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EOS im Strudel der Strommarktöffnung

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Das Betriebsergebnis habe sich von 49 auf 115 Mio. Franken mehr als verdoppelt, erklärte Claude Chabanel, Verwaltungsratspräsident ad interim, gestern vor den Medien in Lausanne. Der Cashflow der Elektrizitätsgesellschaft, die sich voll auf die Stromproduktion aus Wasserkraft konzentrieren will, belief sich auf 251 Mio. Franken.

Die EOS habe ihren Energie kaufenden Aktionären, zu denen namentlich auch die Freiburger Elektrizitätswerke zählen, weniger Strom verkauft als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Dieser Rückgang sei jedoch durch gesteigerte Verkäufe ins Ausland mehr als kompensiert worden, sagte Generaldirektor Jean-Pierre Blondon. Neue Verträge seien auch in Deutschland abgeschlossen worden. Gesamthaft habe die eos nahezu 8 Mrd. kWh verkauft.

Ausserordentliche
Abschreibungen

Neben den ausserordentlichen Abschreibungen hat die EOS weitere energische Schritte zur Sanierung des Konzerns unternommen. So sind die Investitionen um mehr als ein Drittel auf 60 Mio. Franken gekürzt worden. Diese sind lediglich für den Unterhalt der bestehenden Anlagen getätigt worden. Die EOS hat sich zum Ziel gesetzt, die jährlichen Investitionen künftig auf 20 Mio. Franken herunterzufahren.

Zur Rückzahlung von Obligationsanleihen in Höhe von 460 Mio. Franken hat die eos parallel dazu Reserven von mehr als 240 Mio. Franken locker gemacht. Da das konsolidierte Nettoergebnis einen Buchverlust von 9 Mio. Franken aufweist, schlägt der Verwaltungsrat einen Dividenverzicht vor. Im Vorjahr hatte die Dividende noch 5,5 Prozent (6,6 Mio. Franken) betragen.
Gegenwärtig beschäftigt die EOS insgesamt 524 Personen. Im vergangenen September waren es 577 und im März des vergangenen Jahres 605.
Die «aussergewöhnlichen Umstrukturierungsmassnahmen» sollen nach den Worten Chabanels auch in diesem Jahr fortgesetzt werden: «Die bis zur Öffnung des Strommarktes im Jahr 2008 noch zu leistenden finanziellen Anstrengungen bewegen sich zwischen 800 Mio. Franken und 1,2 Mrd. Franken.»
In diesem Betrag seien die den Aktionären abverlangte Leistung von etwa 575 Mio. Franken sowie die vom Bund erwarteten 350 Mio. Franken als Kompensation für die NAI (nicht amortisierbare Investitionen) enthalten. Den Rest will die eos durch die Aufwertung ihres Verteilnetzes sowie durch den Verkauf von Beteiligungen erbringen.

Dominique Dreyer folgt Georges Blum

Ebenfalls gestern Mittwoch hat die Generalversammlung der eos den 50-jährigen Freiburger Anwalt Dominique Dreyer zum neuen Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Dreyer ersetzt den ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten des damaligen Bankvereins,
Georges Blum.

Blum hatte im vergangenen Januar nach nur einjähriger Tätigkeit sein Mandat bei der EOS niedergelegt. Die Demission Blums stand im Zusammenhang mit Meinungsverschiedenheiten zum Tempo und zur Art der Umstrukturierung der eos-Gruppe.

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