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«Es hat nicht genügend zweisprachige Ärzte»

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Die beiden freisinnigen Grossratsmitglieder Su­sanne Schwander (Kerzers) und Nicolas Bürgisser (Giffers) weisen den Staatsrat in einem Begehren darauf hin, dass Ärzte des Freiburger Spitals (HFR) im Rettungsdienst ihrer Ansicht nach die medizinischen Kompetenzen von Rettungssanitätern unterschätzen und diese «nicht als gleichwertige Partner auf dem Unfallplatz anerkennen». Das gleiche Bild zeige sich auch in der Notfallaufnahme des HFR, so Schwander und Bürgisser. Das erschwere eine optimale Zusammenarbeit auf dem Notfallplatz zwischen den Ärzten des mobilen Dienstes für Notfallmedizin und Reanimation (Smur) und dem Rettungsdienst der Ambulanzen, und es würden unnötige Spannungen entstehen. Es sei auch eine Tatsache, dass für solche Fälle nicht genügend erfahrene zweisprachige Ärzte vorhanden seien. «Die Überforderung, die daraus resultiert, mündet in eine erhöhte Fluktuation am HFR», so die zwei Grossratsmitglieder. Schwander und Bürgisser stellen einen professionell geführten Smur mit entsprechend qualifiziertem Personal nicht grundsätzlich infrage. Die gegenwärtige Organisation sei jedoch zu aufwendig. In peripheren Gebieten würden zudem die Interventionszeiten bis zum Eintreffen des Smur-Notarztes zu lange dauern. Häufig werde in dieser Situation die Rettungsflugwacht aufgeboten. Auch die kantonale Notfallnummer 144 ist gemäss Schwander und Bürgisser nicht ausreichend zweisprachig. Dadurch komme es zu vielen Verwechslungen bei den Ortsangaben sowie bei der medizinischen Erstbeurteilung der Notfallsituation vor Ort. Es komme sogar vor, dass Hilfesuchende, die sich nicht verstanden fühlten, den Notruf unterbrechen und selber aktiv werden: «Sie werden privat gefahren oder rufen den zuständigen Rettungsdienst selber an», heisst es im Begehren. Schliesslich sei bei der Einführung des Smur mit 1500 Einsätzen pro Jahr gerechnet worden. Effektiv sei es heute nur noch ein Viertel davon, durchschnittlich ein Einsatz pro Tag. Davon würden nur je fünf Prozent auf den Sense- und den Seebezirk entfallen.

«Letztlich geht es um einen Kampf um Patienten, bei dem mitunter sogar der hippokratische Eid hintenanstehen muss», sagte Nicolas Bürgisser auf Anfrage. «Das ist aber nicht nur in der Schweiz, sondern europaweit ein Problem.» Die Kommunikationsverantwortliche des HFR, Jeannette Portmann, wollte das Begehren von Schwander und Bürgisser auf Anfrage hin nicht kommentieren.

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