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Frage nach dem Nachtstützpunkt muss geklärt werden

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit Interesse habe ich die Ausführungen von Philippe Boschung über die Ambulanz Sense gelesen. Ich habe mich zuerst darüber gefreut, dass im Kanton Freiburg die 90-15- Regel gilt, und selbstverständlich angenommen, dass diese Regel auch für das ganze Einzugsgebiet der Ambulanz Sense gilt. Beim Weiterlesen wurde mir aber klar, dass das überhaupt nicht so ist. 90 Prozent der Einsätze geschehen nördlich von Alterswil. Wenn nun die Ambulanz Sense die 90-15-Regel einhält, dann heisst das, dass alle diese Personen mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit innert 15 Minuten eine Ambulanz mit professionellen Helfern vor dem Haus haben. Wer aber südlich von Alterswil wohnt (und wohl auch westlich des Galterenbachs), hat mit praktisch hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht innert 15 Minuten eine Ambu- lanz vor der Tür. Im Oberland ist allgemein bekannt, dass eine Ambulanz mindestens 30 Minuten braucht.

Philippe Boschung erklärt das mit dem historisch gewachsenen Stützpunkt in Wünne­wil. Diese Historie ist mir eigentlich völlig egal. Warum wird ein ganzer Teil des Einzugsgebiets schlechter versorgt als der Rest? Warum steht die Ambulanz nur tagsüber in Tafers? Warum nicht auch in der Nacht, wo sie wohl das ganze Einzugsgebiet besser und innert nützlicher Frist erreichen könnte? Muss der Nachtstützpunkt der Ambulanz Sense zwingend am Sitz der Unternehmung sein? Gäbe es nicht auch andere Möglichkeiten? Eine Antwort auf diese Fragen hätte ich im Artikel erwartet. Ich hoffe, die Vertreter der Oberländer Gemeinden, die die Ambulanz Sense mit Gemeindebeiträgen ja ebenfalls mitfinanzieren, werden sie innert nützlicher Frist stellen. Sie sollten sicherstellen, dass für ihre Bürger und Bürgerinnen die 90-15-Regel ebenfalls gilt und sie genau wie alle anderen eine Chance auf eine Ambulanz innert 15 Minuten haben.

Unterdessen verstehe ich alle Menschen, die in Notsituationen ihre Liebsten ins Auto packen, weil sie so in 15 Minuten an einem Ort sind, wo sie Hilfe zu erhalten hoffen. Dass dann die Notfallknöpfe des Regionalspitals überklebt sind, spottet jeglicher Beschreibung. Jede Institution, die gesundheitliche Hilfe bietet, hat doch schlicht und einfach sicherzustellen, dass diese Hilfe innert nützlicher Frist geleistet werden kann.

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