 Uhr an. Die Archäologie-Fahrt zum Museum Murten findet am 10. April, 18. April, 8. Mai und 23. Mai statt. Die Abfahrtszeiten und weitere Einzelheiten sind dem Internet zu entnehmen. Das Ritterboot thematisiert die Murtenschlacht von 1476 anhand des Überblicks über das Schlachtfeld vom See aus. Hungrige werden mit einer Rittervesper mit Brot, Wurst und Käse gespeist. Die Reise ist für Gruppen ab 35 Personen bestimmt.fca

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