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Erschliessung sorgt für Debatte

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An der Gemeindeversammlung in Gurmels am Freitag hat die Erschliessung von zwei Parzellen mitten im Dorf für Gesprächsstoff gesorgt. Auf der einen Fläche sind Alterswohnungen geplant, das Land befindet sich in einer Zone von allgemeinem Interesse. Das Projekt Alterswohnungen stammt aus der Feder der Stiftung Hospiz St. Peter Gurmels. Die zweite Parzelle befindet sich in Privatbesitz. An der Versammlung am Freitag beantragte der Gemeinderat einen Kredit von 455 000 Franken für die Abwasser-Groberschliessung der beiden Parzellen. Die Versammlung befürwortete das Vorhaben nur knapp: 27 von 50 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern sagten Ja dazu. 20 Personen sprachen sich dagegen aus, drei enthielten sich der Stimme.

Vor der Abstimmung äus­serte ein Bürger seine Zweifel da­rüber, ob die Gemeinde diese Erschliessung finanzieren müsse und ob die Leitungsführung überhaupt rechtens sei. Der Votant fragte nach, auf welche Gesetzesgrundlage sich die Gemeinde berufe und wo die Grenze zwischen Grob- und Feinerschliessung verlaufe. «Für mich ist die Planung suboptimal. Ich will die Erschliessung nicht blockieren, aber sie soll im Rahmen des Gesetzes erfolgen.» Der Bürger bezog sich auf Kantonsgerichtsurteile, bei denen Kosten für die Erschliessung auf die Landeigentümer abgewälzt werden mussten, und schlug eine andere Leitungsführung vor. «Bei anderen Parzellen bezahlen die Käufer 20 oder 30 Franken pro Quadratmeter mehr für das Land wegen der Erschliessung. Hier ist das nicht der Fall.» Er werde sich je nach Abstimmungsergebnis überlegen, den Entscheid der Versammlung anzufechten, kündigte der Bürger an.

«Wie weit die Grob- und wie weit die Feinerschliessung geht – diese Frage ist berechtigt», sagte Daniel Riedo, Gemeindepräsident von Gurmels. «Aber bei den anderen Parzellen gehen wir auch bis an die Parzellengrenze heran.» Ausserdem seien der Zeitpunkt für die Arbeiten und die Leitungsführung so ideal. Das Ziel sei gewesen, nicht pumpen zu müssen, sagte Manfred Bäriswyl, Gemeinderat von Gurmels. «Wir haben entschieden, dass wir bis an die Parzellengrenze gehen. Natürlich ist das ein bisschen Glück für das Projekt, aber damit ist allen gedient, es sind ja Alterswohnungen», sagte Daniel Riedo.

Der Gegenantrag des Votanten, das Geschäft nochmals zu überdenken und auf die nächste Versammlung zu verschieben, kam wegen der Genehmigung des Kredits durch die Versammlung nicht zur Abstimmung.

Das Projekt Alterswohnungen war bereits mehrmals Thema in Gurmels. Vor einem Jahr sprach sich die Gemeindeversammlung dafür aus, die Stiftung mit einem Beitrag von 460 000 Franken für den Landkauf zu unterstützen. Das Projekt sieht Flachdächer für die zwei Wohnblöcke mit insgesamt 13 Zweieinhalb- und 15  Dreieinhalbzimmerwohnungen vor. Bei der Gemeinde Gurmels ging im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision eine Einsprache gegen die Bauweise mit Flachdächern ein, wie Daniel Riedo gegenüber den FN sagte. Das Baugesuch werde dennoch in ein bis zwei Monaten eingereicht.

Sanierung Schulhaus

Einen Planungskredit über 95 000 Franken für die Sanierung des alten Primarschulhauses sowie für den Ausbau des Dachgeschosses im Erweiterungsbau befürwortete Gurmels einstimmig. Auch ein Projektkredit über 710 000 für die Sanierung von Gemeindestrassen mit Anpassung des Oberflächenabflussses fand geschlossene Zustimmung.

Zahlen und Fakten

Ein gutes Rechnungsjahr

Die Rechnung der Gemeinde Gurmels schliesst ohne zusätzliche Abschreibungen bei einem Aufwand von knapp 16 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von rund 420 000 Franken. Nach zusätzlichen Abschreibungen in der Höhe von 417 000 Franken beläuft sich der Ertragsüberschuss auf rund 3000 Franken. Das gute Ergebnis ist laut dem Bericht zur Jahresrechnung massgeblich durch höher als veranschlagt ausgefallene Steuereinnahmen beeinflusst. Die Investitionen 2018 belaufen sich netto auf 2,675 Millionen. Die Nettoschuld der Gemeinde Gurmels beträgt laut Gemeindepräsident Daniel Riedo 11  Millionen Franken, 2500 Franken pro Kopf. Die 50 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die laufende Rechnung 2018, die zusätzlichen Abschreibungen sowie die Investitionsrechnung an der Versammlung am Freitag einstimmig angenommen.

emu

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