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Frauen stärker im Vatikan einbinden

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Eine stärkere Beteiligung von Frauen an der Römischen Kurie soll künftig Thema der Beratungen des Kardinalsrats um Papst Franziskus sein. Nach dem vorläufigen Abschluss der Kurienreform Ende dieses Jahres wolle sich der Kardinalsrat laut Vatikansprecher Alessandro Gisotti weiteren Themen widmen.

Die sechs Kardinäle und zwei Bischöfe hatten mit Papst Franziskus vor allem über den vorliegenden Entwurf einer Apostolischen Konstitution gesprochen. Diese soll Aufgaben und Struktur der zentralen Verwaltung der katholischen Kirche neu regeln.

Der Entwurf wird in diesen Tagen den Bischofskonferenzen, den Oberen grosser Ordensgemeinschaften, Kurienchefs und einzelnen Universitäten zur Stellungnahme zugesandt. Deren Antworten gehen an den Kardinalsrat zurück und sollen nach dem Willen des Papsts in der endgültigen Fassung berücksichtigt werden.

Innerkirchliche Anhörung

Der Rat hofft, bis zur nächsten Sitzung Ende Juni einen Grossteil der Rückmeldungen zu erhalten. Die Veröffentlichung der Konstitution – Arbeitstitel «Praedicate evan­ge­lium» (Verkündet das Evangelium) – wird bis Ende des Jahres erwartet.

Damit sei die Kurienreform keineswegs abgeschlossen, so Gisotti. Franziskus habe diese erneut als längeren Prozess bezeichnet. Ziel sei eine «zunehmend missionarische Haltung der Kurie». Das nächste Treffen der Gruppe ist für den 25. bis 27. Juni geplant.

Missbrauch und Kinderschutz

Weiteres Thema des Treffens waren Missbrauch und Kinderschutz, etwa mit einem Rückblick auf den Krisengipfel Ende Februar in Rom. Auch informierte der Bostoner Kardinal Sean O’Malley als Vorsitzender der Päpstlichen Kinderschutzkommission über deren jüngste Vollversammlung. Eine Aufstockung des von neun auf sechs Kardinäle geschrumpften Gremiums sei jederzeit denkbar, so Gisotti. Wahrscheinlich werde das aber erst geschehen, wenn sich der Rat neuen Themen zuwende.

Dem inzwischen K6 genannten Gremium gehören noch an: die Kardinäle Oscar Rodriguez Maradiaga aus Honduras, Giuseppe Bertello, Präsident der Verwaltung des Vatikanstaats, Oswald Gracias aus Indien, Reinhard Marx aus München, Sean Patrick O’Malley aus Boston sowie Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Ausserdem arbeiten dort als Sekretäre die Bischöfe Marcello Semeraro aus Albano bei Rom und der Kirchenrechtsexperte Marco Mellino, den der Papst im Oktober 2018 als beigeordneten Sekretär berufen hatte.

Ausgeschieden sind die Kardinäle George Pell aus Australien, Francisco Errazuriz aus Chile sowie Laurent Monsengwo aus dem Kongo.

kath.ch

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