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Fotografie, Fantasie und Poesie

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«Index du fantographe», Index des Fantografen, so nennt David Gagnebin-de Bons seine Ausstellung, die derzeit im Schloss Greyerz zu sehen ist. Die Arbeit des Lausanners ist, wie der Titel schon sagt, eine Mischung aus Fotografie und Fantasie. Stets sucht er Verbindungen zwischen Fotografie, Literatur, Traumwelten und sinnlicher Wahrnehmung und setzt sich damit auch mit dem Wesen der Fotografie auseinander. Ihn fasziniere an der Fotografie die Möglichkeit, Teile der Welt festzuhalten, die Realität abzubilden und gleichzeitig weit darüber hinauszugehen, sagt der Vierzigjährige. «Die Fotografie ist immer nur ein Teil der Realität, eine Irreführung oder gar eine Lüge.»

Damit spielt er etwa in der Serie «Images du futur», welche die Ausstellung eröffnet. Die Bilder zeigen mehr oder weniger deutlich erkennbare Alltagsgegenstände, in Echtgrösse abgebildet auf schwarzem Grund. So erscheinen sie wie Fundstücke aus einer anderen Zeit oder einer fremden Welt. Auf Erklärungen verzichtet David Gagnebin-de Bons bewusst: «Man weiss nicht, was diese Objekte für Geschichten erzählen – wie wenn ein Archäologe ein rätselhaftes Fundstück entdeckt, von dem er nicht weiss, wozu es einmal gedient hat.»

Danach führt die Fantasiereise quer durch das ganze Schloss. In verschiedenen Sälen sind die Bilder von David Gagnebin-de Bons ausgestellt – übrigens die erste Einzelausstellung des Fotografen in einem Schweizer Museum. Eine Installation mit dem Titel «Mon Père face à La mer de la fertilité» erzählt vom Bezug zwischen Fotografie und Literatur und vom Verrinnen der Zeit. Die Bilder zeigt Gagnebin-de Bons bewusst nicht auf Papier, sondern als Dias. «Fotografien leben vom Licht», erklärt er. «Zieht man den Stecker, ist das Bild weg – wie wenn einem beim Lesen die Augen zufallen.»

Die Serie «Points d’assemblage» befasst sich mit Energieorten und Energiefeldern und lässt Schamanen in Gestalt von Lichtpunkten durch Landschaften wandern. Und immer wieder lässt sich Gagnebin-de Bons von seinen eigenen Träumen inspirieren, etwa, wenn er diese aus Wachs und Latex nachbildet und dann in rätselhaft-poetischen Stillleben festhält.

Schloss Greyerz. Bis zum 20. Oktober. Täglich 9 bis 18 Uhr.

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