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Feuerwehrzentrum kostet 15 Millionen

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Im letzten November waren die Kosten für das geplante Feuerwehrzentrum Tioleyres in Murten gemäss einer Machbarkeitsstudie mit 15,8 Millionen Franken veranschlagt worden. Einige Verbandsgemeinden wehrten sich damals und verlangten, das Projekt auf 10 Millionen abzuspecken. Sie gaben zu bedenken, dass die Kosten insbesondere für kleine Gemeinden nicht tragbar seien (die FN berichteten). 

An der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Region Murten vom Mittwochabend in Muntelier präsentierten die Planer nun die überarbeitete Version des Zentrums: Die neue Vorstudie geht nun von Kosten in der Höhe von rund 15 Millionen Franken aus. Zwar haben die Planer Kosten senken können, indem sie die Nutzfläche um 900 Quadratmeter reduzierten. Durch zusätzliche Kosten für die Baugrubensicherung, die sich durch die Hanglage ergeben, erhöht sich der Kostenpunkt trotz Sparmassnahmen wieder auf rund 15 Millionen Franken. An der Versammlung vom Mittwochabend gab es dazu keine Voten. Der Verband hatte den Gemeinden das revidierte Vorhaben bereits im April vorgestellt.

Skepsis bleibt

«Wir werden die Finanzierung im Vorstand diskutieren», sagte Präsidentin Katharina Thalmann an der Versammlung dazu. Eine Möglichkeit sei allenfalls, dass sich der Verband anstelle der Gemeinden verschulde. Das Vorprojekt befindet sich zurzeit beim Kanton zur Prüfung. Der Verband hofft, dass die Vorprüfung im August abgeschlossen ist. Denn der Zeitplan ist eng: Im Oktober soll an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung über das Projekt entschieden werden. Die nötige Urnenabstimmung in den zehn Verbandsgemeinden folgt frühestens im Februar 2017. Die Inbetriebnahme des neuen Zentrums ist damit frühestens auf Ende 2018 möglich, «obwohl die jetzige Infrastruktur veraltet und für die Bedürfnisse absolut unzureichend ist», wie Kommandant Claudio Mignot den FN erklärte. Das Feuerwehrzentrum in Murten stammt aus dem Jahr 1970. Dass es den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht, ist politisch unbestritten; bei den Kosten scheiden sich die Geister.

 «Wir vertreten die gleiche Haltung wie im November», sagte Carlo Colopi, Vize-Gemeindepräsident von Galmiz, gestern den FN auf Anfrage. «Für uns ist das Ziel nicht erreicht, und wir werden das Projekt weiter beobachten.» Galmiz war eine der Gemeinden, die im November eine Reduktion der Kosten auf 10 Millionen Franken forderten. Auch in der Gemeinde Gurwolf bleibt die Skepsis bestehen: «Es ist immer noch zu teuer», sagte Syndic Eddy Werndli gestern den FN. Er betonte, dass das Projekt eine gute Sache sei, «aber es ist ein Finanzierungsproblem für kleine Gemeinden». Es sei bereits viel Geld, das sie in den nächsten Jahren für die Bereiche Abwasser und Schule aufwenden müssten. «Und es besteht das Risiko, dass das Feuerwehrzentrum noch teurer wird.» Weiter gab Werndli zu bedenken, dass das Volk Ja sagen muss zu der Investition: «Ich weiss nicht, wie das ausgeht.» 2015 war es der Merlacher Gemeinderat Claude Lerf, der als Erster forderte, den Betrag auf 10 Millionen zu reduzieren. Die Gemeinde Merlach wolle den neuen Kostenrahmen nun im Rat besprechen, sagte der Merlacher Gemeinderat Peter Balmer gestern den FN. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht», betonte Kommandant Mignot auf Anfrage. «Die Fläche wurde um einen Viertel redimensioniert, und das ist viel.» Mehr sei nicht möglich. Der vorgesehene Standort westlich des Ochsenkreisels weist eine Neigung von zehn Prozent auf. «Es ist unbestritten, dass es auf einer flachen Wiese günstiger wäre», sagte Mignot. «Aber nur von diesem Standort aus können wir die Richtzeit des Kantons einhalten und rasch in allen Verbandsgemeinden sein.»

Bilanz 2015: 147 Einsätze mit Alarm

D ie Feuerwehr Region Murten rückte 2015 zu 147 Einsätzen aus. 2014 waren es 133 Ereignisse gewesen. Die Einsatzstunden der Angehörigen der Feuerwehr liegen bei 2350 Stunden, was eine Zunahme von 15 Prozent gegenüber 2014 bedeutet. Den grössten Anteil an Einsätzen machten Brandereignisse aus: 41 Mal rückte die Feuerwehr zu Bränden aus. Der erste Brand fand bereits in der Silvesternacht statt: In Gurwolf war kurz nach Mitternacht ein Baum wegen eines Feuerwehrkörpers in Brand geraten. Einige Tage später brannte es in einem Einfamilienhaus in Courtaman. Im Mai brach auf der Baustelle des Spitals Merlach ein Feuer aus. Weiter verzeichnete die Feuerwehr Kamin-, Fahrzeug- und Feldbrände. Zwei Mal wurde die Feuerwehr zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr Bern zu einem Einsatz auf der Autobahn A 1 aufgeboten. 24 Mal rückte die Feuerwehr bei Fehlalarmen aus. emu

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