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«Es regnet ja nur ganz sanft»

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Die Gruppe aus Martinique fühlt sich wohl am Folkloretreffen Freiburg

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Es ist das erste Mal in der 32-jährigen Geschichte des Folkloretreffens, dass eine Gruppe aus Martinique dabei ist. Die 23 Tänzerinnen, Tänzer und Musiker, welche die Tropeninsel vertreten, waren längst noch nicht geboren, als das Freiburger Festival gegründet wurde. Im Durchschnitt sind sie 17 Jahre alt. Begleitet werden die Schüler und Studenten von acht Erwachsenen.Sie alle sind Mitglieder des Kultur- und Sportvereins Tifermasc. Dieser wurde 1991 von Frantz Vieuvel gegründet, der auch in Freiburg mit von der Partie ist. In dem Verein werde nicht nur getanzt und musiziert, sagt er, sondern auch Theater oder Pétanque gespielt oder mit Multimedia-Techniken experimentiert.

Verschiedene kulturelle Einflüsse

Ein wichtiges Ziel von Tifermasc sei der kulturelle Austausch, so Präsident Claude Rodap. Interessierte Jugendliche lernen beim Verein traditionelle Tänze und Musik kennen. Zwei wichtige Elemente hätten die Volkskultur von Martinique geprägt, erklärt Monique Rodap, Ehefrau des Präsidenten und Medienverantwortliche des Vereins. Da sind einerseits althergebrachte Traditionen mit vielen afrikanischen Einflüssen, die an die Zeit der schwarzen Sklaven während der französischen Kolonialherrschaft erinnern. Andererseits hat Martinique in jüngerer Zeit Elemente der europäischen Kultur übernommen, so etwa Instrumente wie das Akkordeon oder die Klarinette.Das Ensemble von Tifermasc hat sowohl städtische als auch ländliche Folklore im Repertoire. Beide Formen werden bei den Auftritten in Freiburg gezeigt.Damit bei den Vorführungen alles reibungslos läuft, proben die jungen Tänzer und Musiker in ihrer Heimat mindestens einmal pro Woche. Dazu kommen regelmässige Auftritte auf der Insel. Internationale Festivals besucht Tifermasc alle zwei Jahre. Dieses Jahr sei man zum ersten Mal einen ganzen Monat unterwegs, so Claude Rodap. Vor der Reise nach Freiburg hat die Gruppe drei Wochen in Italien verbracht. «Die Einladung nach Italien ist ziemlich kurzfristig eingetroffen», erzählt der Präsident. «Alle haben sich sehr darüber gefreut, weil sie unbedingt einmal Venedig sehen wollten …»Und jetzt also Freiburg. Ist die Stadt nach dem Besuch in Venedig nicht fast schon langweilig? Keineswegs, sind sich Claude Rodap und Frantz Vieuvel einig. Sowohl die Stadt als auch die Umgebung gefielen ihnen gut.Positiv sei auch, dass in Freiburg Französisch gesprochen werde, die offizielle Sprache des französischen Überseedepartements Martinique. Und trotz des Regens mögen die beiden sogar das hiesige Klima: «Es ist angenehm, und es regnet ja nur ganz sanft», schmunzelt Vieuvel. Immerhin: In Martinique ist noch bis Oktober Regenzeit …

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