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«Es ist die logischste aller Fusionen»

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag habe er noch gut geschlafen, sagte Pierre-André Burnier, Syndic von Bas-Vully. «Heute Morgen allerdings, zwei Stunden vor der Schliessung der Urnen, war ich schon ein bisschen nervös.» Denn lange Jahre der Vorbereitung entschieden sich am gestrigen Abstimmungssonntag. «Als Antwort gab es nur die Möglichkeit, ein einfaches Ja oder Nein in die Urne zu legen.» Und deshalb war Burnier erleichtert, dass beide Gemeinden Ja sagten zu einer Fusion von Bas-Vully und Haut-Vully.

Knappes Ja

Der Zusammenschluss kam aber nur knapp zustande. Die Stimmberechtigten von Bas-Vully haben sich deutlich für eine Fusion ausgesprochen: 713 Ja-Stimmen und 187 Nein-Stimmen lautete das deutliche Resultat. Dies entspricht einer Zustimmung von fast 80 Prozent. Haut-Vully hingegen hat sich nur mit einer hauchdünnen Mehrheit für eine Fusion ausgesprochen. Gerade mal elf Stimmen entschieden zugunsten einer Fusion. 360 Stimmberechtigte lehnten in Haut-Vully die Fusion ab, 371 sagten Ja. Trotz des knappen Ausgangs will der Syndic von Haut-Vully, Jean-Philippe Noyer, nicht von einem Zufallsergebnis sprechen. Denn im Gegensatz zu Bas-Vully mit einer Stimmbeteiligung von rund 59 Prozent gingen in Haut-Vully rund 67 Prozent aller Stimmberechtigten an die Urne. «Die hohe Beteiligung in unserer Gemeinde legitimiert das Resultat, auch wenn es knapp war.»

 Vorteile kaum spürbar

Viel Kritik gab es im Vorfeld der Fusion nicht, auch nicht am Informationsanlass in Lugnorre vor einem Monat (die FN berichteten). Warum am Schluss trotzdem so viele Einwohner gegen den Zusammenschluss waren, erklärt sich Noyer damit, dass die Bürger die Vorteile einer Fusion unmittelbar kaum spüren: «In Haut-Vully müssen die Einwohner ab dem nächsten Jahr mehr Steuern bezahlen, auch wenn die Erhöhung des Steuerfusses von 58,2 auf 60 Prozent nur sehr klein ist», so Noyer. «Alles andere hingegen, wie die Dienstleistungen der Gemeinde, bleibt gleich.»

Allerdings profitiere die neue Gemeinde Mont-Vully mittelfristig vom gestrigen Entscheid. «In Haut-Vully war die Entwicklung der Gemeinde fast ausschliesslich auf das Wohnen ausgerichtet», sagte Noyer. Bas-Vully dagegen habe durch seine Lage bessere Möglichkeiten für die Schaffung von Gewerbezonen. «In Zukunft werden wir deshalb voneinander profitieren können», sagt Noyer. Und nicht zuletzt sei diese Fusion aufgrund der geografischen Lage die einzige Möglichkeit für einen Zusammenschluss gewesen. «Es ist die logischste aller Fusionen in der Region», so Noyer.

 Positiv für den Bezirk

Beide Syndics betonten aber auch die Auswirkungen der Fusion auf den ganzen Seebezirk. «Ich bin überzeugt, dass unser Zusammenschluss viel bewegen wird», sagt Burnier. Für den Seebezirk sei es gut, dass es nur noch eine starke Gemeinde im Vully gebe. «Als grössere Gemeinde werden wir in Zukunft eine wichtige Rolle spielen im Bezirk. Und davon werde der Bezirk als Ganzes profitieren.»

Auch der Oberamtmann des Seebezirks, Daniel Lehmann, zeigte sich gestern Nachmittag glücklich über das Zustandekommen der Fusion: «Diese Fusion ist ein positives Signal für die ganze Region und den Bezirk.»

 

Zahlen und Fakten

Gemeinderat wird im November gewählt

Die neue Gemeinde Mont-Vully nimmt ihre Arbeit am 1. Januar 2016 auf. Im November kommt es zu vorgezogenen Wahlen für den neuen Gemeinderat. Die Exekutive der neuen Gemeinde wird aus neun Mitgliedern zusammengesetzt. Haut-Vully darf vier Gemeinderäte stellen, Bas-Vully deren fünf. Welche aktuellen Gemeinderäte zur Wahl antreten, ist noch offen.tk

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