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«Es ist noch kein Entscheid gefallen»

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Wer im Seebezirk wohnt und in der Nacht notfallmässig ins Spital muss, steht derzeit bei der Permanence in Meyriez vor verschlossenen Türen. Der Grund: Während des Spitalumbaus ist die Permanence abends ab 21.30 Uhr geschlossen. Weil dies nicht alle Seebezirkler wissen, beschert dies der Ambulanz Murten Mehrarbeit, denn die Patienten wählen vermehrt die Nummer 144 (siehe FN vom 11. März). Ob die Permanence nach dem Umbau für die Patienten wieder rund um die Uhr offen ist, steht noch nicht fest. Man sei in der Planung noch nicht so weit, sagte Jeannette Portmann, Kommunikationsverantwortliche des Freiburger Spitals HFR, damals gegenüber den FN.

Argument für Abstimmung

Ob dieser Aussage erstaunt zeigt sich Werner Zürcher, ehemaliger SVP-Grossrat aus Merlach und Kämpfer für den Spitalstandort. Er könne zwar nachvollziehen, dass die Permanence während des Umbaus nachts geschlossen sei. «Für mich war aber immer klar, dass die Permanence nach dem Umbau wieder 24 Stunden offen ist», sagt er. Zürcher denkt, dass auch die meisten Seebezirkler von einer erneuten Rund-um-die-Uhr-Versorgung ausgehen. «Das war bei der Abstimmung für den Umbaukredit ein wichtiges Argument», so Zürcher.

 Auch Markus Ith, Präsident des Gesundheitsnetzes See, ist dieser Ansicht. Eine Schliessung in der Nacht steht für ihn gar nicht erst zur Diskussion. «Ich bin der festen Überzeugung, dass die Permanence nach dem Umbau wieder als 24-Stunden-Betrieb geführt wird.» Er wisse nicht, warum sich diese Regelung nun plötzlich ändern sollte. «Wir bestehen auf der Spitalplanung.» Und in der Planung seien die Öffnungszeiten nicht zur Diskussion gestanden.

Erneut mit der Frage konfrontiert, wie die Öffnungszeiten der Permanence nach dem Umbau–der voraussichtlich im Frühling 2016 abgeschlossen sein wird–aussehen, kann Portmann nur wiederholen, was sie bereits gesagt hat: «Es ist weder ein Entscheid für einen 24-Stunden-Betrieb noch ein Entscheid dagegen gefallen.»

Will beim HFR vorsprechen

Werner Zürcher will dafür kämpfen, dass die Permanence nach dem Umbau wieder 24 Stunden offen ist. «Wir müssen wenn nötig bei der HFR-Direktion und beim Verwaltungsrat einhaken», sagt er. Für eine 24-Stunden-Öffnung spreche vieles: «Die Ärzte müssen sowieso vor Ort sein», argumentiert er. Deshalb sei für ihn das Argument der höheren Kosten hinfällig. Wenn die Permanence nachts ihre Türen nicht mehr für Notfälle öffne, verliere das HFR noch mehr Patienten nach Bern, ist sich Zürcher sicher. «In 20 Minuten ist man von Murten im Inselspital. Das ist schneller, als man im Kantonsspital in Freiburg ist», gibt er zu bedenken.

Spitalplanung: «Notaufnahme rund um die Uhr»

D er HFR-Spitalstandort Meyriez-Murten hat gemäss der Spitalplanung aus dem Jahr 2008 unter anderem folgenden Leistungsauftrag: «Zuteilung eines Auftrags für einen Notaufnahmedienst rund um die Uhr». Die Spitalplanung von 2008 wird derzeit überarbeitet und soll 2015 erneuert werden.

Die Permanence im Spital Meyriez wurde Anfang 2009 eröffnet. Die Öffnungszeiten waren zu Beginn von 7 bis 23 Uhr festgesetzt. Ausserhalb dieser Zeiten leistet der diensthabende Assistenzarzt im Spital erste Hilfestellung, hiess es damals in der Mitteilung. Und weiter: In komplexeren Fällen ziehe der Assistenzarzt einen Arzt der Permanence aus dem Pikett bei oder sorge für eine Verlegung des Patienten in eines der umliegenden Spitäler. hs

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