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Ferienzeit: Wohin mit dem Hund?

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Ferienzeit: Wohin mit dem Hund?

Wenn das Herrchen verreist, darf Chicco in die Hundepension

In der Ferienzeit wird das geliebte Haustier oft zu einer Belastung. Wohin damit, wenn man verreisen will und das Tier nicht mitnehmen kann? Die Hundepension «Chez Lili» in Tafers ist ein Urlaubsort für Vierbeiner.

Von ILONA STÄMPFLI

Was tun, wenn der Nachbar dieses Jahr keine Zeit und Lust hat, in der Ferienzeit für den kleinen Chicco zu sorgen? Dem Herrchen stehen drei Möglichkeiten offen: Entweder nimmt er ihn mit nach Costa Rica, gibt ihn für drei Wochen ins Tierheim oder setzt ihn beim nächsten Müllcontainer ab – Chicco würde den Urlaub im Tierheim oder einer Hundepension auf jeden Fall vorziehen.

Zum Beispiel bei Liliane Muggli, in der Pension «Chez Lili», in der Lengibitza bei Tafers. Die Hunde teilen sich dort zu zweit einen Zwinger. Mehrmals pro Tag können sie draussen frische Luft schnappen. Es gibt genügend zu fressen und ab und zu ein paar Streicheleinheiten. Chicco ist ein wenig traurig ohne sein Herrchen, aber die Ferien «Chez Lili» sind doch angenehmer als in Costa Rica oder Rimini.

Ein grosses Herz für Tiere

«Seit ich mich erinnern kann, lebe ich mit Hunden zusammen», erzählt Liliane Muggli. Ihr Vater züchtete Lawinenhunde, sie selber zog Berner Sennenhunde gross. «Es war immer mein Wunsch, eine Hundepension zu führen.» Vor sechs Jahren verwirklichte sie ihren Traum und eröffnete eine kleine Pension mit drei Zwingern in Alterswil. Seit kurzem ist sie mit ihren zwei Hunden und den drei Katzen in Tafers daheim. Die Zahl der Zwinger hat sie auf über zwanzig erweitert und nächstes Jahr will sie den geliebten Vierbeinern mit einem Freilaufgehege noch mehr Bewegungsfreiheit gewähren.

In der Hochsaison, von Juli bis September, verbringen rund 22 Hunde ihre Ferien in der Hundepension «Chez Lili». Vorwiegend von Hundebesitzern, die selber in den Urlaub fahren, einen längeren Spitalaufenthalt vor sich haben oder den Hund an irgendeinen Anlass nicht mitnehmen können. Die Nachfrage ist gross. Die Leute wollen trotz Haustieren nicht auf ihre Ferien verzichten. Liliane Muggli erhielt auch schon Anfragen für die Beherbergung von Katzen, Meerschweinchen oder Papageien. Dafür fehle aber das Personal und die Infrastruktur, meint sie. Eine Katzenpension habe es in der Gegend noch keine. Vor allem im Frühling und im Sommer werden viele «ungewollte und unbrauchbare» Katzenbabys ausgesetzt – in einer Kartonschachtel dem Nachbarn vor die Türe oder neben einen Mülleimer.

Aus Erfahrungen gelernt

Eine Hundepension zu führen ist ein Full-Time-Job. Liliane Muggli steht um fünf Uhr auf und hat erst nach Sonnenuntergang Feierabend. Am Morgen putzt sie alle Zwinger und gibt jedem Hund einzeln das Futter. «Das ist wichtig, weil man sonst die Kontrolle über das Fressverhalten der Hunde verliert», sagt sie. Nur einmal musste sie ihren eigenen Hund für eine Woche in ein Tierheim geben. Sie war geschockt, als sie ihn abholte und ein kleines Häufchen Elend in den Händen hielt. «Damals habe ich mir geschworen, die Tiere immer so zurückzugeben, wie sie angekommen sind.»

Liliane Muggli lässt die Hunde jeden Tag mehrmals ins Freie. Für einen Spaziergang sind jedoch zu wenig Kapazitäten vorhanden. Die Hunde verbringen ihre Ferien in den Zwingern. Zum Teil alleine oder mit anderen Hunden zusammen. Chicco verbringt die Zeit mit einem anderen Vierbeiner. Die beiden kommen gut miteinander aus. «Das ist nicht immer so, man muss darauf Acht geben, dass die beiden Hunde zusammenpassen. Es muss auf die Grösse, das Geschlecht und den Charakter Rücksicht genommen werden», erklärt Liliane Muggli. Mit Problemhunden hatte sie auch schon zu tun. Sie stammten aus schwierigen Verhältnissen, wurden geschlagen oder hatten keinen Kontakt zu Menschen. Diese Tiere werden vom Tierschutzverein hergebracht. Bis die Hunde wieder Vertrauen zu einer Person gewinnen, braucht es viel Zeit, Geduld und vor allem Erfahrung – Dies ist bei Liliane Muggli der Fall. «Es ist schön, wenn ich sehe, dass der Hund mich plötzlich akzeptiert und ich eine Beziehung zu ihm aufbauen kann.»

Rührendes Erlebnis mit «Rambo»

Die Hundeliebhaberin könnte sich keine schönere Arbeit vorstellen. «Ich brauche gar keine Ferien. Das hier ist wie Ferien», lacht sie. Schon dreimal ist es vorgekommen, dass eine Hündin während ihres Aufenthalts in der Pension Welpen geworfen hat. Und ein besonders rührendes Erlebnis hatte Liliane Muggli mit «Rambo», einem Hundebaby, das sie mit der Wärmelampe und einem Schoppen aufziehen musste. «Ich habe zwei Tage lang geheult, als ich den Kleinen wieder hergeben musste.»

Chicco hat Freude, wenn er wieder nach Hause darf. Mit riesigen Sprüngen und lautem Gebell begrüsst er sein Herrchen. «Es ist zum Glück noch nie vorgekommen, dass ein Hund nicht mehr abgeholt wurde. Die Hundehalter, die ich kenne, würden so etwas zum Glück nie tun.»

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