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Eishockey-Trikots und Pirouetten vor einer historischen Zuschauertribüne

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Vieles muss stimmen, damit ein Eisfeld ein richtig gutes Eisfeld ist. Es braucht Banden, und diese müssen restlos mit Werbung vollgepflastert sein. Es braucht Scheinwerfer, möglichst viele. Und weil lange Pirouetten-Anläufe und weite Pässe von Eishockeyschläger zu Eishockeyschläger auf ein gutes Eisfeld gehören, muss es einigermassen gross sein.

In Murten ist seit gestern ein Eisfeld in Betrieb, das all diese Kriterien erfüllt. Nicht einmal die obligate Zuschauertribüne fehlt: Die Ringmauer mit ihren zahlreichen Gucklöchern ist nur wenige Meter entfernt.

Stromverbrauch drosseln

«Es war ein sehr schnelles und steiles Projekt», sagte die Präsidentin von Murten Tourismus, Marianne Siegenthaler, an der Einweihungszeremonie von gestern um 11 Uhr 11. Schnell war es bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich gegangen: Die Öffentlichkeit erfuhr erst Anfang Oktober von dem Projekt, das offiziell «Murten on Ice» heisst. Die entscheidende Hürde nahm das Vorhaben sogar erst vor einem knappen Monat. Der Generalrat von Murten gewährte dem Projekt einen Zustupf von 50000 Franken; weitere 70000 Franken bezahlen Sponsoren und Nachbargemeinden. Dass mobile Eisfelder ein finanzielles Wagnis sind, zeigen die Erfahrungen anderer Städte.

Allerdings versuchen die Betreiber solcher Eisbahnen, die Kosten zu senken, indem der Stromverbrauch laufend gedrosselt wird. Ab nächster Woche widmen sich zwei Studenten der Ingenieurschule Freiburg diesem Ziel.

Premiere mit Helm

Der Erste, der das Murtner Eisfeld gestern Vormittag mit Schlittschuhen – und vor den Augen aller Eröffnungsgäste – betrat, war Gemeinderat Alexander Schroeter. Er trug einen Helm. Denn das Eisfeld in Murten ist so glatt, wie ein gutes Eisfeld eben sein soll.

Bei einem zweiten Augenschein am Nachmittag waren die prominenten Besucher der Eröffnungszeremonie weg. Dafür waren jetzt zwei Buben in Eishockey-Trikots und eine Familie da. Die Pirouetten-Versuche des Vaters sahen zwar noch etwas unbeholfen aus, doch ihm bleiben 14 Wochen Trainingszeit. Erst am 20. Februar wird die Eiszeit in Murten zu Ende sein. Und wenn das mobile Feld ein Erfolg ist, kehrt es nächstes Jahr zurück.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.30 bis 22 Uhr; am Wochenende 10 bis 22 Uhr. Schlittschuhe können gemietet werden, in einer Buvette gibt es Speis und Trank.

Stadtpräsident Christian Brechbühl und Marianne Siegenthaler von Murten Tourismus haben die Eisbahn-Saison eröffnet.Bild Aldo Ellena

Mobiles Eisfeld: Arbeiter kämpften mit herunterfallenden Blättern

Mit dem «Alten Friedhof» neben der Ringmauer habe man für die mobile Eisbahn in Murten die perfekte Stelle ausgesucht. Dies sagte gestern Antoine Descloux gegenüber den FN. Der langjährige Gottéron-Verteidiger führt seit 2004 die Firma La Pati, die in der ganzen Westschweiz mobile Eisfelder betreibt – diesen Winter sind es 34 Stück.

Auch das Seeufer wäre als Ort denkbar gewesen, so Descloux. «Neben dem See hätte ein solches Eisfeld aber winzig ausgesehen», findet er. Hier wirke es schön gross.

Die Installation war laut Descloux nicht ohne Tücken. Fast pausenlos mussten die Arbeiter Blätter wegwischen, die von den Bäumen fielen. Und wegen der milden Temperaturen arbeitete das Team vorwiegend nachts. Die Murtner seien aber lieb gewesen, sagt er. «Mitten in der Nacht hat jemand Kaffee gebracht.»mk

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