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Es bleibt wenig Spielraum für Rochaden zwischen den kantonalen Direktionen

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Mit dem Abgang der grünen Staatsrätin Marie Garnier Ende April wird sich der Staatsrat mit der Besetzung ihrer Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft beschäftigen müssen. Erster Anwärter für diese Direktion ist der am Sonntag gewählte neue FDP-Staatsrat Didier Castella.

«Von Möglichkeiten gehört»

Dieser hatte unmittelbar nach seiner Wahl gesagt, er werde als amtsjüngstes Regierungsmitglied diejenige Direktion nehmen, die man ihm anbietet (FN von gestern). Die Direktionsverteilung kann offiziell erst nach Castellas Amtsantritt am 23. Mai erfolgen. Üblich ist aber, dass die amtierenden Staatsräte ihren künftigen Amtskollegen bereits vorher zu einem informellen Gespräch einladen, um diese Frage zu klären.

«Diese Sitzung wird aber nicht notwendigerweise in den nächsten Tagen stattfinden», sagte Marie-Christine Müller, Sprecherin der Staatskanzlei, auf Anfrage der FN.

Didier Castella sagte am Sonntag, er habe von verschiedenen Seiten gehört, dass es zu Direktionswechseln kommen könnte.

Letzte Legislatur

Betrachtet man aber die Situation der amtierenden Staatsräte und ihrer Direktionen, so scheint für mögliche Direktionswechsel wenig Spielraum vorhanden.

Georges Godel (CVP) und Anne-Claude Demierre (SP) sind in ihrer letzten Legislatur. Sie prägen die Finanz- beziehungsweise die Gesundheits- und Sozialdirektion bereits in ihrer dritten Amtsdauer. Es gibt keinen Grund dafür, dass sie beide für etwas mehr als eine halbe Legislatur noch einen Wechsel vornehmen sollten.

Ropraz in der Wunschdirektion

Der Jurist Maurice Ropraz (FDP) hat nach den letzten Gesamterneuerungswahlen mit der Justiz und Sicherheit seine Wunschdirektion erhalten. Von ihm übernahm Jean-François Steiert (SP) die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion. In dieser Direktion nahm sich Steiert dem Generationenprojekt des kantonalen Richtplans an, der in seiner entscheidenden Phase steckt. Bei Steiert wie bei Ropraz ist ein Direktionswechsel deshalb unvorstellbar.

Ähnliches gilt für Olivier Curty (CVP) bei der Volkswirtschaftsdirektion. Er ist in seinem zweiten Amtsjahr gerade daran, konkrete Pflöcke einzuschlagen. Die Gesetze über die Wirtschaftsförderung und über die aktive Bodenpolitik stehen an. Ein Wechsel würde bei ihm wenig Sinn machen.

Castella als Bildungspolitiker?

Bleibt die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport: Als Jean-Pierre Siggen (CVP) nach der letzten Ergänzungswahl diese übernahm, galt sie nicht als seine Lieblingsdirektion. Doch Siggen konnte mit dem Schulgesetz die Bildungspolitik gleich von Beginn weg entscheidend mitgestalten, und er hat bei den letzten Gesamtwahlen die Direktion behalten, obwohl die Volkswirtschaftsdirektion offen war.

Wenn nun Didier Castella als Naturwissenschaftler und Präsident des Uni-Senats für den Bereich Bildung prädestiniert wäre, so drängt sich Siggen kaum für die Institutionen, die Land- und Forstwirtschaft auf. Ausser man wolle das Dossier Grossfreiburg lieber einem Stadtfreiburger als einem Greyerzer in die Hände legen.

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